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Plant Faurecia den Kahlschlag in Wörth? |
Bei Faurecia in Wörth werden nur noch drei Produkte gefertigt, deren Auslaufzeitpunkt heute schon fest steht. Am 26. Oktober 2009 wurden der Betriebsrat und kurz danach Werner Dietrich, 1. Bevollmächtigter der Verwaltungssstelle Neustadt, darüber informiert, dass die CLC-Fertigung für Daimler verlagert werden soll, betroffen wären 41 Personen. Begründung: Umsatzrückgang und zu hohe Nebenkosten in Wörth. Die Verlagerung soll laut Werkleitung die Verluste am Standort Wörth reduzieren (etwa 30 Millionen Euro Verlust in den Jahren 2010 bis 2012). Werner Dietrich fühlt sich über den Tisch gezogen: "Wenn die Werkleitung sich im Januar 2009 vor die Mannschaft stellt und sagt, die Arbeitsplätze sollen bis zum Auslauf der Produkte erhalten bleiben, dann bin ich über den Plan der Verlagerung der CLC-Fertigung nicht nur überrascht, sondern fühle mich getäuscht." Sogar während der Aufsichtsratssitzung davor am 25. September 2009 wurde von dem Vorstand ein klares Nein ausgesprochen. "So geht man mit den Menschen nicht um. Man muss sich anschließend nicht wundern, wenn die Motivation bei den Beschäftigten in Wörth am Nullpunkt angelangt ist", beschreibt Werner Dietrich die Situation. Das Vorgehen der Untenehmensleitung und des Konzerns legt die Befürchtung nahe, dass hier versucht wird, den Standort scheibchenweise abzuwickeln. Betriebsrat und IG Metall fordern den Erhalt aller derzeit vorhandenen Arbeitsplätze in Wörth und die Rücknahnme der Verlagerungspläne. Sämtliche Überstundenanträge der vergangenen Wochen wurden von dem Betriebsrat abgelehnt. Die Werkleitung wünscht diese Überstunden auf freiwilliger Basis, findet nur unter den Beschäftigten niemanden, der am Samstag in den Betrieb kommt. Betriebsrat und IG Metall haben dem Unternehmen gegenüber einen Sozialtarifvertrag gefordert: Keine betriebsbedingten Kündigungen bis November 2012, bei krisenbedingten Beschäftigungsproblemen Angebote von Alternativarbeitsplätzen in Hagenbach (Entwicklung), Erarbeitung eines Konzepts zum Erhalt und möglichem Aufbau weiterer Arbeitsplätze an einem alternativen Standort in der Südpfalz. Was daraus wird, werden die Verhandlungen zeigen. Wir berichten weiter. |
2010-01-04 | Sc |
DRUCKAUSGABE
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