IG Metall Verwaltungsstellen Kaiserslautern, Ludwigshafen/Frankenthal und Neustadt
Kooperationstermine 2012
17.01.2012, 17:00 Uhr - Kooperations-Referenten-Arbeitskreis-Sitzung in Neustadt
02.03.2012, 9:00 Uhr - Sitzung Kooperationsbeirat in Frankenthal
14.03.2012, 9:00 Uhr - Gemeinsame Ortsvorstandssitzung in Frankenthal
15.06.2012, 9:00 Uhr - Sitzung Kooperationsbeirat in Kaiserslautern
26.09.2012, 17:00 Uhr - Gemeinsame Delegiertenversammlung in Frankenthal
28.09.2012, 9:00 Uhr - Sitzung Kooperationsbeirat in Neustadt
14.12.2012, 9:00 Uhr - Sitzung Kooperationsbeirat in Frankenthal
IG Metall in der Pfalz fordert Flexibilität beim Ausstieg aus dem Berufsleben
Kein Frieden mit der Rente mit 67

Die IG Metall in der Pfalz lehnt die Rente mit 67 weiter ab. Zugleich fordert die Gewerkschaft die Politik auf, Optionen für einen flexiblen Ausstieg aus dem Berufsleben zu entwickeln.
Vertreter der IG Metall Verwaltungsstellen Kaiserslautern, Ludwigshafen/Frankenthal und Neustadt verständigten sich bei einer gemeinsamen Delegiertenversammlung am 15.09.2011 in Lambrecht darauf, den Gewerkschaftsvorstand aufzufordern, die Rücknahme der Rente mit 67 auch in Zukunft öffentlich zu diskutieren.
Für den Gewerkschaftstag, der vom 9. bis 15. Oktober 2011 in Karlsruhe stattfinden wird, liegen mehrere Anträge vor, die die Abschaffung der Rente mit 67 fordern. Ein Entschließungsantrag des Vorstands verzichtet hingegen auf diese explizite Forderung und verlangt stattdessen, das "Einheits-Modell Rente mit 67" durch ein Modell "optionaler Übergänge in den Ruhestand" zu ersetzen. Dazu könnte etwa eine Neuauflage der Altersteilzeit, eine Rente mit 60 nach 40 Versicherungsjahren oder auch die Rente mit 67 auf freiwilliger Basis gehören.
Die IG Metall Pfalz fordert darüber hinaus, die Arbeitsbedingungen in den Betrieben so zu gestalten, dass die Beschäftigten tatsächlich länger im Betrieb bleiben und gesund in Rente gehen können. "Wir brauchen neue Instrumente, damit die Menschen länger arbeiten können", unterstrich Werner Dietrich, 1. Bevollmächtigter der IG Metall Verwaltungsstelle Neustadt.
Dietrich begründete die Forderung nach Rücknahme der Rente mit 67 mit der Lage in den Betrieben. Anders als häufig dargestellt, seien die Beschäftigungschancen für Ältere immer noch schlecht. So habe eine Umfrage der Verwaltungsstelle Neustadt in 14 Betrieben ergeben, dass von zusammen 17.200 Mitarbeitern 28,5 Prozent über 50 Jahre alt seien, lediglich 1,1 Prozent sei über 60 Jahre alt. Und in der rheinland-pfälzischen Metall- und Elektroindustrie seien nur 12,5 Prozent der Mitarbeiter zwischen 50 und 60 Jahre alt; der Anteil der über 60-Jährigen liege hier bei 3,3 Prozent. Gerade in der direkt verarbeitenden Industrie hätten Ältere nach wie vor nur geringe Chancen. Um dies zu ändern, sei neben anderem eine "demografiefeste Personalplanung" in den Betrieben notwendig, sagte Dietrich.
Gemeinsame Delegiertenversammlung von Neustadt, Kaiserslautern und Ludwigshafen/Frankenthal
Ein heißer Herbst ist in der Pfalz angesagt

"Die Pfalz ist eine Festung der IG Metall", betonte Bezirksleiter Armin Schild bei der gemeinsamen Delegiertenversammlung der drei Pfälzer Verwaltungsstellen am 07.10.2010. "Wir sind hier gut organisiert und wissen uns gegen die drohenden Vorhaben wie Rente mit 67, Gesundheitsreform und Kahlschlag bei Ausbildung und Übernahme zu wehren", wissen die Pfälzer Delegierten.
Schild verdeutlichte in seiner Rede die politische Zielsetzung der aktuellen Regierungspläne: die weitere radikale Umverteilung von unten nach oben. Kolleginnen und Kollegen aus der Pfalz waren sich einig: Die Herbstaktivitäten in Betrieben, auf Plätzen und am 11. November 2010 in Kaiserslautern sind erst der Auftakt. Mit dieser Politik muss Schluss sein.
Metallerinnen und Metaller befragen KandidatInnen zur Bundestagswahl
Diskussion auf dem Hambacher Schloss mit Vertrauensleuten und Betriebsräten der IG Metall Neustadt und Ludwigshafen/Frankenthal am 9. Juli 2009 - aber ohne CDU und FDP. Sie folgten der Einladung nicht.
Im künftigen Bundestag ...
... könnten die insgesamt fünf anwesenden Kandidatinnen und Kandidaten der SPD, der Linken und der Grünen nach der Wahl sitzen, arbeiten und entscheiden. Metallerinnen und Metaller fühlten ihnen schon mal auf den Zahn, wie sie sich eine Politik für die Menschen vorstellen. Kein brisantes Thema aus dem Pfälzer Aufruf der IG Metall wurde ausgespart. Die Positionen der IG Metall formulierte Bezirksleiter Armin Schild mit Werner Dietrich und Günter Hoetzl.
Kooperation der Verwaltungsstellen Kaiserslautern, Ludwigshafen/Frankenthal und Neustadt
Erste gemeinsame Delegiertenversammlung in Lambrecht am 16.10.2008

Am 16. Oktober 2008 beschlossen 202 anwesende Delegierte der IG Metall Verwaltungsstellen Kaiserslautern, Ludwigshafen/Frankenthal und Neustadt in Lambrecht bei einer gemeinsamen Delegiertenversammlung einen Kooperationsvertrag zwischen den drei Verwaltungsstellen. Geplant sind gemeinsame Bildungsangebote, Jugendarbeit sowie politische und tarifpolitische Veranstaltungen.
Kooperation bei der IG Metall
Seit Oktober 2008 besteht eine Kooperation zwischen den Verwaltungsstellen Kaiserslautern, Ludwigshafen/Frankenthal und Neustadt.
Die Mitgliederentwicklung und deren Auswirkungen auf den finanziellen Handlungsrahmen der Verwaltungsstellen erfordert zur Sicherung der zukünftigen Flächenpräsenz der IG Metall, der Erreichbarkeit der IG Metall für Mitglieder und der qualifizierten Betriebsbetreuung eine enge organisatorische und personelle Kooperation der Verwaltungsstellen Kaiserslautern, Ludwigshafen/Frankenthal und Neustadt.
Im Rahmen der Zusammenarbeit wollen wir die organisatorische und politische Handlungsfähigkeit der IG Metall sowie die Qualität unserer Arbeit für die Mitglieder und die von uns betreuten betrieblichen Interessenvertretungen verbessern. Darüber hinaus wollen wir vorhandene, noch nicht ausreichend organisierte Mitgliederpotentiale besser erschließen.
Wir wollen in den IG Metall Verwaltungsstellen im Wirtschaftsraum der Pfalz die Zusammenarbeit und die Einflussmöglichkeiten der IG Metall gemeinsam entwickeln und zu einem abgestimmten Handeln finden.
Zur Gestaltung und Begleitung des Kooperationsprozesses wurde ein Kooperationsbeirat gebildet. Dieser setzt sich zusammen aus den 1. Bevollmächtigten sowie je zwei weiteren Mitgliedern, die von den Ortsvorständen benannt und von den Delegiertenversammlungen bestätigt werden.
Mitglieder des Kooperationsbeirates sind aktuell:
- Ludwigshafen/Frankenthal: Kollegen Günter Hoetzl, Klaus Pospich, Peter Weinacht
- Kaiserslautern: Kollegen Michael Detjen, Thorsten Zangerle, Hans Müller
- Neustadt: Kollegen Werner Dietrich, Ulli Edelmann, Klaus Lippoth
Mindestens einmal jährlich wird je eine gemeinsame Ortsvorstandssitzung sowie eine gemeinsame Delegiertenversammlung durchgeführt.
Kooperationen
In manchen Regionen ist die IG Metall auch in unserem Bezirk mit sinkenden Mitgliederzahlen konfrontiert. Die wesentliche Ursache dafür ist der Abbau industrieller Arbeitsplätze, sei es durch Verlagerungen, Restrukturierungen oder Missmanagement. Unser Ziel ist es, vor Ort präsent zu bleiben. Anstelle von Fusionen setzen wir auf Kooperationen benachbarter Verwaltungsstellen unter Beibehaltung der Strukturen vor Ort. Dabei werden die ehrenamtlichen Gremien (Ortsvorstand, Delegiertenversammlung, Ausschüsse und Arbeitkreise) sowie auch die Gewerkschaftsbüros erhalten. Auf Ebene der Bevollmächtigten und Gewerkschaftssekretärinnen und -sekretäre gibt es erweiterte Zuständigkeitsbereiche.
Seit 2005 gibt es im Bezirk Frankfurt acht Kooperations-Projekte mit unterschiedlicher Struktur, z.B. gemeinsamer 1. und 2. Bevollmächtigter - der 1. ist auch Kassierer - wie in Gera/ Jena-Saalfeld. Oder gemeinsamer 1. Bevollmächtigter und je eigene 2. Bevollmächtigte (teilweise auch als Kassierer), etwa in Eisenach/ Suhl-Sonneberg. Oder zwei eigene 1. Bevollmächtigte und Kassierer und gemeinsamer hauptamtlicher 2. Bevollmächtigter wie in Erfurt/ Nordhausen. Oder Kooperation in Arbeitsschwerpunkten wie z.B. Handwerk oder Bildungsarbeit (so etwa Neustadt/ Kaiserslautern/ Ludwigshafen-Frankenthal).


