Schwerbehinderte Menschen machen etwa acht Prozent der Bevölkerung aus. Eine Behinderung kann jederzeit jeden treffen. Nur ein Teil der Betroffenen sind schon von Geburt an behindert.
Vorurteile bremsen oft die Bereitschaft der Arbeitgeber, Behinderte einzustellen. Doch die Einstellung lohnt sich. Dazu müssen aber erst ein paar Vorurteile abgebaut werden. Die Vorurteile sind ausgeprägt: Schwerbehinderte hätten am Arbeitsplatz größere Fehlzeiten, sie seien weniger belastbar, ihre Arbeitsleistung sei geringer, man werde sie nicht wieder los.
Tatsache ist und die Praxis zeigt, dass Menschen mit Behinderung meist sehr gut ausgebildet, hoch motiviert und äußerst zuverlässig sind. In Anbetracht des demografischen Wandels und des sich immer stärker abzeichnenden Facharbeitermangels kann es sich die Gesellschaft nicht länger leisten, auf diese wertvollen Arbeitskräfte zu verzichten.
Im Bezirk Frankfurt bilden die Vorsitzenden der örtlichen Arbeitskreise der Verwaltungsstellen den bezirklichen Arbeitskreis für Schwerbehindertenfragen. Sprecher des bezirklichen Arbeitskreises ist Franz Achim Kollmann aus Bingen, koordiniert wird er durch Karl-Werner Kühn von der Bezirksleitung. Der Arbeitskreis trifft sich zweimal im Jahr.
Aufgrund der ständig zunehmenden Gesundheitsgefährdung und sich ausweitender Chronifizierung von Krankheiten arbeitet der Arbeitskreis sehr eng mit dem bezirklichen Arbeitskreis Arbeits- und Gesundheitsschutz zusammen. Die wichtigsten Themen sind: Prävention, Schutz der Gesundheit (nach WHO Definition) Beschäftigung und gleiche Chancen für Menschen mit Behinderung - Eingliederungsmanagement - Barrierefreiheit