06.03.2017 | Jenga-Aktion bei Daimler in Wörth

Fremdvergabe hat Grenzen!

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Dieser Turm wurde symbolisch zum Einsturz gebracht

Diese Aktion zeigt dass wir wirklich eine Einheit im LKW-Werk Wörth sind, die aus vielen Bereichen, Abteilungen, Gruppen besteht. Dies gilt für Angestellte, gewerbliche Mitarbeiter und Azubis gleichermaßen. Wir sind ein Belegschaft - Wir halten zusammen!

Bestimmt hatten sich etliche Kollegen im Vorfeld gefragt, was mit dem Holzbausteinen beabsichtigt war. Hier seht ihr das Resultat. Einen Turm, der schon etliche Löcher hat. Das sind die Bereiche, welche in den letzten Jahren schon fremdvergeben wurden. Der Stabilität der ganzen Einheit hat das nicht gut getan. 

Im letzten Oktober wurde angekündigt, weitere Bereiche zu prüfen, ob deren Aufgaben ausgelagert werden können. Wir haben heute aufzeigt, was passieren kann, wenn ohne Anpassung der Prozesse und Ersatzinvestitionen weitere Bereiche aus unserer Einheit entfernt werden. Diese unternehmerische Entscheidung hätte Konsequenzen für alle Beschäftigten in Wörth. Daher sagen wir "Auslagerung hat Grenzen, sonst kracht es und das gewaltig!"

16.02.2017 | Vorteile für IG Metall Mitglieder

Ferienarbeiter bei Daimler gesucht

Alle Schüler und Studierenden, die schon einmal als Ferienarbeiter/in bei Daimler beschäftigt waren, hatten aufgrund ihrer IG Metall-Mitgliedschaft Vorzüge, u. a. mehr Geld und mehr Urlaub! Es hat sich also gelohnt!
Auch in diesem Jahr werden wieder Hunderte junger Leute, die Gelegenheit in Wörth oder im GLC erhalten, in die berufliche Praxis Einblick zu nehmen und gutes Geld zu verdienen. Die Beschäftigungsdauer ist standortabhängig, mindestens 4 Wochen, die Arbeitszeit in der Regel zwischen 35 bzw. 39 Stunden pro Woche. Die Vergütung richtet sich nach ihrem Einsatzbereich. Die Stellenangebote sind auf der Website Daimler Jobsuche ausgeschrieben.
Deshalb möchten wir darum bitten, sofern Du wieder Ferienarbeiter/in wirst, dass Du Dich gleich zu Anfang direkt im Betriebsratsbüro in Wörth bzw. Germersheim meldest. Nur so ist gesichert, dass Du wieder den tariflichen Anspruch hast. Der Betriebsrat gibt die Meldung an das Personalbüro und uns weiter und wir passen dann entsprechend Deinen Beitrag an. Denn nur wer satzungsgemäß Beitrag leistet, hat Anspruch auf die Leistungen der IG Metall.
Die IG Metall bietet weitere Vorteile für ihre Mitglieder: Infos unter www.hochschulinformationsbuero.de  

14.02.2017 | Besuch bei Daimler in Wörth

Stahlwerker von ArcelorMittal Eisenhüttenstadt besuchen Wörth

Nachdem sie 850 km vom Brandenburger Stahlwerk an der polnischen Grenze nach Straßbourg zu einer Kundgebung beim europäischen Parlament angereist waren, übernachteten sie in Landau und besuchten am nächsten Vormittag das LKW Werk in Wörth bevor sie voller neuer Eindrücke wieder nach Hause fuhren.
Die drei IG Metall Vertrauensleute, zwei Jugendvertreter und zwei Betriebsräte aus Eisenhüttenstadt freuten sich über das Wiedersehen mit ihrem ehemaligen Kollegen und heutigen Bevollmächtigten der IG Metall Neustadt, Ralf Köhler.

Die Delegation wurde vom Vorsitzenden des Betriebsrates, Thomas Zwick, herzlich in Wörth begrüßt und nach einer interessanten Diskussionsrunde durch einen Teil des Werks geführt.

10.02.2017 | Leiharbeit

Sicherheit für 145 Leiharbeiter im GLC bis Jahresende

Im GLC Germersheim konnte der Betriebsrat die Verlängerung von 145 Leiharbeiter bis Ende 2017 durchsetzen. Das betrifft die GABIS-Kolleginnen und Kollegen, deren Verträge bis 31. März befristet waren.

Dieser Teilerfolg ist Bestandteil des erkämpften Zielbildes 2022. Darin sind die Mindestvertragsdauer und Übernahme geregelt. In den letzten 12 Monaten konnten 100 Festverträge und über 100 Einstellungen in Leiharbeit realisiert werden.

07.02.2017 | Tarifrunde Textil

Warnstreik bei IAC in Lambrecht

Die Beschäftigten des Automobilzulieferes IAC haben sich an einem einstündigen Warnstreik beteiligt. Hintergrund ist die Forderung der IG Metall, Löhne und Gehälter der westdeutschen Textil- und Bekleidungsindustrie ab 1. Februar 2017 um 4,5 Prozent für 12 Monate zu erhöhen. Ebenfalls geht es um eine verbesserte Altersteilzeitregelung.

Bislang hatten zwei ergebnislose Verhandlungen für etwa 100.000 Arbeitnehmer in der Branche mit dem Arbeitgeberverband stattgefunden. Am 18. Januar war ein unzureichendes Angebot von 2,9 Prozent für 28 Monate Laufzeit vorgelegt worden. Altersteilzeit wird von den Arbeitgebern als zu teuer abgelehnt. Am 15. Februar findet in Saarlouis die dritte Verhandlungsrunde statt. Von einer Tariferhöhung wären in Lambrecht 85 Beschäftigte betroffen.

20.12.2016 | Weitere Fremdvergaben drohen, IG Metall und Betriebsräte fordern ein Umdenken

Unruhe im Daimler LKW-Werk Wörth

Die Unternehmensleitung hat es in der Presse offenbart:
Ziel des laufenden Effizienzprogramms ist, bereits in den kommenden beiden Jahren das Ergebnis von Daimler Trucks um 1 Mrd. Euro brutto zu verbessern. Nun sollen in diesem Zeitraum zusätzlich weitere 400 Mio. Euro an Fixkosten eingespart werden. Bestehende Strukturen und Abläufe kommen demnach erneut auf den Prüfstand.

Brechend voll waren deshalb die beiden Betriebsversammlungen im Daimler Lastwagenwerk in Wörth. Neben dem perspektivlosen Umgang mit Leiharbeitern, war die Sorge wegen einer weiteren Fremdvergabe das Hauptthema. 550 Arbeitsplätze wurden bis Jahresende 2016 schon in Drittfirmen ausgelagert, so berichtet der Betriebsratsvorsitzende Thomas Zwick. Er bezweifelt, dass das Outsourcing sich lohnt. Auf jeden Fall bringe es aber viel Unruhe in die Belegschaft.

Daimler Betriebsräte fordern daher von der Unternehmensleitung:
- Mehr Kreativität bei der Verbesserung der Absatz- und Ergebnissituation statt plumpe Kostensenkung!
- An den Zielbildern der Standorte darf nicht gerüttelt werden!
- Die Umsetzung der geplanten Investitionen hat ohne Abstriche zu erfolgen!
IG Metall und Betriebsräte halten es für falsch, nur die Kosten zu betrachten. Vielmehr sollte der Vorstand auch beantworten, wie seine Strategie aussieht, um zusätzliche Erlöse zu erzielen und Marktanteile zurückzugewinnen.  

01.12.2016 | Feste Jobs statt Leiharbeit

Konflikt um Zukunftsperspektiven beim Daimler LKW-Werk in Wörth

Es ist eine Sauerei, dass 149 Kolleginnen und Kollegen zum 30.11.2016 -und damit kurz vor Weihnachten- gekündigt wurden. Ursprünglich war das Auslaufen der Verträge zum Jahresende vorgesehen.

Auch für die verbleibenden 330 Leiharbeiter, deren Verträge bis Mitte 2017 verlängert wurden, gibt es leider kaum eine Möglichkeit auf Festanstellung. Es werden nur vorübergehend einige Löcher in der oft sehr knappen Personaldecke der Stammbelegschaft gestopft. Die angekündigten Sparmaßnahmen und geplanten weiteren Auslagerungen verhindern eine berufliche Perspektive in der Stammbelegschaft. Damit ist wieder einmal mehr die Kritik bestätigt, dass Leiharbeit keine Brücke in den ersten Arbeitsmarkt darstellt.

Die IG Metall Vertrauensleute in Wörth haben am 30.11.2016 ihrem Ärger Luft gemacht. Zu Beginn der Frühschicht wurde auf dem Kreisel vor Tor 1 ein Plakat mit Kreuz und 149 Kerzen aufgebaut. Im Betriebe wurden solidarische Anstecker verteilt und in mehreren Redebeiträgen auf der Betriebsversammlung -unter großem Applaus- Forderungen nach Festanstellungen und fairen Perspektiven für Leiharbeiter gestellt.

Die IG Metall Neustadt hat die gewerkschaftlich organisierten Kollegen von GABIS, die gekündigt wurden, zu einer Informationsveranstaltung am 05. Dezember 2016 eingeladen.

In diesem Zusammenhang wehrt sich die IG Metall gegen ein Ausspielen der Belegschaft bei Daimler in Wörth. Mit der Angst, in einer Abteilung tätig zu sein, die vielleicht von künftiger Auslagerung betroffen ist, wird zunehmend ein Keil in die Mannschaft getrieben.

Es fehlt ein Konzept, was mit der Arbeitnehmervertretung entwickelt wird und das Werk Wörth langfristig zukunftsfest aufstellt. Eine kurzfristige Verbesserung der Rendite über Sparmaßnahmen auf dem Rücken der Mitarbeiter und Vergrößerung der oft prekären Fremdfirmenbeschäftigung wird durch die IG Metall abgelehnt und provoziert massive Gegenwehr.   

09.11.2016 | Neue Perspektiven für Schaidt Innovations

Übernahme durch Webasto angekündigt

Nach der Insolvenz und einem schmerzhaften Personalabbau, gibt es für die Mehrzahl der noch verbliebenen 220 Mitarbeiter von ehemals Harman Becker eine Zukunft. Nach schwierigen Verhandlungen wurde im November Kaufvertrag unterzeichnet, der eine Übernahme von 163 Arbeitnehmern, inclusive acht Azubis zum 01.01.2017 vorsieht. Den anderen Beschäftigten wird ein Angebot zum Wechsel in eine Transfergesellschaft unterbreitet.

Der Kaufvertrag steht unter mehreren Bedingungen, die bis zum Ende des Jahres erfolgreich abgearbeitet werden müssen, so dass dann planmäßig zum 01.01.17 die Übernahme durch Webasto stattfinden kann. Eine davon ist der Abschluss eines Tarifvertrages für unsere IG Metall Mitglieder.

So haben sich schon gleich nach Abschluss des Kaufvertrages die IG Metall Mitglieder in einer Abstimmung, für den Abschluss eines Anerkennungstarifvertrages mit Sonderregelungen bei der Arbeitszeit ausgesprochen. Damit wird die Bezugnahme, der jeweils geltenden Tarifvertrage der pfälzischen Metall- und Elektroindustrie gesichert. Hierbei hat Webasto in jeder Tarifrunde ein Widerspruchsrecht. Sollte dieses in Anspruch genommen werden, sind unsere Mitglieder aufgerufen, ihren Forderungen entschieden Nachdruck zu verleihen.

06.09.2016 | Faurecia Innenraumsysteme

Tarifabschluss erzielt!

Am 02.09.2016 konnte in Frankfurt/Main ein Verhandlungsergebnis erzielt werden. Dieser gilt für die 1.900 Beschäftigten aus der Konzernsparte "Innenraumsysteme" der Standorte Hagenbach, Saarlouis, Böblingen, Köln und Scheuerfeld.
Ralf Köhler, 1. Bevollmächtigter der IG Metall Neustadt, hat die Verhandlungen für die 440 Beschäftigten des Forschungs- und Entwicklungsbereiches aus Hagenbach begleitet. "Wir haben mit diesem guten Abschluss die Handlungsfähigkeit der Mannschaft unter Beweis gestellt. Die Forderungen der Unternehmensseite sind nicht aufgegangen. Erst mit unserer Konfliktfähigkeit gab es Verhandlungen auf Augenhöhe und die notwendige Kompromissbereitschaft."

Für die Mitglieder der IG Metall konnten gem. §3 Abs. 1 Tarifvertragsgesetz folgende Rechtsansprüche tarifvertraglich durchgesetzt und gesichert werden:

- Für die Monate Mai bis August eine Einmalzahlung von 200 € brutto (100 € für Auszubildende, Teilzeitbeschäftigte anteilig).

- Erhöhung der tariflichen Entgelte ab 1. September 2016 um 3,1 % (1. Stufe), eine weitere Erhöhung der tariflichen Entgelte ab dem 1. Mai 2017 um 2,2 % (2. Stufe). Die für die Zukunft tabellenwirksame Erhöhung beträgt zusammen 5,3 % bis Ende der Laufzeit des Entgelttarifvertrages.

- Für die Monate Februar, März, April 2018 zusätzlich eine weitere Einmalzahlung von 150 € brutto (75 € für Auszubildende, Teilzeitbeschäftigte anteilig). 

- Die Auszubildenden erhalten ab 1. September 2016 in allen Ausbildungsjahren 50 € brutto und ab 1. Mai 2017 in allen Ausbildungsjahren zusätzlich 30 € brutto.

- IG Metall Bonus: Die Anrechnung des Tarifergebnisses auf übertarifliche Zulagen ist tarifvertraglich für die Mitglieder der IG Metall ausgeschlossen.

- Der Entgelttarifvertrag tritt zum 1. Mai 2016 in Kraft und hat eine Laufzeit bis zum 30. April 2018.

21.07.2016 | Dänischer Konzern schließt Werk in Haßloch

Trotz massiver Proteste: Aus für Dinex Deutschland!

Protest: Die Dinex-Mitarbeiter kämpfen für ihren Standort

Seit Januar 2016 kämpfen die Beschäftigten der Firma Dinex in Haßloch um den Erhalt der Arbeitsplätze. Die Ansagen der Geschäftsleitung von Dinex Deutschland waren eindeutig: "Schließung bis Jahresende 2016".
In mehreren Verhandlungsrunden mit den Betriebsräten und der IG Metall wurde deutlich, dass die Außenwirkung durch die Presse und der Druck der Belegschaft so massiv waren, dass dies den Arbeitgeber veranlasste, einen Teil der Belegschaft in Haßloch zu belassen. Für 12 von 77 Mitarbeitern geht es am Standort Haßloch, im Bereich Logistik, weiter.
Ein kleiner Erfolg vor dem Hintergrund, das hier eine Vollschließung vom Arbeitgeber angekündigt war.
Für alle anderen Beschäftigten wurde ein Sozialplan und Interessenausgleich verhandelt. Darüber hinaus haben die Beschäftigten die Möglichkeit über die Transfergesellschaft "Zentrum für Arbeit und Bildung" (ZAB) für einen Zeitraum bis zu 12 Monaten eine Weiterbildungsmaßnahme in Anspruch zu nehmen, um dadurch eine bessere Chance auf dem Arbeitsmarkt zu erlangen.

15.07.2016 | Betriebsratswahl

Vertrauen ist gut - Betriebsrat ist besser!

Mehrmals haben sich Beschäftigte der Firma David & Baader DBK EMS in Rülzheim mit der Vertreterin der IG Metall Neustadt, Eri Feuerbach, zum Thema "Betriebsratswahl" getroffen.
Nach zwei Informationsveranstaltungen war klar, dass ein Betriebsrat gewählt werden soll, der die Interessen der Arbeitnehmer vertreten kann. Wichtige Themen stehen an, zu denen die Unterstützung der IG Metall gebraucht wird.
Endlich war es dann soweit: Am 14. Juli 2016 fand die Auszählung zur Betriebsratswahl statt. An der Wahl haben sich 96 Prozent der Arbeitnehmer beteiligt.
Es wurde ein siebenköpfiges Gremium gewählt. Betriebsratsvorsitzende ist Kollegin Sabine Bührer, Stellvertreter Kollege Tim Möller, Schriftführer Kollege Ronny Scharfe.
Wir wünschen allen Kolleginnen und Kollegen des Gremiums viel Erfolg bei der Bewältigung der anstehenden Aufgaben.

14.07.2016 | Schaidt Innovations SCI

Fortführung der Arbeit ab August nur mit halber Belegschaft möglich

Die 480 Mitarbeiter bei Schaidt Innovations in Schaidt/Wörth sehen nach einer Kurzarbeitsphase und Insolvenzanmeldung in Mai 2016 schweren Zeiten entgegen. Nachdem ein Großauftrag ausgelaufen ist, reicht das Volumen der verbleibenden Tätigkeiten ab August nur noch für knapp die Hälfte der Arbeitnehmer.

Geschäftsführung und der vom Gericht eingesetzte Sachwalter, haben mit dem Betriebsrat zur notwendigen Restrukturierung einen Interessenausgleich mit Sozialauswahlkriterien vereinbart. Dieser regelt vor allem, wann und nach welchen Kriterien die Sanierung und verkleinerte Fortführung des Geschäftsbetriebes erfolgt.

Die IG Metall hat für die SCI-Beschäftigten einen Sozialtarifvertrag zur Milderung der wirtschaftlichen Nachteile vereinbart, nachdem die Mittel aus dem Treuhandkonto für die Co-Finanzierung der geplanten Transfermaßnahmen zur Verfügung gestellt werden.

Im Ergebnis des von der IG Metall getragenen Konfliktes mit HarmanBecker im Jahr 2011 wurden die Ansprüche der Beschäftigten zur Fortführung des Geschäftsbetriebes in ein Treuhandkonto eingebracht. Der noch verfügbare Betrag wird jetzt bestimmungsgemäß für die Mitarbeiter verwendet, die in die Transfergesellschaft (Träger: ZAB - Zentrum für Arbeit und Bildung Frankenthal gemeinnützige GmbH) eintreten.

Darin sind u.a. die Aufstockung des Transfer-Kurzarbeitergeldes der Arbeitsagentur auf 80 Prozent der Nettoverdienste und ein Qualifizierungszuschuss je Mitarbeiter 1.200 Euro enthalten. Der Tarifvertrag gewährleistet eine soziale Absicherung nicht nur für die Arbeitnehmer, die im August 2016 für bis zu 12 Monate in die Transfergesellschaft wechseln. Auch die Kolleginnen und Kollegen, wenn im Januar 2017 keine Aufträge mehr da sein sollten bzw. kein Investor bereit ist, das Unternehmen fortzuführen, werden bis zu sieben Monate in die Transfergesellschaft eintreten können.

17.06.2016 | Wörth

Keine Zeit für Erholung

Die dreistündige Betriebsversammlung in Wörth hätte auch unter dem Motto "Stress und Leistungsdruck machen krank" stehen können. Im Bericht der Geschäftsleitung wurde eine Zunahme des Krankenstandes seit 2014 aufgezeigt. Im Vergleich der deutschen LKW - Werke ist er mit 9,7 Prozent im Mai 2016 am Höchsten. Die dauernden Effizienzprogramme und Kosteneinsparungen haben eine spürbare Verdichtung der Arbeit zur Folge. Für einige Mitarbeiter geht dies inzwischen über die Belastungsgrenze hinaus.

Durch den Betriebsratsvorsitzenden Thomas Zwick und verschiedene Mitarbeiter wurden die Personalknappheit als Ursache von Krankheiten, Ärger und zunehmenden Frust benannt und mit authentischen Beispielen nachvollziehbar illustriert. Der Beifall der Belegschaft machte deutlich, dass hier auf ein massives Problem hingewiesen wurde. Durch den erhöhten Krankenstand,  können Freischichten, Zeitguthaben und Urlaub teils nicht mehr genommen werden. In einigen getakteten Produktionsbereichen gibt es keine oder eine zu niedrige Personalreserve, die Abwesenheiten kompensieren könnten.

Diese unakzeptable Situation wird durch den 1. Bevollmächtigten der IG Metall Neustadt, Ralf Köhler, scharf kritisiert und eine Rückkehr zu einer gesundheitsschützenden Arbeitsorganisation und höheren Personalbemessung gefordert. Die Jagd nach Rendite durch weitere Kostensenkungen geht zu Lasten der Mitarbeiter. Der Mensch und seine Gesundheit gehören in den Focus der sozialen Verantwortung des Daimler-LKW-Managements.

Erst wenn die Arbeitsbedingungen als gesund, sicher, gerecht und selbstbestimmt empfunden werden, kann man von Guter Arbeit reden. Die IG Metall Betriebsräte und Vertrauensleute werden zur Erreichung dieses Anspruchs die Themen Leistung, Belastung, Arbeitszeit und Personalbemessung im größten LKW-Werk der Welt auch weiterhin kritisch beobachten und für eine Verbesserung streiten.

mehr zum Thema in der Studie: Zu viel Stress, zu wenig Erholung: Deutsche Arbeitnehmer sind am Limit

13.06.2016 | Daimler VK-Leitung in Klausur

Strategierunde der Daimler-Vertrauenskörperleitung Wörth / Germersheim

Die neu gewählte Daimler VK-Leitung traf sich für eine Woche im Juni in der IGM-Bildungsstätte Beverungen zur Klausur. 32 Kolleginnen und Kollegen aus Wörth und Germersheim beteiligten sich an der Arbeitsplanung. Unterstützt wurden sie von Ralf Köhler, 1. Bevollmächtigter der IG Metall Neustadt.

Nachfolgende Themen wurden bearbeitet: Rollenverständnis, Arbeitsorganisation, interne Kommunikation und Informationspolitik, Zusammenarbeit BR – JAV – SBV – VL. Darüber hinaus ging es um eine Positionsbestimmung: Wofür stehen wir als IG Metall im Betrieb?  

Im Ergebnis wurden verbindliche Vereinbarungen getroffen und konkrete Maßnahmen sowie Termine für regelmäßige Zusammenkünfte verabredet. Aus Sicht der Teilnehmer ist dies eine gute Basis für eine erfolgreiche IG Metall Arbeitnehmervertretung im Betrieb.

01.04.2016 | Haßloch

Automobilzulieferer Dinex will Werk Haßloch schließen

Protest: Die Dinex-Mitarbeiter kämpfen für ihren Standort

Die Dinex-Mitarbeiter kämpfen für ihren Standort. Die Dinex Group, die ihren Hauptsitz in Dänemark hat, beabsichtigt, das Haßlocher Werk in den nächsten vier bis sechs Monaten zu schließen. Begründet wird die geplante Schließung mit einer Umstrukturierung des weltweit tätigen Konzerns zur Stärkung seiner Wettbewerbsfähigkeit. Das Werk in Haßloch soll geschlossen werden, weil es derzeit als kleinster Produktionsstandort in Europa nicht mehr in die zukünftige Konzernstruktur passe.

15.02.2016 | Tarifkonflikt Holz- und Kunststoffindustrie

Warnstreik bei Nolte Möbel in Germersheim

Bild zum Thema 2016_Warnstreik Nolte Möbel

Die Beschäftigten des Unternehmens Nolte Möbel GmbH & Co. KG waren für den 15.02.2016 um 13:00 Uhr zu einem einstündigen Warnstreik aufgerufen.
Hintergrund des Warnstreiks ist die Forderung der IG Metall Löhne und Gehälter in der rheinland-pfälzischen Holz- und Kunststoffindustrie ab dem 1. Januar 2016 um 5 % für 12 Monate zu erhöhen. Die Ausbildungsvergütungen sollen um 65 € angehoben werden. Zum Forderungspaket gehört der Abschluss eines Altersteilzeittarifvertrages für die Branche.

Eine erste Verhandlung Ende Januar 2016 zwischen der IG Metall und dem Verband der Holz-/Kunststoffindustrie brachte in Rheinland-Pfalz keine Annäherung.
Seit Anfang Februar legten bundesweit mehrere tausend Beschäftigte der Branche kurzzeitig die Arbeit nieder.
In der zweiten Verhandlungsrunde boten die Arbeitgeber in Baden-Württemberg, bei einer Laufzeit von 28 Monaten, 1,2 % ab dem 01.06.2016 und 1,4 % ab dem 01.06.2017 Lohn- und Gehaltserhöhungen an und signalisierten Verhandlungsbereitschaft zum Thema Demografie.
Von der Tariferhöhung wären in Germersheim rund 440 Beschäftigte betroffen.
Der Warnstreik fand vor dem Werkstor statt.

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