Gießen. Die Übernahme der Auszubildenden in den Betrieben der Metall- und Elektroindustrie in den Bundesländern Hessen, Rheinland-Pfalz, dem Saarland und Thüringen stand im Mittelpunkt der ersten Jugendtarifkommissionsitzung des IG Metall Bezirks Frankfurt am 4. Februar in Gießen. 70 Delegierte berichteten von der betrieblichen Situation in den Bundesländern und informierten sich über den Stand der Sondierungsgespräche mit den Arbeitgeberverbänden.
„Wenn Betriebe Probleme haben, junge Menschen zu übernehmen, müssen die Tarifvertragsparteien hinzugezogen werden, die sich verpflichten, eine Lösung zu finden", sagte Bezirksleiter Armin Schild. „Wir müssen ein Signal setzen, damit die Metall- und Elektroindustrie in wenigen Jahren über ausreichend und gut ausgebildetes Fachpersonal verfügt. Es ist vollkommen unverständlich, dass die Arbeitgeber im Bezirk in den Sondierungsgesprächen dazu keinerlei Gesprächsbereitschaft gezeigt haben."
„Ich finde es super, dass wir hier im Bezirk Frankfurt die Chance bekommen, unsere Anliegen als Jugendliche selbst darstellen zu können und aktiv Tarifpolitik mit zu gestalten. Bei uns wird nicht nur über, sondern mit Jugendlichen geredet", so Sebastian Ott, Jugend- und Auszubildendenvertreter bei Bombardier Transportation GmbH, Verwaltungsstelle Nordhessen.
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