Harald Lange ist Zweiter Bevollmächtigter

Neustadt hat gewählt

Harald Lange
Harald Lange

Gewählt am 12. Dezember 2013 und am 13. Januar 2014 vom Vorstand bestätigt ist Harald Lange nun zweiter Bevollmächtigter der IG Metall Neustadt.

In dem Zuge ist Kollege Ulli Edelmann, der diese Aufgabe bislang ehrenamtlich übernommen hatte, zurückgetreten. Kollege Edelmann begleitete die IG Metall Neustadt in einer Phase der Veränderung und prägte das aktuelle Bild maßgeblich mit. Der planmäßige Wechsel wieder zu einer hauptamtlichen Besetzung der Funktion des Zweiten Bevollmächtigten war Bestandteil dieser Gestaltungsaufgabe.
Wir danken Ulli Edelmann für seine Arbeit für die IG Metall. Ebenso danken wir Harald Lange für die Bereitschaft weitere Aufgaben zu übernehmen und wünschen ihm alles Gute und viel Erfolg in der Funktion des Zweiten Bevollmächtigten.

19.12.2013 | IG Metall Neustadt spendet 2.332,00 Euro

Größte Beschäftigtenbefragung Deutschlands für einen guten Zweck

514.134 Beschäftigte aus über 8.400 Betrieben haben sich von Februar bis Ende April 2013 an der IG Metall-Befragung "Arbeit: sicher und fair!" beteiligt. Sichere und faire Arbeit, ein handlungsfähiger Sozialstaat und gerechte Bildung sind für die Beschäftigten laut Befragungsergebnissen besonders wichtig. 
Für jeden ausgefüllten Fragebogen spendet die IG Metall einen Euro für soziale Projekte. Für die IG Metall Neustadt hat sich insgesamt ein Spendenwert von 2.332,00 Euro ergeben. 
Diese Spendensumme ging jeweils hälftig an die "First Responder" Gommersheim und Gäu, die "Helfer vor Ort"-Gruppe des DRK Ortsvereins Gommersheim und an den Johann-Friedrich-Oberlin-Kindergarten in Wörth für den Ausbau der Kleinkinderbetreuung. 
Wir bedanken uns ganz herzlich bei allen, die sich an der Befragung beteiligt und diese Spenden damit möglich gemacht haben. 

Multi-Kulti-Fest am 29.09.2013

Fest der Vielfalt gegen Fremdenhass in Neustadt

Bild zum Thema 2013_Multi-Kulti-Fest_NW

Am 29. September 2013 wurde auf dem Neustadter Markplatz zum 21. Mal das Multi-Kulti-Fest "Viele Kulturen - eine Stadt" der Initiative "Neustadt gegen Fremdenhass" gefeiert. Beim Fest der Kulturen mit dabei ein Informationsstand der IG Metall mit der "Respekt!  Kein Platz für Rassismus" Kampagne.

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Ehrung unserer Jubilare am 19.10.2012 in Bellheim

16 275 Jahre Mitgliedschaft

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16 275 Jahre: Manchmal muss man plakative Zahlen wählen, damit deutlich wird, was das bedeutet, wieviel Engagement, wieviel Kompetenz und Erfahrung, wieviel Geschichte sich an einem solchen Tag versammelt.

Am 19. Oktober 2012 ehrten wir unsere Jubilare. Sie waren der IG Metall in den Jahren 1987, 1972, 1962 und 1952 beigetreten, sind heute also bis zu 60 Jahre Mitglied der IG Metall.
In angenehmener Atmosphäre in Bellheim wurden die Leistungen unserer langjährigen Mitglieder und ihre Treue und Verbundenheit zu ihrer Gewerkschaft gewürdigt. Uwe Schütz ging in seiner Ansprache auf die Jahre der Beitritte ein und hob vor allem die Besonderheiten der Jahre 1952 und 1972 hervor - die Geschichte des Betriebsverfassungsgesetzes. Er rief dabei die umstrittenen und guten Entwicklungen in Erinnerung, welche viele Kolleginnen und Kollegen während dieser Zeit bewegten. Daneben skizzierte Schütz aber auch aktuelle Herausforderungen wie die sozialpolitischen Forderungen der IG Metall und die Aufgabe der Regulierung der Finanzmärkte.
Bei Musik, Speisen und Getränken folgten nach der Ehrung der Jubilare anregende Gespräche unter Weggefährten und -gefährtinnen aus vielen ereignisreichen Jahren bis in den Abend. Eine gelungene Veranstaltung, die sicher in guter Erinnerung bleibt und dabei ein Signal einer aktiven IG Metall nach außen sendete.
Die IG Metall sagt allen Jubilaren nochmals herzlichen Dank und wünscht weiterhin alles Gute und uns weiter Erfolg bei der Durchsetzung von Arbeitnehmerinteressen.

01.07.2012 | UWE SCHÜTZ IST NEUER ERSTER

IG Metall Neustadt hat gewählt

Bild zum Thema 2012_Konst_Del.Versammlung
Der neu gewählte Ortsvorstand, auf dem Bild fehlen die Kollegen Peter Ballweber und Steffen Herrmann.

Am 2. Juni 2012 war in Jockgrim die erste und somit konstituierende Delegiertenversammlung der IG Metall Neustadt nach der Wahl der Delegierten im ersten und zweiten Quartal.
Die wichtigste Aufgabe dieser ersten Versammlung in der Amtszeit ist, neben der Entlastung der Geschäftsführung und des Ortsvorstandes für die zurückliegende Periode, die Neuwahl des Ortsvorstandes, der Bevollmächtigten und der Tarifkommissionen der Branchen und der Firmentarifkommissionen. 
Neben neuen Ortsvorstandsmitgliedern ist die größte Veränderung: Werner Dietrich, seit 1999 Erster Bevollmächtigter und Kassierer, trat altersbedingt nicht mehr zur Wahl an. In diese Aufgabe tritt nun neu gewählt Uwe Schütz, bisher Zweiter Bevollmächtigter, ein. Zum neuen ehrenamtlichen Zweiten Bevollmächtigten wurde von der Versammlung Ulli Edelmann, Betriebsratsvorsitzender bei Mercedes Benz in Wörth und Germersheim, gewählt. Die weiteren gewählten Ortsvorstandsmitglieder sind in alphabetischer Reihenfolge: Peter Ballweber, Helmut Dumser, Wolfgang Förster, Hans Glang, Steffen Herrmann, Ulrike Jäger, Helmut Kindler, Petra Meyer-Spreckic, Peter Ritter, Gerd Schoproni, Gerhard Weber, Barbara Ziller. 
Die gewählten erhielten allesamt eine große Zustimmung bei den Wahlen.
Die Versammlung stand natürlich auch unter dem Eindruck einer gerade abgeschlossenen überaus erfolgreichen Tarifrunde bei positiver Mitgliederentwicklung der IG Metall Neustadt. In den mündlichen Ergänzungen zum schriftlichen Geschäftsbericht wies Uwe Schütz aber auch darauf hin, wie sich die Krise 2009/2010 auswirkte, die aus Arbeitnehmersicht überwiegend erfolgreich bewältigt werden konnte. Er forderte von dem Mitgliedern der IG Metall in Neustadt, sich über konjunkturelle Ausschläge hinweg als Teil einer stabilisierenden und gestaltenden Kraft zu verstehen und zu präsentieren. Insbesondere die in den gewerkschaftlichen Gremien Verantwortlichen müssten so auftreten. Der wechselvollen Wirtschaft muss eine starke und verlässliche IG Metall gegenübergestellt werden, welche Ziele für die ArbeitnehmerInnen in guten und schwierigen Zeiten formuliert und Ergebnisse vorantreibt. Dazu bedürfe es einer noch stärkeren Verankerung in den Betrieben, betonte Uwe Schütz in den Schlussworten der Versammlung. 

Letzte Sitzung des bisherigen Ortsvorstandes am 21. Juni 2012

Am 2. Juni 2012 wird der neue Ortsvorstand gewählt. Letztmalig tagt der bisherige Ortsvorstand danach am 21. Juni in der Amtszeit bis zum 30. Juni 2012. Zu dieser Sitzung werden auch neu gewählte OV-Mitglieder geladen werden. Es wird Zeit für einen Rückblick und einen Ausblick geben, Vorgänge sollen übergeben werden.
Es gilt auch, Entwicklungen zu bewerten und neue Ziele fortzuschreiben. Es sollen nicht zuletzt auch die Kolleginnen und Kollegen gewürdigt werden, die in den vergangenen Jahren bereit waren, Verantwortung zu übernehmen. Dies geschah in besonders schwierigen Zeiten unter Bedingungen der Krisenjahre, Kurzarbeit, Unsicherheiten und dem Kampf um Arbeitsplätze sowie die Verteidigung der Arbeitsbedingungen beim Aufschwung, Kampf für soziale Gerechtigkeit und vieles mehr. 
Einige der Kolleginnen und Kollegen stehen nach der Wahl nicht mehr zur Verfügung. Eine Verabschiedung wird zu späterer Zeit in angemessenem Rahmen erfolgen. 

28.03.2012 | Wetterfeste, rote Jacke überreicht

Versprechen eingelöst

Bei der Anprobe (von links): Petra Meyer-Spreckic, Ulli Edelmann, Kurt Beck, Willi Lavan, Uwe Schütz, Helmut Kindler

Kurt Beck ist ein wetterfester Ministerpräsident. Wenn es um die Belange von Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern geht, scheut er weder Regen noch Schnee. Er war mehrfach im Winter 2010/2011 bei Harman/Becker in Schaidt. Auch am 29. Dezember 2010 kam er in den Bauwagen zur Werksbewachung. 

Das hatte Folgen: "Der Ministerpräsident Beck braucht eine wetterfeste Jacke, rot natürlich, von der IG Metall", entschieden einige der Anwesenden. Und sagten Kurt Beck zu, dies in Angriff zu nehmen.
Am 4. März 2012 war es dann so weit: Mit gesticktem Namenszug und dem Wappen von Steinfeld übergab eine Delegation eine IG Metall-Jacke. Kurt Beck probierte die Jacke gleich an und bedankte sich herzlich. Aber die Metallerinnen und Metaller, allen voran Petra Meyer-Spreckic, machten deutlich, dass dies ein Dank von unserer Seite sei, für eine starke Unterstützung für die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer in Rheinland-Pfalz.
Dabei freuten wir uns sehr zu hören, dass Kurt Beck am selben Nachmittag zur Ehrung zu seiner 40-jährigen SPD-Mitgliedschaft in seiner neuen Jacke erschien.
Vielen Dank, Kurt Beck. 

Bitte geht wählen

Deine Stimme zählt

Von Januar bis Juni 2012 werden in allen Geschäftsstellen der IG Metall die Mitglieder der Delegiertenversammlungen, Ortsvorstände mit den Bevollmächtigten, Ausschüsse der einzelnen Mitgliedergruppen, die Delegierten für die Bezirkskonferenz sowie die Mitglieder der Tarifkommissionen gewählt. 

Alle Mitglieder
 sind aufgerufen, an den Mitgliederversammlungen teilzunehmen, um die Mitglieder der Delegiertenversammlung zu wählen. Dieses Gremium sol ein breites Spektrum der Geschäftsstelle widerspiegeln. Wir wünschen uns die Kandidatur gerade junger Kolleginnen und Kollegen sowie die Kandidatur von Senioren unter Berücksichtigung verschiedener Branchen und zahlreicher Betriebe. Eine hohe Wahlbeteiligung garantiert ein breites Meinungsspektrum. Aktive Beteiligung bringt uns weiter. 
Es ist eine wichtige Aufgabe, in den Gremien der IG Metall ehrenamtliche und hauptamtliche Strukturen zu stärken. Beteilige Dich an den Organisationswahlen in Deiner IG Metall vor Ort. 
Die Delegiertenversammlung ist das höchste Gremium der IG Metall. Sie ist das beschlussfassende Organ der Geschäftsstelle und tagt mindestens viel Mal im Jahr. Die Delegiertenversammlung wählt die Bevollmächtigten und Kassierer sowie die Beisitzer in den Ortsvorstand. Auch die Mitglieder der Tarifkommissionen und die Delegierten für die Bezirkskonferenz werden hier gewählt. 
In den folgenden Ausgaben der Metallzeitung veröffentlichen wir die Termine der jeweiligen Wahlbezirke. Dies gilt gleichzeitig auch als Einladung an alle im Wahlbezirk aufgeführten Mitglieder. 
Wir freuen uns auf rege Beteiligung bei den Versammlungen und den Wahlen zur Delegiertenversammlung. 
Eure IG Metall Neustadt

Damals sind sie beigetreten: Jubilare der IG Metall

1986, 1971, 1961, 1951 ...

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Jubilare der IG Metall Neustadt

Am 21. Oktober 2011 war die diesjährige Jubilarehrung der IG Metall Neustadt. 25, 40, 50 und sogar 60 Jahre Mitgliedschaft in der IG Metall fanden in angemessenem Rahmen Würdigung.
Wir sagen Danke für jahrzehntelanges Engagement und die Bereitschaft, den riesigen Erfahrungsschatz weiter in der IG Metall einzubringen.

Gewerkschaftstag 2011

Bezirksabend in Wörth

Bild zum Thema 2011_Bezirksabend Gew.Tag
Bezirksabend in Wörth

Nach guter Tradition wird bei Gewerkschaftstagen stets an einem Abend zu dem sogenannten Bezirksabend eingeladen. Meist in dafür reservierten Gaststätten. Von Karlsruhe aus jedoch bot sich etwas Besseres an: Der Bezirksabend am 10. Oktober 2011 im "Restaurant am See" im Mercedes Benz Werk Wörth. Die regionale Kult-Band "Anonyme Giddarrischde" sorgte für Stimmung, gute Speisen und Getränke und eine tolle Umgebung zwischen historischen Lkws ergaben einen tollen Abend. Ein herzlicher Dank an alle, die dies ermöglichten.

22. Ordentlicher Gewerkschaftstag

Delegierte Bezirk Frankfurt

Vom 9. bis 15. Oktober 2011 war in Karlsruhe der 22. Ordentliche Gewerkschaftstag der IG Metall. Zahlreiche Entscheidungen und starke Signale machen deutlich:
Die IG Metall wird stärker und entwickelt mit mehr Mitgliedern auch die notwendige Kraft, ihre Forderungen durchzusetzen. In der bevorstehenden Tarifrunde in der Metall- und Elektroindustrie ist der Einsatz von uns allen gefordert. Vor allem müssen jetzt auch die prekären Beschäftigungsverhältnisse zurückgedrängt werden, der Kampf für einen fairen Altersausstieg und für gute Perspektiven für die junge Generation geführt werden. Diese Schwerpunktaufgaben hob auch Berthold Huber mehrfach in Beiträgen, besonders in seinem Zukunftsreferat, hervor.
Daneben erlebten die Delegierten, Gäste, Standbetreuer aus der IG Metall Neustadt interessante und schöne Momente. Demnächst liegen die Bilder vor, unter anderem von dem Bezirksabend im Mercedes LKW-Werk in Wörth. Darüber werden wir noch ausführlich berichten. Ein großes Kompliment an die Kolleginnen und Kollegen, die diesen Abend möglich gemacht haben, sei aber hier schon ausgesprochen.

Entschlossen, auch grosse Dinge anzupacken

22. Gewerkschaftstag

Vom 9. bis 15. Oktober 2011 ist in Karlsruhe der Gewerkschaftstag der IG Metall. Wir erwarten spannende Beratungen, gute Entscheidungen und starke Signale für die zukünftige Arbeit unserer IG Metall.

Eine kurze Anreise nach Karlsruhe wird es für Barbara Ziller, Werner Dietrich, Ulli Edelmann, Wolfgang Förster und Uwe Schütz geben. Doch dann erwartet die Kolleginnen und Kollegen eine straff getaktete Woche. Neben zahlreichen Themen aus Betrieben, Tarifpolitik, Gesellschaftspolitik oder der Frage der internationalen Zusammenarbeit von Arbeitnehmern beschäftigt sich die IG Metall auch mit der Frage, in welcher Form sie das in Zukunft anpacken will.
Uwe Schütz, Mitglied der Antragsberatungskommission zum Gewerkschaftstag, meint: "Bei der Arbeit mit den Anträgen und Entschließungen war schon erkennbar, dass wir an mancher Stelle auch intensive Diskussionen erwarten können. Allerdings zeigte sich in den Papieren vor allem eines: das Selbstbewusstsein und die Entschlossenheit der IG Metall, auch große Dinge anzupacken und im Sinne der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer zu verändern." Mit den Delegierten und Gästen reisen weitere Kolleginnen und Kollegen nach Karlsruhe: Die Aktiven der Gruppe "Gewerkschaften in der Schule" (GidS) werden beim Gewerkschaftstag ihre Arbeit an allgemeinbildenden Schulen präsentieren und sicher auf viele Interessierte und auf Zuspruch treffen.

Der Gewerkschaftstag geht ins Netz
Während die 481 Delegierten in Karlsruhe beraten, können alle, die zu Hause geblieben sind, im Internet auf einem eigenen Portal den Gewerkschaftstag verfolgen. Hier werden Fragen beantwortet und Bilder aus Karlsruhe gezeigt. Das Portal ist bereits online.
Wer mehr zum Gewerkschaftstag wissen will, einfach reinschauen unter: www.igmetall-gewerkschaftstag-2011.de 

61. ordentliche Bezirkskonferenz in Oberhof

IG Metall fordert sozial-ökologisches Reformprojekt

Im thüringischen Oberhof haben am Donnerstag die 87 Delegierten der 61. ordentlichen Bezirkskonferenz eine Programmdiskussion im Bezirk Frankfurt (zuständig für Hessen, Rheinland-Pfalz, das Saarland und Thüringen) begonnen.
Die schwere Wirtschafts- und Finanzmarktkrise, die durch die Katastrophen in Japan ausgelöste Energiedebatte und weiter drohende Umweltkatastrophen verlangten ein entschiedenes Umsteuern. Ein „Weiter wie bisher“ dürfe es nicht geben, ein „Green New Deal“ reiche nicht. Die Konferenzteilnehmer forderten ein sozial-ökologisches Reformkonzept.

In einem Diskussionspapier „Gute Arbeit 2020 – sicher und fair“ forderten die Konferenzteilnehmer ein sozial-ökologisches Reformkonzept, das auf vier Säulen beruht:
         Arbeiten: Für gute Arbeit – ein Arbeitsleben lang
         Leben: Für ein gutes Leben in einer solidarischen Gesellschaft
         Verteilen: Für gerechte Verteilung
         Entscheiden: Für Demokratie, Mitbestimmung und Beteiligung

JAV-/BR-Kongreß in Oberhof

IG Metall startet Fachkräfteinitiative "Beruf.Bildung.Zukunft"

Mehr als 350 Teilnehmer konnte die IG Metall auf ihrer zweitägigen Konferenz mit Betriebsräte- und Jugend- und Ausbildungsvertreter in Oberhof begrüßen. Unter dem Themenschwerpunkt "Arbeit sicher und fair." wurde über die Zukunftsperspektiven für die junge Generation diskutiert. IG Metall-Bezirksleiter Armin Schild erklärte zu Beginn der Konferenz, der Bezirk starte eine Fachkräfteinitiative mit dem Titel „Beruf. Bildung. Zukunft – Jeden Tag stärker“, in der die IG Metall konkrete Forderungen auf betrieblicher und tarifpolitischer Ebene formuliert. In den nächsten Wochen werde in den Betrieben in einem Betriebscheck ermittelt, wie die Aus- und Weiterbildungschancen von jungen Menschen seien. Ein tarifpolitisches Ziel sei die unbefristete Übernahme für alle. 
Die Initiative der IG Metall ziele auf menschenwürdige Arbeitsbedingungen und respektvollen Umgang während des gesamten Erwerbslebens. "Es geht darum, wie die Menschen in das Arbeitsleben hinein kommen, wie sie hindurch kommen und wie sie wieder heraus kommen", sagte Schild. Die Verwüstungen am Arbeitsmarkt müssten ein Ende haben. Die IG Metall setze sich dafür ein, dass Starke und Schwache eine Chance in der dualen Berufsausbildung der Metall- und Elektroindustrie haben. In einer Umfrage ermittelte die IG Metall im Bezirk Frankfurt, dass 70% der Beschäftigten die Arbeitswelt als ungerecht empfinden.

1. Mai

Metaller fordern Kurswechsel

Ein sonniger Tag: der 1. Mai im Bürgerpark

Zum internationalen Tag der Arbeit im Bürgerpark in Wörth lachte die Sonne. Aber die Themen, die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer in 2011 vorrangig bewegen zeigten, dass vor allem im Bereich der Sozial- und Arbeitsmarktpolitik noch nicht alles eitel Sonnenschein ist.

Den Auftakt der Kundgebung in Wörth übernahm die Jugend: Der Ortsjugendausschuss führte ein kleines Theaterstück auf, in dem nicht nur die Probleme der jungen Generation thematisiert wurde. Prekäre Beschäftigung durch Befristung und Leiharbeit, Lohndrückerei, Rente mit 67 und Leistungsverdichtung stellten die jungen Metaller anschaulich dar.
Im Anschluss betonte Werner Dietrich, Erster Bevollmächtigter der IG Metall Neustadt, die Notwendigkeit anderer Weichenstellungen in der Sozialpolitik. Arbeit sicher und fair sei das Ziel, und davon wäre man noch in vielerlei Hinsicht entfernt. Weiter betonte Kollege Dietrich die Forderung einer nachhaltigen Energiewende. Die erschütternde Katastrophe in Japan habe gezeigt, dass Atomtechnologie keine Zukunft haben dürfe.
Positive Aussagen kamen von Ulli Edelmann, BR-Vorsitzender Daimler Wörth und Germersheim. Er stellte etliche betriebspolitische Erfolge heraus, auch bezüglich der Bedingungen der Leiharbeit bei Daimler.

Barbara Schleicher-Rothmund
SPD-Politikerin Schleicher-Rothmund


Moderiert von Kollegen Wolfgang Förster formulierte Mairednerin Barbara Schleicher-Rothmund abschließend Positionen der SPD und Vorhaben der SPD in der Landesregierung.


Musik, Speisen und Getränke boten einen schönen Ausklang der Veranstaltung.

Das war unser Jahr 2010 ...

Liebe Kolleginnen, liebe Kollegen,
2010 gab es eigentlich alles: Krise, Krisenende, Kurzarbeit, Mehrarbeit, Kampf um Arbeitsplätze und auch Neueinstellungen, Leiharbeit und dazu neuerdings tarifliche Einschränkungen in der Stahlbranche, eine Tarifrunde Metall-Elektro unter völlig anderen Bedingungen, Betriebsratswahlen, Wahlen zu den Jugend- und Auszubildenden-Vertretungen, eine Protestwelle gegen die unsoziale Politik in Deutschland, Rolle-Rückwärts in der Atomenergie, Stuttgart bekommt den Titel der Protesthauptstadt - sonst noch was? Aber ja: Zahllose kleine und große Aktionen in den Betrieben zur Sicherung von Einkommen und Beschäftigung. Die aktiven Kolleginnen und Kollegen sind die wahren "Helden" des Alltags.
Das Team der IG Metall Neustadt wünscht allen Mitgliedern und Angehörigen ein glückliches, gesundes und erfolgreiches Jahr 2011.

Für uns alle ein kleiner Rückblick in Bildern:

Geburtstagsempfang für den ehemaligen Bezirksleiter

Hans Pleitgen wird 85

Der ehemalige Bezirksleiter des IG Metall Bezirks Frankfurt, Hans Pleitgen, feiert am 13. Dezember seinen 85. Gbeurtstag. Hans Pleitgen wurde am 13. Dezember 1925 in Saarbrücken geboren. von 1968 bis 1989 war er Bezirksleiter des IG Metall Bezirks Frankfurt. IG Metall Bezirksleiter Armin Schild erklärte: "Am Aufbau der Gewerkschaften in Frankfurt und des IG Metall Bezirks  haben viele mitgewirkt, aber keinem hat dem Bezirk mehr zu verdanken als Hans Pleitgen." Noch immer unterstütze Pleitgen den Bezirk mit Rat und Tat. Schild stellte die Verdienste um die Aufarbeitung der Arbeitergeschichte im Bezirk und in der Stadt Frankfurt heraus.
Der Jubilar erklärte sein Lebensmotto in den vergangenen Jahren sei: „Vergangenheit ist Geschichte, Zukunft ist ein Geheimnis, jeder Augenblick ist ein Geschenk".

Sitzung der Tarifkommissionen der Metall- und Elektroindustrie

IG Metall wirft Arbeitgebern schäbiges Verhalten vor

In zwei von drei  Betrieben im IG Metall Bezirk Frankfurt (zuständig für die Bundesländer Hessen, Rheinland-Pfalz, das Saarland und Thüringen) haben die IG Metall-Betriebsräte die Geschäftsleitungen aufgefordert, die für April 2011 vorgesehene Tariferhöhung um zwei Monate vorzuziehen, weil die wirtschaftliche Lage deutlich positiv ist. In jedem dritten Betrieb sei dies bereits vereinbart. Das ergab eine Umfrage, die bei der Sitzung der Tarifkommissionen vorgestellt wurde.

Hohe Teilnehmerzahl bei den Kundgebungen

Mehr als 20.000 demonstrieren im Herbst der falschen Entscheidungen

Mehr als 20.000 Menschen beteiligten sich in dieser Woche bei den regionalen Kundgebungen des IG Metall Bezirks Frankfurt. "Viel mehr Menschen als wir erwartetet haben, sind für einen Kurswechsel auf die Straße gegangen. Wir lehnen den schwarz-gelben Raubbau an unseren Sozialversicherungssystemen ab, wir protestieren gegen die Zunahme von Leiharbeit und verlangen eine Zukunftsperspektive für die junge Generation. Wir fordern, dass die Beschäftigten in den Betrieben, wo wieder die Gewinne sprudeln, über das Vorziehen der Tariferhöhung und Sonderzahlungen daran beteiligt werden", sagte Bezirksleiter Armin Schild am Samstag in Erfurt. Dort fand mit über 6.000 Teilnehmern die zentrale Kundgebung in Ostdeutschland statt.

Herbstaktivitäten der IG Metall ...

In Kaiserslautern machten mehrere Tausend Dampf

Bild zum Thema 2010_Kundgebung_KL

Mehrere Tausend Metallerinnen und Metaller aus Rheinland-Pfalz und dem Saarland machten am 11. November 2010 ihren Forderungen Dampf und unterstützten die klaren Worte des Bezirksleiters Armin Schild und des Zweiten Vorsitzenden der IG Metall, Detlef Wetzel.

Jubilare wurden geehrt

1985, 1970, 1960, 1950 ...

Bild zum Thema 2010_Jubilarfeier
60 Jahre in der IG Metall: Werner Dietrich und Uwe Schütz sagen Danke

Am 8. Oktober 2010 war die diesjährige Jubilarehrung der IG Metall Neustadt. 25, 40, 50 und sogar 60 Jahre Mitgliedschaft in der IG Metall fanden in angemessenem Rahmen Würdigung.
Mit einem Rückblick auf die Ereignisse der Beitritts-Jahre unserer Jubilare eröffnete der Zweite Bevollmächtigte der IG Metall Neustadt, Uwe Schütz, die Jubilarehrung 2010. Es folgten Musik, Kaffee und Kuchen zur Stärkung und Gespräche zum Wiedersehen von Kolleginnen und Kollegen, die ja teilweise zur gleichen Zeit ihre Arbeit in den Betrieben aufnahmen.  
Werner Dietrich, Erster Bevollmächtigter, spannte in seiner Festrede den Bogen aus der Geschichte der Arbeiterbewegung in der Pfalz über die Jahre der jungen Bundesrepublik zu den heutigen Herausforderungen für Gewerkschaften. Er würdigte dabei die Leistungen der langjährigen Mitglieder und stelle die Verantwortung heraus, mit den auch durch unsere Jubilare erkämpften Errungenschaften, etwa in der Sozialpolitik, nicht leichtfertig umzugehen. Die persönliche Ehrung der Kolleginnen und Kollegen mit 40-, 50- und 60-jähriger Mitgliedschaft war uns anschließend eine Freude.
Die IG Metall sagte Danke für die Treue.

Veranstalter: IG Metall Neustadt

Grillfest in Wörth am 18.09.2010

Bild zum Thema 2010_Grillfest

Am 18. September 2010 fand unser alljährliches Grillfest im "Schützenhaus" in Wörth statt.
Wir boten ein buntes Programm mit Musik, Essen & Getränken (zum Selbstkostenpreis), Kinderbetreuung, Cocktailbar, Lagerfeuer und vielem mehr.
Alle, die mit uns feiern wollten, waren herzlich willkommen.

Gemeinsam für ein gutes Leben

IG Metall Neustadt spendet an befreundete Organisationen

Unter dem Motto "Gemeinsam für ein gutes Leben" übergab die IG Metall Neustadt jeweils einen Scheck in Höhe von 500,-- EUR an den CeBeeF Neustadt, das Frauenhaus Neustadt und die Sozialstation Rülzheim "Projekt Herbstsonne". Unsere zentrale Aufgabe als IG Metall ist die Gestaltung der Arbeitsbedingungen und die Unterstützung der Menschen rund um das Arbeitsleben, aber unsere Forderungen und Positionen für ein gutes Leben umfassen natürlich weit mehr. Hier arbeiten wir mit Bündnispartnern und Freunden zusammen, um Politik und Unterstützung für die Menschen zu ermöglichen.
Die IG Metall hat aus ihrer Kampagne "Gemeinsam für ein gutes Leben" heraus bundesweit an gemeinnützige Vereinigungen gespendet. Insgesamt beläuft sich die Summe der an regionale Vereinigungen gespendeten Beträge auf mehrere hunderttausend Euro.  

Die Wirtschaft soll dem Menschen dienen

1. Mai in Wörth und Neustadt

Eine gute Stimmung herrschte bei den Mai-Veranstaltungen.

Am Tag der Arbeit war viel los in der Pfalz: Veranstaltungen und Kundgebungen in Kaiserslautern, Haßloch, Frankenthal, Speyer, Ludwigshafen und an weiteren Orten. Die größte Veranstaltung für Metallerinnen und Metaller der IG Metall Neustadt war, wie in den vergangenen Jahren, im Bürgerpark Wörth.
"Die Wirtschaft soll dem Menschen dienen", forderte Ulli Edelmann, Betriebsratsvorsitzender bei Daimler in Wörth und Germersheim, nach der Eröffnung durch Helmut Dumser. Er zeigte auf, wie sich die Krise bei Daimler auswirkte und wie der Betriebsrat mit dem Instrument Kurzarbeit und mit der Solidarität unter den Beschäftigten Arbeit umverteilt hat.

Dr. Werner Dietrich
Hauptredner war Werner Dietrich, Neustadts Erster Bevollmächtigter

Hauptredner Werner Dietrich, Erster Bevollmächtigter der IG Metall Neustadt, stellte auch die Finanz- und Wirtschaftskrise in den Mittelpunkt seiner Ausführungen. Er zeigte Ursachen in den unregulierten Finanzmärkten auf und forderte, die Lasten der Krise an die Verursacher, "Zocker und Spekulanten" zu adressieren, anstatt sie mit Boni zu belohnen. Angriffe auf die sozialen Sicherungssysteme zu Lasten der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer, begründet mit Sparzwängen durch die Krise, wies Kollege Dietrich entschieden zurück.   
Großen Zuspruch erhielt er für die Forderung nach Verbesserungen der Situation der "jungen Generation". Kollege Dietrich nannte es eine Schande, wie mit Praktika, befristeten Verträgen und Niedriglöhnen, beispielsweise in Leiharbeitsverhältnissen, mit jungen Menschen umgegangen wird.  

Bild zum Thema Maikundgebung Neustadt/Wstr. 2010
"Wir gehen vor" lautete das Motto der Mai-Kundgebungen

... und auch in Neustadt
am Kartoffelmarkt stand bei Mairedner Uwe Schütz die Krise und ihre Auswirkungen im Vordergrund.
"Ja, wir bezahlen für die Krise, ob wir wollen oder nicht", führte der Zweite Bevollmächtigte der IG Metall Neustadt aus. Mit Blick auf die Entwicklungen in Griechenland betonte er die Bereitschaft zur Solidarität im Euroraum und wies populistische Meinungsmache gegen Griechenland und brachialen Sozialabbau zur Krisenbewältigung zurück.
Ebenso wie Werner Dietrich in Wörth forderte Schütz, die richtigen Lehren aus der Krise zu ziehen. Jeder Euro, welcher in der Hand von Spekulanten anstatt in Händen von Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern landet, sei eine Gefahr, da dann nicht in Zukunft, Ökologie und nachhaltiges Wirtschaften investiert, sondern gezocket werde. Eine umfassende Demokratisierung der Wirtschaft mit maßgeblicher wirtschaftlicher Mitbestimmung sei hier der richtige Weg.
Die beiden Veranstaltungen kamen trotz schlechten Wetters bei den Teilnehmerinnen und Teilnehmern gut an. In Neustadt soll es auch in den kommenden Jahren Maikundgebungen geben. Die Veranstalter wollen allerdings über eine Bündelung der vielen Aktionen nachdenken.

Einkommen und Beschäftigung sichern

Ein gutes und erfolgreiches neues Jahr ...

Liebe Kolleginnen, liebe Kollegen, das Krisenjahr 2009 ist zu Ende. Wir erwarten aber ein nicht minder schwieriges Jahr 2010. "Keine Entlassungen in 2010" ist der richtige gute Vorsatz für das Neue Jahr.
Durch besonnenes gemeinsames Handeln in den Betrieben und Einflussnahme auf politische Entscheidungen ist es uns gelungen, viel Beschäftigung trotz der Krise in den Unternehmen zu sichern.
Doch nicht überall: Viele Kolleginnen und Kollegen haben im vergangenen Jahr ihren Arbeitsplatz verloren, manche durch kurzsichtige Unternehmensentscheidungen, andere, weil es den Betrieb nun schon gar nicht mehr gibt.
Auch im kommenden Jahr werden wir mit zahlreichen Problemen der anhaltenden Konjunturschwäche zu tun haben. Die Tarifrunde unserer wichtigsten Branche, der Metall- und Elektroindustrie, wird sicher auch im Zeichen der Krise stehen und uns Antworten auf Fragen der Sicherung von Arbeit abverlangen.
Trotzdem: Wir bleiben als Metallerinnen und Metaller selbstbewusst und wissen um unsere Wirkung. Ohne eine starke IG Metall wären die Folgen der Krise für die Beschäftigten ungleich größer gewesen.
Auch in 2010 treten wir an, Einkommen und Beschäftigung zu sichern. Gemeinsam wollen wir die IG Metall stärken und Entlassungen wirksam verhindern. Das Team der IG Metall Neustadt wünscht für 2010 alles Gute und uns allen gemeinsam Erfolg bei den anstehenden Aufgaben.

Am 11. September 2009 war unsere Jubilarehrung

1949, 1959, 1969 und 1984

60 Jahre IG Metall: Werner Dietrich (rechts) und Uwe Schütz (links) gratulieren.

Vor 60, 50, 40 und 25 Jahren sind sie beigetreten: Die Jubilare der IG Metall Neustadt 2009.
"Für uns ist es weit mehr als eine Aufgabe", betonte Werner Dietrich bei der Jubilarehrung: "Wir ehren Beständigkeit und Erfolge der IG Metall durch diese langjährigen Mitglieder und freuen uns, dass die Kolleginnen und Kollegen ihren unermesslichen Erfahrungsschatz weiter in die IG Metall einbringen."
426 Kolleginnen und Kollegen sind in den oben genannten Jahren der IG Metall beigetreten, 88 Personen sind mit Partnern zur großen Jubilarehrung am 11. September 2009 in die Dr.-Friedrich-Schneider-Halle in Bellheim gekommen.
Uwe Schütz begrüßte die Anwesenden mit einer kurzen Erwähnung der Jahre ihres Beitritts. Die Gründung der Bundesrepublik Deutschland, das Godesberger Programm der SPD, Willy Brandt als Bundeskanzler und natürlich der Kampf und der wochenlange Streik um die 35-Stunden-Woche waren die herausragenden Ereignisse der Jahre, in denen die Kolleginnen und Kollegen Mitglieder der IG Metall wurden. Und für viele waren diese Ereignisse auch Anlass und Aufgabe.  

Festredner Werner Dietrich
Festredner Werner Dietrich

Nach kurzem Vorgeschmack auf das später folgende Programm durch Traudel Kern, der Musikerin des Abends, zog Werner Dietrich in seiner Festrede zahlreiche Parallelen aus der Geschichte der IG Metall in der Region, der Geschichte aus den historischen Zusammenhängen der Jubilare und deren Beitrittsjahren und den aktuellen Herausforderungen, vor denen Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer, die betrieblichen Interessenvertretungen und die Gewerkschaften heute stehen. Nachdrücklich stellte er heraus, dass die IG Metall mit der Kampagne "Gemeinsam für ein gutes Leben" Interessen von jungen und älteren Mitgliedern bündeln kann und formulierte Forderungen für eine Politik für Arbeitnehmer. In der folgenden Ehrung bedankte sich Kollege Dietrich nochmals bei allen für ihren jahrelangen Einsatz für die Ziele der IG Metall.

Bild zum Thema Musik mit Traudel Kern
Musik mit Traudel Kern

Besonders zu erwähnen seien noch die Kollegen, welche seit nunmehr 60 Jahren für die IG Metall eintreten: Heinz Hansmeier, Josef Kauter, Otto Kolbenschlag, Guenther Tuchilke, Adolf Wagner (alle Bild oben).
Mit gutem Essen und Musik folgte noch ein langer gemeinsamer Abend unter Freunden.

Hingeschaut: Was steht in den Programmen zum Thema "Mitbestimmung"?

Parteien zur Bundestagswahl

Mitbestimmung im Betrieb, zentrales Thema von Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern. Wir zeigen Auszüge der Wahlprogramme der im Bundestag vertretenen Parteien.
Wohin? Und wie aus der Krise heraus? Marktradikal oder mit Beteiligung von Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern an maßgeblichen betrieblichen und unternehmerischen Entscheidungen? In Reihenfolge der Fraktionsgröße im aktuellen Bundestag zeigen wir, was die Parteien in ihren Programmen zur Mitbestimmung schreiben.
Die CDU/CSU nennen ihr Papier mit der Überschrift "Wir haben die Kraft" bereits "Regierungsprogramm": Das Wort "Mitbestimmung" aber gibt es auf 94 Seiten an keiner einzigen Stelle.
Die SPD hingegen erkennt, dass Mitbestimmung ausgeweitet werden muss, auch im europäischen Kontext: "... Gerade in diesen Zeiten zeigt sich, dass Unternehmer und Arbeitnehmer nur gemeinsam die Krise bewältigen können. Deshalb ist und bleibt Mitbestimmung in Deutschland und Europa ein ebenso wichtigter Grundpfeiler der sozialen Marktwirtschaft wie die Tarifautonomie. Und wir werden auch künftig in den europäischen Verhandlungen - beispielsweise zur Sitzverlagerungsrichtlinie und zur Europäischen Privatgesellschaft - darauf achten, dass das deutsche Mitbestimmungsmodell Zukunft hat ..."
Die FDP äußert sich auch - aber ganz anders: "... Die Kosten der betrieblichen Mitbestimmung müssen begrenzt, die gesetzlich vorgegebene Zahl der Betriebsratsmitglieder deutlich reduziert werden. Ein Betriebsrat sollte erst in Unternehmen ab 20 Beschäftigten gebildet werden und ein Wahlquorum von 50 Prozent erfordern. Die Freistellung von Betriebsratsmitgliedern darf erst in Unternehmen mit mehr als 500 Beschäftigten beginnen ..."
Die Linke hingegen fordert: "... Mitbestimmung der Beschäftigten ausbauen; die Beteiligung der abhängig Beschäftigten und ihren Gewerkschaften an wesentlichen Entscheidungen der Unternehmen stärken; die paritätische Mitbestimmung der abhängig Beschäftigten auf alle privaten, öffentlichen und gemeinwirtschaftliche Unternehmen ausweiten, die mehr als 100 Beschäftigte haben; die Mitbestimmung bei wirtschaftlichen Entscheidungen auch in kleineren Betrieben im Betriebsverfassungsgesetz verankern; ..."
Die Grünen sind überraschend offensiv, auch wenn das Wort Mitbestimmung hier häufiger im Zusammenhang mit Schule und Hochschule auftaucht: "... Wir wollen die Mitbestimmung von Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern in den Unternehmen stärken. Die Bildung von Betriebsräten und gewerkschaftlichen Organisationen sind dafür wichtige Voraussetzungen. Die Arbeitnehmerseite sollte in Zukunft bei Entscheidungen über große Unternehmensumstrukturierungen - wie Verkäufen relevanter Unternehmensteile oder Auslagerungen rechtlich gestärkt werden. Betriebsräte müssen ein zwingendes Mitbestimmungsrecht beim Interessenausgleich erhalten und über den Einsatz von Leiharbeitnehmerinnen und Leiharbeitnehmern mitbestimmen können...."

Sternfahrt am 5. September 2009 nach Frankfurt

Netzwerk "Worker Wheels"

Worker Wheels

Jedes Jahr fahren Gewerkschafter aus vielen Orten in Deutschland mit ihren Motorrädern auf Kundgebungen. Organisiert werden die Touren vom Netzwerk "Worker Wheels".


Einfach mal vorbeischauen: www.worker-wheels.de

Veranstalter: IG Metall Neustadt

Grillfest in Wörth am 05.07.2009

Am 5. Juli 2009 fand unser alljährliches Grillfest im Schützenhaus in Wörth statt. Wir boten wieder ein buntes Programm mit Livemusik, Essen & Trinken, Preisausschreiben, Hüpfburg für unsere kleinen Gäste und vielem mehr. Alle, die mit uns feiern wollten, waren herzlich willkommen.  

1. Mai 2009 in Wörth

"Es rettet uns kein höh'res Wesen ..."

Für eine soziale Bewegung der Solidarität wurde am 1. Mai 2009 in Wörth demonstriert: Arbeit für alle bei fairem Lohn, soziale Gerechtigkeit, Demokratie in Wirtschaft und Politik.
An die 2000 Leute sind in den Bürgerpark in Wörth gekommen. Klare Kernbotschaft der Redner: Wir brauchen ein Bündnis der Solidarität, um gegen den Strom der Krise zu bestehen.

Die 1. Mai-Feier 2009 in Wörth war gut besucht.
Wolfgang Förster
Wolfgang Förster

Bereits in seiner Begrüßungsansprache wies Wolfgang Förster, Vertrauenskörper-Leiter bei Daimler Wörth/Germersheim, auf große Ungerechtigkeiten hin: 1,5 Promille der Weltbevölkerung hat sich 40 Prozent des Welt-Geldvermögens angeeignet. Das sei der Kern des Problems: "Wir dürfen nicht zulassen, dass die Brandstifter jetzt auf den Löschfahrzeugen sitzen." Die IG Metall als solidarische Gewerkschaft sei heute mindestens so wichtig wie zur Zeit ihrer Gründung.

Bild zum Thema Werner Dietrich, Armin Schild, Uwe Schütz
Werner Dietrich, Armin Schild, Uwe Schütz (von links).

Werner Dietrich, Erster Bevollmächtigter der IG Metall Neustadt, hob in seinem Grußwort die Bedeutung der Einigkeit in schweren Zeiten hervor. Er stellte historische Bezüge bis zum Zug zum Hambacher Schloss 1832 her. Geld sei genug da. Es müsse aber verstärkt in die Hände jener gelangen, die Produzenten und Konsumenten zugleich seien. Wer erarbeitete Werte zu Spielgeld in den Händen von globalen Playern mache, trage die Verantwortung für die Krisen-Situation. Mit "Wir zahlen eure Krise nicht" rief er zum gemeinsamen Widerstand auf.
Ulli Edelmann, seit nunmehr einem Jahr Betriebsrats-Vorsitzender bei Daimler Wörth/Germersheim, berichtete von der erreichten Sicherung bestehender Arbeitsplätze einschließlich der Übernahme aller Auszubildenden. Roland Heilmann, Ortsvorsteher von Wörth, hob die Bedeutung des Daimler-Standortes für die Kommune hervor.
Als Hauptredner war Armin Schild, Leiter des IG Metall-Bezirks Frankfurt, gekommen. Der Finanzkapitalismus habe sich zu einem Imperium der Schande entwickelt, das völlig ohne Moral und nur mit zügelloser Gier die Märkte regiere. Mit der 25-prozentigen Renditeerwartung der Deutschen Bank würden Firmen regelrecht ausgeplündert. Die jährlichen Bezüge des Vorstandsvorsitzenden Ackermann würde den Lebenseinkommen von zehn gut verdienenden Facharbeitern entsprechen. Banken auf kurzem Dienstweg Gelder in Höhe von fast zwei Bundeshaushalten zuzustecken, sei Öl ins Feuer und die größte Umverteilungsaktion der Nachkriegsgeschichte. Weit geringere Forderungen nach mehr Geld für Arbeitslose, Rentner und Beschäftigte seien strikt zurückgewiesen worden. "Dieses Geld wäre direkt im Konsum gelandet und nicht im Global Monopoly verspielt worden. Wir wollen ein Sofortprogramm und eine andere Politik", stellt Schild klar. Auf der Forderungsliste eines "Konjunkturpaketes III" stehen die soziale Regulierung der Arbeitsmärkte auch durch das Gleichbehandlungsprinzip bei Leiharbeit, gesetzlicher Mindestlohn, flexibler Ausstieg statt Rente mit 67.
"Der Weg in eine bessere Gesellschaft führt über eine gerechtere Verteilung von Einkommen und Vermögen. Mit der maßlosen Bereicherung Einzelner muss Schluss sein", bekräftigte Armind Schild unter großem Beifall der Anwesenden.

Vorsicht bei Aufhebungsverträgen

Gegen billige Abschiebe

Nach vielen Betriebszugehörigkeitsjahren sind sie mit dem "Hemd auf dem Leib" ohne Zukunftsaussichten und mit Sperre von Arbeitslosengeld aus dem Betrieb gegangen (worden).
Derzeit häufen sich "unanständige Angebote" an Arbeitnehmer zum Abschluss von Aufhebungsverträgen. Arbeitgeber möchten schnell und billig Personal abbauen. Manchmal wird erheblicher Druck aufgebaut und wider besseren Wissens behauptet, es gebe keine Sperre von Arbeitslosengeld (Alg).
Ist erst einmal unterschrieben, gibt es keinen Weg mehr zurück. Widerrufsmöglichkeiten wie bei "Haustürgeschäften" aber auch seriösen Geschäftsabschlüssen gelten im Arbeitsrecht nicht.
Kollege V. aus einem Betrieb in Landau muss nun bangen. Die Aussichten auf einen neuen Job sind eher schlecht. Der Arbeitgeber reibt sich die Hände, freut sich betriebsöffentlich über die gelungene "Abschiebe", hat nicht einmal eine Abfindung gezahlt. Eine Zusage, bei Sperre von Alg betrieblich dafür auskommen zu wollen, gab es nur mündlich.
Wir raten dringend, zu jedem Personalgespräch ein Betriebsrats-Mitglied seines Vertrauens mitzunehmen (wenn vorhanden) - das ist verbrieftes Recht. Vor Unterzeichnung jeglicher Vereinbarungen sollte Bedenkzeit verlangt und bei der IG Metall (nur Mitglieder) Rat gesucht werden. Selbst wenn ein neuer Job bereits angetreten werden kann, gibt es eine Menge zu berücksichtigen.

Delegiertenversammlung im ersten Quartal 2009

Strategien gegen den Flächenbrand

Jeder wisse, wie es in den Betrieben zur Zeit aussieht - so begann Werner Dietrich, Erster Bevollmächtigter der IG Metall Neustadt, seinen Bericht. Es komme darauf an, verlässliche Absprachen zur Strategie im Umgang mit dem Flächenbrand zu treffen. So müsse die miese Beschäftigungssituation viel mehr für Zukunftsinvestitionen in Form von Qualifizierung genutzt werden, die von der Bundesagentur für Arbeit gefördert werde. Wir selbst sollten verstärkt dafür werben, dass per gesetzlicher Bildungsfreistellung Seminare der IG Metall besucht werden. Die Technologieberatungsstelle Rheinland-Pfalz unterstütze die Betriebsräte bei Maßnahmen zur Beschäftigungssicherung auch über ein Frühwarnsystem. Betriebe könnten Landesbürgschaften für Kredite beantragen. Besonders wichtig sei es, keine Entlassungen vor Ausschöpfung der Kurzarbeit zuzulassen. Es sei zu befürchten, dass die Situation zum Abbau der Stammbelegschaften missbraucht werde. Dies könne langwierige, negative Folgen in den Arbeits- und Entgeltbedingungen sowie Nachteile bei den Betriebsratswahlen 2010 haben. "Die Konflikte, denen man jetzt aus dem Weg gehen will, holen uns massiv wieder ein. Die dann folgenden Kraftproben sind viel schwerer zu bestehen", betonte Werner Dietrich.
In diesem Zusammenhang berichtete Moritz Römmele, Vertrauensmann bei Daimler Wörth, von Aktionen der Azubis der Daimler AG und des Werkes Wörth wegen der beabsichtigten Übernahme von nur 80 Prozent der Azubis. 150 Azubis seien deswegen bei der Werksleitung und dem Betriebsausschuss gewesen.
Thomas Zwick, Betriebsratsmitglied Daimler Wörth, informierte über den Arbeitskreis Arbeitssicherheit der IG Metall Neustadt. Er betonte die Notwendigkeit, gerade jetzt in der Krise dieses Thema nicht zu vernachlässigen. Er forderte zur Beteiligung weiterer betrieblicher Vertreter auf.

Rechtsschutz-Bilanz 2008 der IG Metall Neustadt: erfolgreiche Verhandlungen

434518 Euro für Metallerinnen und Metaller erstritten

Rechtsschutz in arbeits- und sozialrechtlichen Angelegenheiten ergänzt all das, was wir mit unserer gewerkschaftspolitischen Tarif- und Betriebspolitik sowie sonstiger außergerichtlicher Vertretung erreichen. Gute Tarifverträge und Tariferhöhungen zu erkämpfen ist die eine Seite. Nicht immer ist damit auch die tatsächliche Leistung des geschuldeten Entgeltes gewährt. Forderungsgeltendmachungen nehmen einen großen Raum in der Rechtsschutzarbeit ein. Nicht alle enden vor Gericht. Viele Forderungen werden schon beglichen wenn wir uns einschalten. Sollten "freundliche" Gespräche nicht reichen, schreiben wir in Vollmacht des Mitglieds den "Schuldner" an und setzen eine Frist. Sollte dann die Forderung nicht beglichen sein, geht die Sache über den DGB-Rechtsschutz vor Gericht.
Ein weiteres großes Feld sind Kündigungsschutzklagen. Die meisten enden mit der Rücknahme der Kündigung oder indem sich Arbeitnehmer und Arbeitgeber auf die Abgeltung aller Ansprüche und Zahlung einer Abfindung einigen.
2008 wurden über den Rechtsschutz der IG Metall Neustadt 198 arbeits- oder sozialgerichtliche Verfahren abgeschlossen, 200 weitere sind noch offen. Bei den Arbeitsgerichten wurde ein Wert von 215911,08 Euro, bei den Sozialgerichten von 218607,64 Euro, insgesamt also 434518,72 Euro, für unsere Kolleginnen und Kollegen erstritten.

Tarifbewegung Metall- und Elektroindustrie 2008

Mit würdigem Abschluss am Weihnachtsbaum

Neustadter Metaller gaben klare Botschaft: Es gab machtvolle und lebhafte Warnstreiks. Die Streikbereitschaft in den Betrieben war hoch und wurde nur durch die krisenbedingten Auftragsflauten gebremst.
"Die Radios waren ständig umlagert bis zu der Nachricht über den Abschluss", berichteten Vertrauensleute aus Daimler Wörth über den 12. November 2008. Alternativ hätte es heißen können: Urabstimmung, Streik.
"Den Umständen entsprechend würdig", so bewerten laut Werner Dietrich, Erster Bevollmächtigter der IG Metall Neustadt, die Tarifkommissionsmitglieder mehrheitlich den Abschluss. Insbesondere die hohe Einmalzahlung und die Erhöhungen zur Tabelle von insgesamt 4,2 Prozent seien geeignet, die Realeinkommen und damit den Nachfragefaktor zu erhöhen. "Wir sind mit größeren Erwartungen in die Tarifrunde gegangen, was sich in unseren machtvollen und lebhaften Warnstreiks gezeigt hat." Allerdings sei die Tarifbewegung unter einem denkbar ungünstigen "Stern" gelaufen. Die wirtschaftlichen Folgen der Finanzkrise seien inzwischen auch in Betrieben der IG Metall Neustadt sehr deutlich spürbar. Dies sei keine gute Grundlage für einen Arbeitskampf, der vielleicht ein Prozent mehr gebracht hätte. "Wir sind nicht zurückgerudert, sondern nehmen neu Anlauf", das ist der Kommentar von Werner Dietrich.
Die am Samstag, 15. November 2008, stattfindende Vertrauensleute- und Betriebsräte-Vollkonferenz für Daimler Wörth-Germersheim solle der Information und der Diskussion über die Tarifbewegung, den getätigten Abschluss und dessen betrieblicher Umsetzung dienen. Hätte es keinen Abschluss gegeben, wären die Dateils zur Vorbereitung der Urabstimmung zu bereden gewesen. Werner Dietrich: "Mit zwei Gängen runter geht es jetzt in die Vorweihnachtszeit." 

Neustadter Jubilare geehrt

Ein Leben mit der IG Metall

60 Jahre in der IG Metall: Hans Schuck, Walter Dietrich, Fritz Jäger, Eugen Trost. Rechts: Werner Dietrich, links: Uwe Schütz

Ehrungen sind mehr als traditioneller Akt: 409 Kolleginnen und Kollegen aus dem Bereich der IG Metall Neustadt sind im Jahr 2008 25, 40, 50 oder gar 60 Jahre Mitglied der IG Metall. Hinter solcher Treue steht mehr als praktischer Nutzen: Erfahrene Solidarität und die Gewissheit um ein "politisches Zuhause" mit und ohne Funktionen.
"Jubilarehrungen sind für uns mehr als ein traditioneller jährlicher Akt", erklärt Werner Dietrich, Erster Bevollmächtigter der IG Metall Neustadt anlässlich der Festveranstaltung am 26. September 2008 in der "Dr.-Friedrich-Schneider-Halle" Bellheim. "Sie gehören zum würdigen Umgang mit der Geschichte, mit Erlebtem und Geleistetem." Wer wie Hans Schuck, früher beschäftigt bei der DEMAG, heute noch aktiv in unserer Delegiertenversammlung, für 60 Jahre Mitgliedschaft geehrte wird, muss laut Adam Riese 1948 in die IG Metall eingetreten sein, dem Jahr der Währungsreform und Berlin-Blockade. 1973, dem Jahr seiner Silberhochzeit mit der IG Metall, erklärt Chile den Ausnahmezustand, und die erste Konferenz über Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (KSZE) wird eröffnet. "Metaller attackieren Regierung" heißt es indessen in Neustadt (Pfälzer Tageblatt 11. Oktober 1973). Sie protestieren gegen die unverhältnismäßige Belastung der Arbeitnehmer mit den Kosten der sogenannten Stabilitätspolitik und verlangen eine arbeitnehmerfreundliche Steuerreform.

Dieter Altmann, früherer Betriebsratsvorsitzender bei Obermaier in Neustadt und heute noch aktiv im DGB-Ortskartell Haßloch und Anton Brunold, viele Jahre als DGB-Kreisvors. in unserer Region tätig, gehören zu den "50-ern". Im Beitrittsjahr 1958 konstituierte sich das Europäische Parlament und Charles de Gaulle wurde Präsident Frankreichs. Die IG Metall hat ein Jahr zuvor die Lohnfortzahlung bei Krankheit und die Verkürzung der Arbeitszeit auf 44 (!) Stunden ab 1959 durchgesetzt.
In seiner Festrede schlägt Werner Dietrich den Bogen zur Gegenwart und der anstehenden Tarifbewegung: "Es wird reell und nicht gefühlt ein kräftiger Schluck aus der Kanne ind ie Tassen einzugießen sein, die laut Herrn Kannegiesser, Chef von Gesamtmetall, nicht alle im Schrank sein sollen."
Für Unterhaltung sorgte in bewährter Weise das Duo Hoffmann-Hammer (s. Foto).  

Vier erfolgreiche Jahre!

Konstituierende Delegiertenversammlung

Am 26. April 2008 fand die konstituierende Delegiertenversammlung der IG Metall Neustadt im "Kleinen Festsaal" der Festhalle Landau statt. Die zuvor in Urwahlen gewählten 101 anwesenden Delegierten aus den Betrieben wählten Kollege Dr. Werner Dietrich mit 90,01 Prozent der Stimmen für weitere vier Jahre zum Ersten Bevollmächtigten der IG Metall Neustadt.
Die IG Metall Neustadt ist mit 14.861 Mitgliedern die größte in Rheinland-Pfalz.
Kollege Werner Dietrich verwies in seinem mündlichen Geschäftsbericht auf die Neuaufnahme von über 3.000 Mitgliedern in den letzten vier Jahren. Als Ziel nannte er den weiteren Ausbau des Organisationsgrades, insbesondere in Klein- und Mittelbetrieben und die Erhöhung der Anzahl der Betriebe, die letztendlich auch einen Arbeitskampf in der Metall- und Elektroindustrie führen können. "Wir wollen und wir werden es nicht zulassen, wenn Betriebe aus dem Arbeitgeberverband austreten um Lohnkosten zu sparen", so Dietrich. "Wer gute Arbeit abliefert, soll auch gut verdienen!" Ferner kristisierte Dietrich auch das Verhalten der Arbeitgeber, die aus Kostengründen verstärkt auf Leiharbeitnehmer zurückgreifen. "Der Einsatz von Leiharbeitern ist manchmal unabdingbar, allerdings sollten diese dann auch zu gleichen Bedingungen beschäftigt und entlohnt werden" so Dietrich. "Eine Spaltung der Belegschaften mit ungleicher Bezahlung können und wollen wir als IG Metall nicht hinnehmen!" Er verwies auf das vorzeigbare Modell bei Mercedes Benz in Wörth. Dort werden Leiharbeitnehmer über die gemeinnützige GABIS zu gleichen Bedingungen wie Stamm-Mitarbeiter eingestellt.
Bezirksleiter Armin Schild, der als Gast zu unserer konstituierenden Delegiertenversammlung gekommen war, sprach über die Themen Alterteilzeit / Rente mit 67 sowie Leiharbeit / prekäre Beschäftigung.

In den Ortsvorstand der IG Metall Neustadt wurden gewählt:

Ulli Edelmann, Helmut Dumser, Barbara Ziller, Wolfgang Förster, Helmut Kindler, Gerd Schoproni (alle Mercedes Benz Werk Wörth und Germersheim), Steffen Herrmann (Duttenhöfer Haßloch), Otmar Huber (SULO Neustadt), Ulrike Jäger (Faurecia Wörth), Klaus Lippoth (Nolte Möbel Germersheim), Petra Meyer-Spreckic (Harman/Becker Schaidt), Klaus Schumacher (Mercedes Benz Niederlassung Landau) und Otmar Vogt (Gillet Edenkoben).

Bild zum Thema 2008_Konst_Del.Versammlung