Missbrauch der Leiharbeit muss eingedämmt werden
IG Metall fordert IHK zum öffentlichen Dialog auf
Frankfurt/Erfurt. Die IG Metall begrüßt die Neuordnung der Wirtschaftsförderung in Thüringen. Denn der Freistaat hat die höchste Leiharbeitsquote in Deutschland und die bisherige Wirtschaftsförderung ohne arbeitsmarktpolitische Konditionierung hatte keinen positiven Beschäftigungseffekt. „Es ist richtig, wenn die Landesregierung die zukünftige Rolle der Leiharbeit für und in Thüringen einschränken will“, sagte Armin Schild, IG Metall-Bezirksleiter (zuständig für Hessen, Rheinland-Pfalz, das Saarland und Thüringen). „Die IG Metall verteufelt die Leiharbeit keineswegs pauschal, aber wir sind der Meinung, dass sie auf ihre Rolle als Flexibilitätsinstrument zurückgeführt werden muss und für Leiharbeitnehmer Prinzip „gleicher Lohn für gleiche Arbeit“ gelten muss“, stellt Schild fest.
Neuer Arbeitsdirektor der Dillinger Hütte AG und Saarstahl AG
IG Metall begrüßt die Bestellung von Peter Schweda
Frankfurt/Völklingen. Die IG Metall begrüßt die Bestellung von Peter Schweda zum neuen Arbeitsdirektor der Dillinger Hütte AG sowie der Saarstahl AG.
Der IG Metall Bezirksleiter und stellvertretende Aufsichtsratsvorsitzende, Armin Schild, erklärte: "Peter Schweda ist ein Gewinn für die saarländische Stahlindustrie. Er wird an entscheidender Stelle entscheidende Beiträge dazu liefern, das saarländische „Erfolgmodell Mitbestimmung“ fortzuschreiben."
Robert Hiry, Erster Bevollmächtigter der IG Metall Verwaltungsstelle Völklingen stellte fest: "Der neue Arbeitsdirektor ist ein erfahrener und erfolgreicher Personalvorstand. Er hat schon vielfach bewiesen hat, dass er es versteht, die Interessen der Unternehmen mit denen der Menschen zu vereinbaren."
Bezirkliche Aktionen am 24. Februar
Schild: Schwarz-Gelb macht Klientelpolitik für Leiharbeits-Lobby
Frankfurt. IG Metall Bezirksleiter Armin Schild hat am Montag in Frankfurt den Kompromiss zur Hartz IV-Reform kritisiert: „Die schwarz-gelbe Blockadehaltung zu einer Neuregelung des Grundsatzes gleicher Lohn für gleiche Arbeit ist ein Skandal. Nach den uns vorliegenden Informationen hat der rheinland-pfälzische Ministerpräsident Kurt Beck mehrere Vorschläge in das Verfahren eingebracht, die es CDU und FDP ermöglicht hätten, einen Kompromissweg zu finden.“
Offensichtlich wollten die schwarz-gelben Regierungen in Bund und Land dauerhaft die Verwüstung des Arbeitsmarktes festschreiben. Ihr Ziel sei eine zweite abgesenkte Lohnlinie in den Betrieben. „Was schon beim Abschluss der DGB-Zeitarbeitstarifverträge 2003 klar war und nie eingelöst wurde, soll jetzt fortgeschrieben werden“, so Schild. Das Ausfüllen der Tarifautonomie im Bereich der Leiharbeit bedürfe eines gesetzlich verankerten equal pay-Grundsatzes. „Schwarz-Gelb ignoriert den Missbrauch der Leiharbeit und macht Klientelpolitik für die Leiharbeits-Lobby - und zwar für Verleiher genauso wie für Entleiher“, betonte der Gewerkschafter.
Vor diesem Hintergrund wird es am 24. Februar Aktionen in mehr als 250 Betrieben in Hessen, Rheinland-Pfalz, dem Saarland und Thüringen geben. Der bundesweite betriebliche Aktionstag steht unter dem Motto „Arbeit – sicher und fair!“. Die IG Metall will damit ein deutliches Zeichen an Politik und Arbeitgeber senden und fordert sie zum Umdenken auf.
Regionale Schwerpunkte der Aktionen im Bezirk
Hessen:
• VS Nordhessen, Aktionen bei Daimler, Bombardier, RLS, VW Aggregate, Autovission, Alstom Grid, Bode, Rheinmetall-Rad Kontakt: Oliver Dietzel
• VS Darmstadt, Aktionen u.a. bei Opel Rüsselsheim, HAC Gustavsburg, Kontakt: Armin Groß
• VS Wiesbaden-Limburg, Aktionen u.a. Federal Mogul Kontakt: Michael Erhardt
• VS Hanau, Aktionen u.a. bei ABB, Kontakt: Robert Weissenbrunner
Rheinland-Pfalz:
• VS Ludwigshafen/Frankenthal, Aktionen bei PFW, Bopp&Reuther, Tyco, Mann+Hummel, Staehle, Vögele Kontakt: Günter Hötzl
• VK Koblenz; Pressekonferenz mit Bezirksleiter Armin Schild Kontakt: Reiner Göbel
• VS Bad Kreuznach, Aktionen bei KHS, Pall, Delphi, Decoma Kontakt: Edgar Brakhuis
• VS Neustadt, Aktionen u. a. bei Harman/Becker Kontakt: Werner Dietrich
Saarland:
• VS Völklingen, Betriebsräte und Vertrauensleute-Empfang „Poltiik fördert Leiharbeit, Befristungen und Werkverträge“; Diskussion u. a. mit Heiko Maas, Prof Heinz Bierbaum, Klaus Dörre, Stadthalle Dillingen Kontakt: Robert Hiry
Thüringen:
• VS Gera, Jena-Saalfeld, Aktionen u. a. bei Samag, Voest Alpine, Weru, Doctor, Triptis, Sedlmayer Kontakt: Wolfgang Lemb
Über weitere Aktionen informieren die Verwaltungstellen im Bezirk Frankfurt. Unter www.igmetall-bezirk-frankfurt finden Sie die entsprechenden Ansprechpartner.
IG Metall-Umfrage
Schild: Arbeitgeber bauen reguläre Beschäftigung ab und Unsicherheit in den Betrieben auf
Frankfurt. Die IG Metall fordert faire und sichere Arbeitsverhältnisse und kritisiert die Zunahme von Leiharbeit, Werkverträgen und befristeten Einstellungen. Der Aufschwung geht an vielen Beschäftigten vorbei. Ein Skandal, den die Beschäftigten nicht länger hinnehmen würden, sagte IG Metall-Bezirksleiter Armin Schild. „Die Arbeitgeber nutzen den Aufschwung zur Ausweitung prekärer Beschäftigung und die Regierungskoalition blockiert gesetzliche Regelungen, die den Missbrauch von Leiharbeit und Befristungen verhindert.“ Einerseits beklagten die Arbeitgeber den Fachkräftemangel, aber schickten jungen Menschen in unsichere Arbeitsverhältnisse. In einer Befragung der IG Metall in den Betrieben in Hessen, Rheinland-Pfalz, dem Saarland und Thüringen wurde ermittelt, dass prekäre Beschäftigung in den Betrieben weiterhin zunimmt. In 2/3 der Betriebe findet Leiharbeit statt, In fast jeden fünften Betrieb wird Leiharbeit sogar ausgebaut. Demnach werden in 53 Prozent der Betriebe ausgebildete Menschen nur befristet übernommen. Fünf Prozent der Betriebe übernehmen ihre Auszubildenden nicht. Die einzelnen Ergebnisse: In fast 2/3 der Betriebe (64 Prozent) stellen Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer nur befristet ein. In 36 Prozent der Betriebe werden Beschäftigte über Werkverträge eingesetzt. Die Leiharbeit hat in den letzen drei Monaten in 18 Prozent der Betriebe des IG Metall-Bezirks zugenommen. „Wir werden bei einem bundesweiten Aktionstag am 24. Februar auf die Mitßstände und de Deformationen am Arbeitmarkt, wie sie derzeit stattfinden, aufmerksam machen“, sagte Bezirksleiter Schild. „Die Beschäftigten werden ihr Versammlungs- und Demonstrationsrecht nutzen, um gegen die skandalösen Zustände ein Zeichen zu setzen.“
Tarifgebiet Hessen/Rheinland-Pfalz
Beschäftigte im Elektrohandwerk erhalten mehr Geld
Frankfurt. Die IG Metall hat für die rund 50.000 Beschäftigten in den rund 10.000 Betrieben im Elektrohandwerk Hessen und Rheinland-Pfalz ein Tarifergebnis erzielt, dass eine Entgelterhöhung ab 1. März 2011 um drei Prozent und ab 1. Juni 2012 um weitere 2,1 Prozent vorsieht. Die Ausbildungsvergütungen steigen im Tarifgebiet Hessen um 20 Euro und im Tarifgebiet Rheinland-Pfalz um 30 Euro. Der zuständige Tarifsekretär Josef Windpassinger erklärte: "Wir haben für die Beschäftigten im Elektrohandwerk ein gutes Ergebnis erzielt. Der Abschluß berücksichtigt die gute wirtschaftliche Entwicklung in dieser Branche und honoriert die Leistungen der Belegschaften.“ Der Vertrag ist erstmalig zum 28. Februar 2013 kündbar.
Neuer Vorstandsvorsitzender der Dillinger Hütte AG
IG Metall begrüßt Berufung von Dr. Karl-Heinz Blessing
Frankfurt/Dillingen. Die IG Metall begrüßt die Berufung von Dr. Karl-Heinz Blessing, zum Vorstandsvorsitzenden der Dillinger Hütte AG. „Dies ist herausragendes Beispiel für das Erfolgsmodell Mitbestimmung in der saarländischen Stahlindustrie“, sagte IG Metall Bezirksleiter Armin Schild, der auch stellvertretender Aufsichtsratsvorsitzender bei der Dillinger Hütte ist.
Blessing, der bislang als Arbeitsdirektor der Dillinger Hütte und u.a. auch Sprecher der Arbeitsgemeinschaft der Arbeitsdirektoren der IG Metall war, habe die Fähigkeit, Menschen und Interessen zu gemeinsamen Strategien zusammen zu führen.
Schild: „Die Dillinger Hütte steht vor großen Herausforderungen. Dr. Blessing hat das Vertrauen der Belegschaft und der IG Metall, diese Herausforderungen gemeinsam mit dem Aufsichtsrat zu bewältigen.“
Zuspruch bei jungen Leuten und Leiharbeitnehmern
IG Metall Mitgliederentwicklung stabil
Die Mitgliederzahlen im Bezirk Frankurt (zuständig für die Bundesländer Hessen, Rheinland-Pfalz, das Saarland und Thüringen) sind im Jahr 2010 stabil geblieben. Zum Jahresende zählte der Bezirk 310.556 Mitglieder.Die Zahl der neu aufgenommenen Mitglieder beträgt 13.402, das
entspricht einem Zuwachs von 12,8 Prozent gegenüber dem Vorjahr. „Besonders bei den Neuaufnahmen sind wir in den Betrieben sehr erfolgreich gewesen. Mit 12,8 Prozent haben wir die höchste Zuwachsrate seit 2002 erreicht“, sagte Bezirksleiter Armin Schild.
Nach dem BAG Urteil
IG Metall: Leiharbeitnehmer müssen jetzt Stammbelegschaften gleichgestellt werden
Frankfurt. Die IG Metall im Bezirk Frankfurt fordert nach dem Urteil des BAG zur Tarifunfähigkeit des CGZP alle Arbeitgeber in den Entleihfirmen auf, unverzüglich Leiharbeitnehmer und Stammbelegschaft gleichzustellen. IG Metall Bezirksleiter Armin Schild erklärte: „Der Spuk des Tarifdumping im scheinchristlichen Gewand ist vorbei. Wir bestehen auf gleiche Arbeits- und Einkommensbedingungen in den Entleihbetrieben. Darin hat uns das Urteil des BAG eindeutig bestärkt." "Die Bezahlung nach dem BZA und IGZ Tarifvertrag ist für uns nur in entleihfreien Zeiten und in Betrieben oder Branchen ohne Equal Pay Vereinbarung richtig." Grundlage für solche Equal Pay Vereinbarungen sei § 7.1 des Entgelt-Tarifvertrages BZA und § 4 desselben Vertrages bei iGZ. Dort ist ausdrücklich die Möglichkeit eröffnet, dreiseitige Equal Pay Vereinbarungen in den Entleihbetrieben und Branchen abschließen zu können.
Tarifvertrag zur Leiharbeit
Stahl-Beschäftigte an der Saar erhalten 3,6% mehr Geld
Nach 16stündigen Tarifverhandlungen haben sich die IG Metall und der Arbeitgeberverband Saarhütten auf einen Tarifvertrag verständigt. Die rund 14.000 Beschäftigten der saarländischen Stahlindustrie erhalten:
- Für den Monat Dezember eine Einmalzahlung in Höhe von 150 Euro
- von Januar 2011 werden die Entgelte um 3,6 % erhöht.
- die Laufzeit beträgt insgesamt 14 Monate
IG Metall Bezirksleiter und Verhandlungsführer Armin Schild erklärte: „Mit der Entgeltsteigerung ist es gelungen, die Stahlarbeitnehmer an der Saar, bei Edelstahl Buderus in Wetzlar und den Badischen Stahlwerken in Kehl an der positiven wirtschaftlichen Entwicklung der Branche angemessen zu beteiligen.“
Ferner verständigten sich die Verhandlungsparteien auf einen Tarifvertrag über den Einsatz von Leiharbeit. Beide Seiten erklärten übereinstimmend, Stammbelegschaft dürfe nicht durch Leiharbeitnehmer ersetzt werden. Der Einsatz von Leiharbeit werde nur in begründeten Ausnahmefällen stattfinden.
Sitzung der Tarifkommissionen
IG Metall wirft Arbeitgebern schäbiges Verhalten vor
In zwei von drei Betrieben im IG Metall Bezirk Frankfurt (zuständig für die Bundesländer Hessen, Rheinland-Pfalz, das Saarland und Thüringen) haben die IG Metall-Betriebsräte die Geschäftsleitungen aufgefordert, die für April 2011 vorgesehene Tariferhöhung um zwei Monate vorzuziehen, weil die wirtschaftliche Lage deutlich positiv ist. In jedem dritten Betrieb sei dies bereits vereinbart. Das ergab eine Umfrage, die bei der Sitzung der Tarifkommissionen am Donnerstag in Gustavsburg bei Mainz vorgestellt wurde.
Mehr als 20.000 Menschen protestieren im Herbst der falschen Entscheidungen
Mehr als 20.000 Menschen beteiligten sich in dieser Woche bei den regionalen Kundgebungen des IG Metall Bezirks Frankfurt. "Weit mehr Menschen als wir erwarteteten, sind für einen Kurswechsel auf die Straße gegangen. Sie lehnen die Politik der schwarz-gelben Raubbau an unseren Sozialversicherungssystemen ab, wir protestieren gegen die bedrohliche Zunahme von Leiharbeit und verlangen eine Zukunftsperspektiven für die junge Generation und wir fordern, dass die Beschäftigten in den Betrieben, wo wieder die Gewinne sprudeln, über das Vorziehen der Tariferhöhung und Sonderzahlungen daran beteiligt werden“, sagte IG Metall Bezirksleiter Armin Schild am Samstag in Erfurt. Dort fand mit über 6.000 Teilnehmern die zentrale Kundgebung in Ostdeutschland statt.
Vertrauensleute-Konferenz
IG Metall fordert betriebliche Lohnzuschläge
Bad Soden/Ts. IG Metall und Betriebsräte prüfen in den nächsten Wochen, in welchen Betrieben der Metall- und Elektroindustrie im Bezirk Frankfurt, also in Hessen, Rheinland- Pfalz, dem Saarland und in Thüringen, die für 2011 vorgesehene Tariferhöhung in Höhe von 2,7 Prozent von April auf Februar 2011 vorgezogen werden kann. IG Metall- Bezirksleiter Armin Schild forderte am Freitag auf der Vertrauensleute-Konferenz vor 150 Betriebsräten und Vertrauensleuten seiner Gewerkschaft in Bad Soden am Taunus die Unternehmen auf, „dem Beispiel von Bosch und anderen zu folgen und dort, wo die Voraussetzungen gegeben sind, die Tariferhöhung so früh wie möglich, an die Beschäftigten weiterzugeben. Der Tarifabschluss vom Februar 2010 biete ausdrücklich die Option, die anstehende Tariferhöhung in Höhe von 2,7 Prozent um zwei Monate vorzuziehen. "Die Arbeitgeber haben diese Flexibilität immer wieder gefordert, jetzt sind sie am Zug", sagte der Bezirksleiter.




