Sozialpolitik
Demonstration und Kundgebung des VDK am 11. Juni in Neustadt
Am 11. Juni 2011 demonstrierte der VDK gegen die derzeitige Sozialpolitik und deren Auswirkungen. Mit dabei: Vertreterinnen und Vertreter der IG Metall Neustadt und Ludwigshafen/Frankenthal, des DGB, der IG Metall Bezirksleitung und einer Delegation der zu der Zeit noch im Streik befindlichen Kolleginnen und Kollegen von KBA in Frankenthal.
Kein Thema wurde ausgelassen: Rente mit 67, Gesundheitspolitik, Arbeitsmarktpolitik und Hartz IV - die Redner des VDK zeigten auf, dass die unsoziale Politik Verteilungspolitik zu Lasten der Schwächeren ist und machten auch deutlich, dass dies Auswirkungen auf Tarifeinkommen von Beschäftigten hat. Die vorgetragenen Positionen und Forderungen deckten sich weitgehend mit denen der IG Metall.
4. Jahrestag der Rente mit 67
Ältere haben kaum eine Chance - Kritik an der Rente 67
Am 09. März 2007 wurde im Deutschen Bundestag die Rente mit 67 beschlossen. Aus diesem Anlass hat die IG Metall im Bezirk Frankfurt die Einstellungspraxis der Metall- und Elektrounternehmen überprüft.
Die Betriebe der Metall- und Elektroindustrie in Hessen stellen kaum Menschen ein, die älter als 50 Jahre sind. Das ergab eine Umfrage der IG Metall im Bezirk Frankfurt (zuständig für Hessen, Rheinland-Pfalz, das Saarland und Thüringen), an der 350 Betriebe mit über 160.000 Beschäftigten teilgenommen haben.
In Hessen beteiligten sich 144 Betriebe mit etwa 62.000 Beschäftigten, in Rheinland-Pfalz 100 Betriebe mit etwa 50.000 Beschäftigten und in Thüringen 62 Betriebe mit etwa 20.000 Beschäftigten.
Demnach zeichnet sich an düsteres Bild, was die Beschäftigungschancen Älterer angeht: In den Betrieben des Bezirks sind 13 Prozent aller Beschäftigten zwischen 50 und 60 Jahre. Nur 2,7 Prozent sind über 60 Jahre. Damit liegt die Quote der sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung Älterer in der Metall- und Elektroindustrie deutlich unter der Quote anderer Branchen. Auch bei den Neueinstellungen bleiben ältere Beschäftigte außen vor: Im Bezirk waren nur 6,6 Prozent aller neu sozialversicherungspflichtig Eingestellten älter als 50 Jahre.
Armin Schild nimmt Stellung
Vorwurf "Amokfahrt" überschreitet Grenzen
Die Vereinigung der hessischen Unternehmerverbände (VhU) hat am 24. Februar 2011 das Engagement der IG Metall für eine faire Bezahlung von Leiharbeit mit einer "Amokfahrt" verglichen. Gegen diesen Vergleich wehrt sich Bezirksleiter Armin Schild in einem offenen Brief an Volker Fasbender, Hauptgeschäftsführer der Vereinigung.
Bezirksleiter Schild darin wörtlich:
"Es spricht nichts dagegen, dass Arbeitgeberverbände in der öffentlichen Auseinandersetzung zuspitzen und rhetorische Analogien zur Verdeutlichung ihres Anliegens verwenden. Mit Ihrer öffentlich geäußerten Unterstellung, die IG Metall vollziehe eine „Amokfahrt gegen die Zeitarbeit" überschreiten Sie jedoch deutlich die Grenze dessen, was unkommentiert bleiben darf."
Diskussionsveranstaltung am 17. März im DGB-Haus
„Fair statt prekär. Gerechte Löhne statt Leiharbeit“

Podiumsdiskussion mit einführenden Statements von:
• Thorsten Schäfer-Gümbel, SPD-Landes- und -Fraktionsvorsitzender
• Stefan Körzell, DGB-Bezirksvorsitzender Hessen-Thüringen
• Isaf Gün, IG-Metall-Vorstand, Ressort: Frauen und Gleichstellung
• Armin Schild, IG-Metall Bezirksleiter Frankfurt
Moderation: Petra Fuhrmann, MdL, SPD.
Die Möglichkeit für Fragen und Beiträge aus dem Publikum ist gegeben.
Die Themen der einführenden Statements und alle weitere Informationen, auch zur erbetenen Anmeldung, stehen in der Einladung.
Zeit und Ort der Veranstaltung:
17. März 2011
17:00 bis 19:00 Uhr
DGB-Haus Frankfurt am Main
Wilhelm-Leuschner-Str. 69-77
Bezirkliche Aktionen am 24. Februar
Schild: Schwarz-Gelb macht Klientelpolitik für Leiharbeits-Lobby

IG Metall Bezirksleiter Armin Schild hat am Montag in Frankfurt den Kompromiss zur Hartz IV-Reform kritisiert: „Die schwarz-gelbe Blockadehaltung zu einer Neuregelung des Grundsatzes gleicher Lohn für gleiche Arbeit ist ein Skandal. Nach den uns vorliegenden Informationen hat der rheinland-pfälzische Ministerpräsident Kurt Beck mehrere Vorschläge in das Verfahren eingebracht, die es CDU und FDP ermöglicht hätten, einen Kompromissweg zu finden.“ Offensichtlich wollten die schwarz-gelben Regierungen in Bund und Land dauerhaft die Verwüstung des Arbeitsmarktes festschreiben. Ihr Ziel sei eine zweite abgesenkte Lohnlinie in den Betrieben.
Arbeitsbelastungen und Überstunden nehmen zu
Gute Arbeit als Krisenopfer

Nach der Krise wächst in vielen Betrieben der Arbeits-und Leistungsdruck: Die Arbeitgeber stellen trotz des Aufschwungs keine neuen Leute fest ein. Leiharbeit und Überstunden nehmen zu. Die Folge: Die Zahl psychischer
und psychosomatischer Erkrankungen nimmt zu. In einigen Betrieben des Bezirks liegt der Krankenstand bei über 25%.
Hans-Jürgen Urban, geschäftsführendes Vorstandsmitglied bei der IG Metall sieht steigende Arbeitsbelastung und Überstunden als eine Krisenfolge. Viele Arbeitgeber verweigern eine Mitarbeit an einer Initiative der Humanisierung der Arbeit. Viele wollen keine gute Arbeit für ihre Belegschaften. Weitere Informationen zu diesem Thema unter www.denk-doch-mal.de
Allianz für den freien Sonntag in Hessen und Rheinland-Pfalz gegründet
Der verlorene Kampf um die Zeit - ein Rückblick
Erinnern Sie sich noch an die IG Metall-Kampagne "Samstags gehört Vati mir"? Zug um Zug wurde die Wochenarbeitszeit verkürzt. 1982 forderte die IG Metall die 35-Stunden-Woche. Und jetzt? Jetzt beträgt die reale Wochenarbeitszeit für männliche Arbeitnehmer 42,7 Stunden, wieder genauso viel wie zu Beginn des Kampfes um die 35 Wochenstunden.
Wirtschaft politisch-ökonomisch gestalten
Der Ökonom Rudolf Hickel fordert 2011 einen Kurswechsel
Für den Ökonom Rudolf Hickel stehen 2011 zwei Forderungen an erster Stelle: die Einführung von gesetzlichen Mindestlöhnen sowie eine expansive Lohnpolitik, die auch zu einer effektiven Steigerung der Erwerbseinkommen führen muss. Auch im Staatshaushalt ist in 2011 ein Kurswechsel erforderlich. Die Bundesregierung sollte anstatt die Konjunktur zu belasten und die öffentliche Armut zu steigern ein mittelfristig ausgerichtetes Zukunftsinvestitionsprogramm auflegen. Diese Stärkung der Aufschwungkräfte würde durch eine Verbesserung der öffentlichen Infrastruktur im Bildungs-, Energie- und Verkehrsbereich fundiert.
Informationen zu sozialpolitischen Themen
Wissenswertes unter Denk-doch-mal.de
Demografische Entwicklung, Fachkräftemangel, Rente mit 67 Belastungen am Arbeitsplatz. Wer interessante und informative Beiträge zu diesen Themen und mehr sucht, wird sicherlich unter www.denk-doch-mal.de fündig
DGB-Index "Gute Arbeit" 2010
Ein Drittel der Deutschen sind mit ihrem Job unzufrieden

In der jährlichen DGB-Befragung zum Index "Gute Arbeit" wird deutlich, dass nur 15 Prozent der Beschäftigten in Deutschland mit ihrem Job zufrieden sind. Ein Drittel benotet ihren Arbeitsplatz mit "mangelhaft», 52 Prozent halten ihre Arbeitsbedingungen für mittelmäßig. Der DGB und die IG Metall kritisieren die Zunahme von prekärer Arbeit und Leiharbeit.
Rente mit 67
IG Metall hält an Forderung nach Aussetzen der Rente mit 67 fest

Die IG Metall hat ihre Forderung nach Aussetzung der Rente mit 67 bekräftigt und stattdessen ein Konzept für einen flexiblen Übergang in die Rente gefordert. "Die Rente mit 67 ist und bleibt eine Sackgasse und für einen guten Teil der Beschäftigten unerreichbar", sagte Berthold Huber.
Rente mit 67
Verschlechterung der Beschäftigungschancen für Ältere
Hans-Jürgen Urban, Sozialexperte der IG Metall, hat vor einer weiteren Verschlechterung der Lage älterer Arbeitnehmer gewarnt. "In den Betrieben der Metall- und Elektroindustrie sinken die Beschäftigungschancen für ältere Arbeitnehmer beträchtlich. Vor acht Jahren gab es noch in 24 Prozent aller Metallbetriebe Fördermaßnahmen für Ältere, heute sind es nur noch 20 Prozent", sagte Urban am Dienstag in Frankfurt.
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Gesundheitsreform
Ausstieg aus der paritätischen Finanzierung

Am 12. November 2010 hat der Bundestag in 2./3. Lesung den nicht zustimmungspflichtigen Gesetzentwurf der Bundesregierung „zur nachhaltigen und sozial ausgewogenen Finanzierung der Gesetzlichen Krankenversicherung (GKV-Finanzierungsgesetz - GKV-FinG)“ beschlossen. Damit wird der Beitrag zur GKV ab dem 1. Januar 2011von 14,9 auf 15,5 Prozent steigen. Die Arbeitgeber werden durch das Einfrieren ihres Anteils bei 7,3 Prozent entlastet. Die gesetzlichen Krankenkassen können künftig Zusatzbeiträge in unbegrenzter Höhe von ihren Versicherten verlangen. Übersteigt der durchschnittliche Zusatzbeitrag zwei Prozent des Ein-kommens eines Versicherten, dann soll der geplante Sozialausgleich für Geringverdiener greifen.
Hintergrund: Rente mit 67
Eine Kürzung der Renten und Förderung der Altersarmut
Die Rente mit 67 ist in aller Munde: Parteien und Verbände streiten über das Für und Wider. Die Bundesregierung überprüft derzeit, ob die Anhebung des Renteneintrittsalters angesichts der Arbeitsmarktentwicklung sowie der wirtschaftlichen und sozialen Situation älterer Arbeitnehmer vertretbar ist. Die Ergebnisse sollen im Herbst veröffentlicht werden. Hier finden Sie Fakten und Hintergründe sowie mögliche Alternativen zur Rente mit 67.
Studie räumt mit Vorurteilen auf:
Hartz IV ist "nur selten ein Ruhekissen"
In der öffentlichen Diskussion wird die Arbeitswilligkeit von Langzeitarbeitslosen immer wieder in Frage gestellt. Das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) hat nun in einer Befragung von Hartz IV-Empfängern die Arbeitsbereitschaft untersucht. Das Ergebnis lautet: Hartz IV ist "nur selten ein Ruhekissen", die Arbeitsbereitschaft von Hartz IV-Empfängern ist insgesamt hoch, nur bei einer kleinen Minderheit gibt es Hinweise auf eine fehlende Arbeitsmotivation.
IG Metall stellt ihre Forderungen an die Politik
Zehntausende kamen nach Frankfurt
Frankfurt. Tausende Kolleginnen und Kollegen waren am 5. September 2009 aus dem IG Metall Bezirk Frankfurt in die Bankenmetropole gekommen - aus Hessen, Rheinland-Pfalz, dem Saarland und aus Thüringen. Zehntausende aus ganz Deutschland formulierten auf vielen Plätzen in der Stadt und in der Arena kurz vor der Bundestagswahl ihre Forderungen an die Politik. Allen voran die Jugend mit der "Operation Übernahme".
Die IG Metall macht für sichere Arbeitsplätze und für die Zukunft der Jugend mobil. Und das ist auch notwendig. Denn: "Viele Unternehmer entlassen erst nach der Bundestagswahl und handeln dabei politisch motiviert", ist sich Bezirksleiter Armin Schild sicher. Gerade die Landtagswahlen in Thüringen und im Saarland hätten aber gezeigt, dass die Menschen soziale Gerechtigkeit wollen und keine Fortsetzung des bisherigen neoliberalen Kurses. Armin Schild: "Damit ist auch klar: Schwarz-Gelb darf keine Mehrheit bekommen. Wir wollen nicht die Zeche zahlen für die größte Finanzkrise seit 1929." Der 5. September 2009 in Frankfurt war beeindruckend: Es war die größte Veranstaltung vor der Bundestagswahl. Hier kamen Metallerinnen und Metaller mit einer klaren Botschaft zu Wort: "Macht endlich Politik für die Menschen!"
Metallerinnen und Metaller befragen KandidatInnen zur Bundestagswahl
Diskussion auf dem Hambacher Schloss mit Vertrauensleuten und Betriebsräten der IG Metall Neustadt und Ludwigshafen/Frankenthal am 9. Juli 2009 - aber ohne CDU und FDP. Sie folgten der Einladung nicht.
Im künftigen Bundestag ...
... könnten die insgesamt fünf anwesenden Kandidatinnen und Kandidaten der SPD, der Linken und der Grünen nach der Wahl sitzen, arbeiten und entscheiden. Metallerinnen und Metaller fühlten ihnen schon mal auf den Zahn, wie sie sich eine Politik für die Menschen vorstellen. Kein brisantes Thema aus dem Pfälzer Aufruf der IG Metall wurde ausgespart. Die Positionen der IG Metall formulierte Bezirksleiter Armin Schild mit Werner Dietrich und Günter Hoetzl.







