Vertrauensleute-Konferenz in Sprockhövel
Deutlich sichtbar und hörbar waren die Delegierten aus dem Bezirk Frankfurt bei der Vertrauensleutekonferenz vom 9. bis 11. Oktober 2008 in Sprockhövel: Dies gilt für die Diskussionen im Plenum genauso wie für die Beteiligung an den elf Foren zu Schwerpunkten wie z.B. Leiharbeit, Lebensperspektiven der jungen Generation, „Besser statt billiger“, „Gute Arbeit“ oder Widerstand gegen Rechts im Betrieb.
 Ein besonderes Anliegen war dabei die Fortsetzung des Kampfes gegen die Rente mit 67 – insbesondere auch im Bundestagswahljahr 2009.
 An einem Informationsstand wurde zwei aktuelle Arbeitshilfen vorgestellt: der Vertrauensleute-Ordner des Bezirks und die „Pfälzer Fibel“ (ein Planer für die Vertrauensleutearbeit 2008-2011).
Die Vertrauensleute - informieren über betriebliche und politische Zusammenhänge,
- sind Ansprechpartnerinnen und Ansprechpartner für die Mitglieder und Beschäftigten im Betrieb,
- werben und betreuen Mitglieder im Betrieb,
- arbeiten eng mit dem Betriebsrat und der örtlichen IG Metall zusammen,
- mobilisieren in Tarifbewegungen, im Fall betriebsbezogener Konflikte und bei für die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer wichtigen politischen Angelegenheiten,
- tauschen sich auf örtlicher Ebene mit den Vertrauensleuten und Betriebsräten anderer Betriebe aus und koordinieren die gemeinsame Arbeit.
Bezirklicher Vertrauensleute-Ausschuss
Der bezirkliche Vertrauensleute-Ausschuß trifft sich einmal pro Quartal. Die Schwerpunkte der Vertrauensleutekonferenz finden sich auch in der Planung des Ausschusses wieder.
Weit oben auf der Prioritätenliste stehen: - Mitgliedergewinnung und -beteiligung,
- die Gewinnung neuer, jüngerer Kolleginnen und Kollegen für die Interessenvertretungsarbeit,
- der Erhalt oder die Durchsetzung der Tarifbindung und die betriebliche Durchsetzung der Tarifnormen,
- die Begrenzung der Arbeitsbelastungen unter dem Motto „Gute Arbeit“.
Dabei liegt ein besonderes Augenmerk auf Bildungs- und Qualifizierungsmöglichkeiten für Vertrauensleute. Der Vertrauensleuteausschuss im Bezirk tagt drei bis viermal jährlich. Alle 27 Verwaltungsstellen des Bezirks haben das Recht, Vertreterinnen und Vertreter zu entsenden. Aufgaben des bezirklichen Vertrauensleuteausschusses sind u.a. - der Austausch von Erfahrungen zu betriebspolitischen Themen,
- die Beratung von Konzepten zur Mitgliederwerbung,
- die Eigenqualifizierung,
- die Positionsbestimmung zu gewerkschaftspolitischen Themen sowie
- die Beratung der Bezirksleitung,
- die Verabredung gemeinsamer Aktivitäten zu politischen Schwerpunkten.
Alle vier Jahr werden Vertrauensleute gewählt. Die letzte Wahl fand im Jahr 2008 statt. Wahlen sind in einzelnen Betrieben bei Bedarf jederzeit möglich. Ebenfalls alle vier Jahre findet eine bezirkliche Vertrauensleutekonferenz statt. Die letzte war am 7. und 8. November 2006 in Marburg. Alle ein bis zwei Jahre führt der Bezirk ein „Forum Betriebspolitk“ zu jeweils aktuellen Themen durch. Zur Unterstützung der Vertrauensleutearbeit in den Betrieben hat die Bezirksleitung einen Arbeitsordner herausgegeben, der über die Verwaltungsstelle bestellt werden kann. Informationen über die „Pfälzer Fibel“ gibt es in der Verwaltungsstelle Kaiserslautern.
Materialien zur Vertrauensleute-Arbeit:
Checkliste zur Vertrauensleute-Arbeit
Arbeitsordner für Vertrauensleute
Diskussionspapier zu abweichenden Regelungen
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