In den Sondierungsgesprächen, die zuvor in der Mittelgruppe geführt wurden, sind bislang keine Ergebnisse zur Beschäftigungssicherung in den Betrieben des IG Metall Bezirks Frankfurt erzielt worden. „Statt über innovative Lösungen zur Beschäftigungssicherung und Übernahme von Auszubildenden zu reden, haben die Arbeitgeber eine unverantwortliche Arbeitsverweigerung an den Tag gelegt", sagte Bezirksleiter Armin Schild. "Wir brauchen regionale Lösungen und zwar schnell." Da die Arbeitgeberverbände der Mittelgruppe und Thüringens jedoch eine Blockadehaltung einnähmen, sprachen sich die Tarifkommissionen der vier Bundesländer mehrheitlich dafür aus, Lösungsversuche in anderen Tarifgebieten zu unterstützen, falls diese konstruktive Ergebnisse ermöglichten.
Die IG Metall will neben der umfassenden Anwendung der Kurzarbeit in allen Betrieben weitere Instrumente der Beschäftigungssicherung. Diese sehen eine faire Verteilung der Arbeitszeit vor und die Übernahmegarantie für alle Auszubildenden im Ausbildungsbetrieb in 2010. Sollten dabei Betriebe vor Schwierigkeiten stehen, hat die IG Metall im Bezirk Frankfurt ein Kaskadenmodell entwickelt. So könne garantiert werden, dass auslernende Auszubildende in jedem Fall übernommen werden und damit zukünftiger Fachkräftebedarf der Branche gesichert wäre.
"Wir wollen alle an Bord halten. Mit vernünftigen Regelungen und einer fairen Verteilung von Arbeitszeit gibt es eine echte Chance, die Krise zu überwinden", so der Bezirksleiter. Schild legte Wert auf die Feststellung, dass die für 2010 zu erwartenden Beschäftigungsprobleme durch Tarifpolitik alleine nicht zu bewältigen seien. Deshalb seien auch die Politik, beispielsweise mit der Finanzierung des Teillohnausgleiches, und die Banken durch verantwortungsvolle Kreditvergabepraxis in der Verantwortung. |