10.05.2017 | Verhandlungsergebnis Elektrohandwerk Hessen und Rheinland-Pfalz

Neuer Tarifvertrag für das Elektrohandwerk in Hessen/Rheinland-Pfalz

Für die Beschäftigten des Elektrohandwerks in Hessen und Rheinland-Pfalz gibt es mehr Geld.

Darauf haben sich am gestrigen Tag die IG Metall, Bezirk Mitte und der Fachverband Elektro und Informationstechnik Hessen/Rheinland-Pfalz geeinigt.
Zum 1. Juni 2017 werden die Entgelte in einem ersten Schritt um 3,0 Prozent erhöht, zum 1. September 2018 um weitere 2,7 Prozent.
Auch die Ausbildungsvergütungen steigen in zwei Schritten zum jeweils gleichen Zeitpunkt: zwei Mal um 20 Euro im ersten, 25 Euro im zweiten und jeweils 30 Euro im dritten und vierten Ausbildungsjahr auf dann 640, 690, 785 und 850 Euro.
Der neue Tarif ist frühestens zum 31. August 2019 kündbar. Er steht noch unter dem Vorbehalt einer beiderseitigen Erklärungsfrist bis zum 15. Mai 2017.

Der Tarifvertrag gilt in Hessen für knapp 3.200 Betriebe mit rund 26.500 Beschäftigten, in Rheinland-Pfalz für etwa 2.350 Betriebe mit über 21.500 Arbeitnehmern.

10.04.2017 | Tarifinfo und Veranstaltungshinweis

Tarifrunde KFZ-Handwerk in der Pfalz startet mit zwei Infoveranstaltungen

In der Pfalz gelten für alle KFZ-Betriebe, die Mitglied in der Innung sind, automatisch die IG Metall Tarifverträge. Jedoch gibt es bei den wenigsten gewählte Betriebsräte. Aber Tarifverträge wirken nun einmal verbindlich nur da, wo ein Betriebsrat darauf achtet, dass die vereinbarten Bedingungen eingehalten und umgesetzt werden. Daher bietet die IG Metall Veranstaltungen für interessierte Beschäftigte des KFZ-Handwerk an. Denn, nur wer seine Rechte kennt, kann diese auch wahrnehmen.

Die IG Metall Neustadt bietet hierzu am 25. und 26. April 2017 zwei Infoveranstaltungen in Neustadt und Landau, jeweils um 17:45 Uhr an. Interessierte Beschäftigte der Autohäuser der Region sind herzlich eingeladen sich unverbindlich zu informieren. Weitere Infos zu Örtlichkeiten gibt es auf Anfrage bei uns im Büro Neustadt.

Hintergrund:

Fünf Prozent mehr Geld für zwölf Monate. Mit dieser Forderung startet die IG Metall in die Tarifrunde für die Kfz-Beschäftigten. Die Vergütungen für die Auszubildenden sollen zudem überproportional steigen. Vorausgegangen waren ausführliche Debatten in den Kfz-Betrieben und den gewerkschaftlichen Gremien. Die bisher geltenden Entgeltregelungen wurden zu Ende April 2017 gekündigt. Anfang Juni soll es bundesweit Aktionstage geben, die es vorzubereiten gilt.

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05.04.2017 | Tarifforderung Elektrohandwerk Hessen und Rheinland-Pfalz

Wir fordern 5,3 Prozent!

Die Tarifforderung für das Elektrohandwerk in den Tarifgebieten Hessen und Rheinland-Pfalz "steht": Eine Steigerung der Entgelte um 5,3  Prozent sowie eine überproportionale Erhöhung der Ausbildungsvergütungen - so lautet das Votum der Tarifkommission.

17.03.2017 | Tariferhöhung Metall-/Elektroindustrie

2 % mehr Geld zum 01. April 2017

Zum 1. April 2017 gibt es 2 % mehr Geld für die Beschäftigten der Metall- und Elektroindustrie. Es ist die 2. Stufe des Ergebnisses der Tarifrunde 2016. Das haben die IG Metall Mitglieder gemeinsam erfolgreich durchgesetzt.
Die Steigerung der Entgelte und Ausbildungsvergütungen gilt für die tarifgebundenen Betriebe. Im Bereich der IG Metall Neustadt gilt das für: Daimler in Wörth und in Germersheim, Kardex in Bellheim, Duttenhöfer in Haßloch, Tenneco in Edenkoben, David & Baader in Rülzheim, Webasto in Schaidt, Magna in Kandel und Constellium in Landau.
Lt. unserer Satzung werden die Beiträge entspr. angepasst.
Die tarifpolitischen Erfolge, die wir erzielen, und die Leistungen, die wir unseren Mitgliedern bieten, hängen auch von unserer finanziellen Leistungsstärke ab. Die IG Metall finanziert sich ausschließlich über die Mitgliedsbeiträge. Für Berufstätige beträgt der Beitrag ein Prozent vom Bruttoeinkommen, Nicht-Berufstätige zahlen weniger.

01.03.2017 | Leiharbeit

Tariferhöhungen für Leihbeschäftigte ab 1. März 2017

Zum 1. März 2017 erhöhen sich erneut die Tarifentgelte für die Leihbeschäftigten.

02.03.2017 | Tarifrunde Textil

Verhandlungsergebnis erzielt!

Bild zum Thema 2017_Warnstreik_IAC
Warnstreik bei IAC Lambrecht

Nach der Wiederaufnahme der 3. Tarifverhandlung vom 15.02.2017 wurde in der Nacht vom 1. auf den 2. März 2017 für die westdeutsche Textil- und Bekleidungsindustrie ein Verhandlungsergebnis erzielt.

Die Beschäftigten des Automobilzulieferers IAC haben sich am 7. Februar an einem einstündigen Warnstreik beteiligt. Von der Tariferhöhung sind in Lambrecht 85 Beschäftigte betroffen.

WIR haben es geschafft! WIR für mehr Gerechtigkeit! Werde WIR und sei dabei!

30.11.2016 | Tarifrunde Leiharbeit IGZ und BAP

Ergebnis erzielt: Ost-West-Angleichung erreicht, deutliche Anhebung der Entgelte!

Ab 2017 steigen im Westen die Entgelte in der Leiharbeit jährlich zwischen 2,5 und 3,2 Prozent pro Stunde. Im Osten steigen die Entgelte ab dem neuen Jahr jährlich bis zu 4,82 Prozent pro Stunde.

Die vollständige Ost-West-Angleichung in allen neun Entgeltgruppen erfolgt zum 1. April 2021. Danach entfällt die Entgelttabelle Ost. Die zu diesem Zeitpunkt gültige Tabelle West ist dann für das gesamte Bundesgebiet anwendbar. Ein besonderer Erfolg für die Gewerkschaften ist die Aufwertung der unteren Entgeltgruppen durch eine überproportionale Erhöhung der Entgelte in den Entgeltgruppen 1 und 2.

Der Tarifvertrag hat eine Laufzeit von 36 Monaten und endet zum 31. Dezember 2019.

Weitere Informationen unter:
www.dgb.de/tarifrunde-leiharbeit

30.11.2016 | Interview mit Christian Möckel

Industrielle Kontraktlogistik

Christian Möckel

Christian, Du verstärkst seit dem 01.06.2016 als Erschließungssekretär die IG Metall in der Pfalz. Kannst Du vorab ein paar erklärende Worte zum Begriff „Kontraktlogistik“ sagen?

Die industrielle Kontraktlogistik ist ein Wachstumsmarkt. Sie erfüllt längst nicht mehr traditionelle Logistikaufgaben wie den Transport von A nach B. Die Kontraktlogistik ist in industrielle Prozessketten eingebunden. Das sind Tätigkeiten, wie die Versorgung der Montagelinie oder die Vormontage kompletter Komponenten wie Räder, Armaturenbretter und Achsen. Prozessketten, die zuvor von den Stammbeschäftigten des Konzerns (OEM/Original Equipment Manufacturer) erledigt wurden.

Der Kontraktlogistiker soll dies alles möglichst günstig und effizient gestalten. Der Konkurrenz- und Kostendruck in der Branche wird ausschließlich über den Preis entschieden. Für die Branche bedeutet das vor allem schlechte Arbeitsbedingungen. Oft fehlen Mitbestimmungsstrukturen und eine faire Tarifbindung.

In der Automobilbranche erleben wir Unterschiede beim Entgelt gegenüber Stammbeschäftigten von 50 bis 70 Prozent. Das ist schlichtweg nicht akzeptabel. Die Kolleginnen und Kollegen brauchen einen Flächen- bzw. Verfahrenstarifvertrag, der in der Region Leitplanken beim Entgelt einzieht und Mindestbedingungen bei Arbeitszeit, Urlaub oder Einmalzahlungen vorschreibt.

Welche Aufgaben ergeben sich daraus für eine erfolgreiche Erschließungsarbeit?

Es gilt zum einen, Ausgliederungen möglichst zu verhindern oder zumindest fair zu gestalten. Zum anderen lassen wir die Kolleginnen und Kollegen nicht im Stich, sondern wollen auch in der Kontraktlogistik gute betriebliche Interessenvertretungen und Tarifbindung, mit einer Orientierung am Flächentarif, sicherstellen.

Grundlage für die erfolgreiche Erschließungsarbeit ist die systematische Bestandsaufnahme der Dienstleistungsbereiche. Ob auf dem Betriebsgelände selbst, in angrenzenden Industrieparks oder in der weiteren Peripherie. Mit der vorgeschalteten Recherche gilt es dann eine betriebs- und tarifpolitische Erschließungsstrategie zu entwickeln. Dazu gehört ein entsprechender gewerkschaftlicher Organisationsgrad, die Etablierung von Betriebsratsstrukturen und die Herstellung tariflicher Durchsetzungsmacht. Erfolge in Tarifverhandlungen sind ohne Aktionen kaum zu erreichen. 

Wie gehst Du konkret an diese Aufgabe heran?

Ziel ist es, mit den Beschäftigten in ein erstes Gespräch zu kommen, um dadurch die betrieblichen Konflikt-Themen zu identifizieren. Die Aktiven-Treffen sind im Anschluss der Ort, um sich als Gruppe kennen zu lernen, Aktivitäten zu planen oder um sich auch weiterzubilden. Für den Aufbau von Aktiven-Strukturen ist es zentral, dass wir mit den Kolleginnen und Kollegen an ihren spezifischen Themen aus dem Betrieb arbeiten. Diese Themen müssen eine hohe Identifizierungskraft mitbringen, sie sollten gewinnbar und mobilisierungsfähig sein. Dies ist Voraussetzung für eine erfolgreiche Kampagnenplanung und zur Etablierung von Betriebsratsstrukturen sowie der Herstellung tariflicher Durchsetzungsmacht.

Vielen Dank für das Gespräch. Wir wünschen Dir viel Erfolg.

29.09.2016 | Stefan Wolf

Gewerkschaftliche Erschließung in IT und Engineering

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Stefan Wolf

Beschäftigte sind heute einer sich ständig ändernden Arbeitswelt ausgesetzt. Um hierfür einen guten Rahmen zu schaffen, müssen sie sich gewerkschaftlich organisieren.

Mein Ziel ist es, eine Veränderung durch Globalisierung und Industrie 4.0 gemeinsam mit den Kolleginnen und Kollegen in den Betrieben so zu gestalten, dass die Arbeits- und Lebensbedingungen weiterhin gut bleiben.

01.07.2016 | mehr Entgelt für Beschäftigte, Leiharbeiter und Rentner

Tarif- und Rentenerhöhung zum 1. Juli 2016

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Ab 1. Juni 2016 erhöhen sich die Entgelttabellen für Beschäftigte in der Leiharbeit. In Folge erhöhen sich auch die Branchenzuschläge für die Beschäftigten, die in unseren Branchen im Einsatz sind.

In der Metall- und Elektroindustrie steigen die Einkommen ab 1. Juli 2016 um 2,8 Prozent, so u.a. auch bei Mercedes Benz in Wörth und Germersheim, bei Kardex in Bellheim, Duttenhöfer in Haßloch, AURA in Germersheim, David+Baader DBK in Rülzheim und Magna in Kandel.

Wegen der guten Tarifentwicklung, gibt es ab Juli eine Rentenerhöhung von 4,25 Prozent.

07.06.2016 | Tarifbindung - eine Frage der Gerechtigkeit

Wer bestimmt den Wert Deiner Arbeitskraft?

In einem Betrieb ohne Tarifbindung sind die Verdienste im Durchschnitt 24 Prozent niedriger und die oft Arbeitszeiten länger. Wie kommt man aber zu guter Arbeit, qualifizierter Mitbestimmung und fairen Tarifverträgen? Diese Themen stehen im Mittelpunkt der Inforunden, die sich an interessierte Beschäftigte aus nicht tarifgebundenen Betrieben der Region richten. Die IG Metall Neustadt bietet drei alternative Termine an, die ohne Anmeldung, unverbindlich besucht werden können. Bei allen Veranstaltungen stehen erfahrene Gewerkschafter und kompetente Arbeitsrechtsexperten als Ansprechpartner zur Verfügung.

19.05.2016 | Metall- und Elektroindustrie

Tarifkommissionen des IG Metall Bezirks Mitte stimmen Tarifergebnis einstimmig zu

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Am heutigen Donnerstag haben die Tarifkommissionsmitglieder der IG Metall für Hessen, Rheinland-Pfalz und das Saarland dem neuen Tarifvertrag zugestimmt. In einer kurzen Diskussion wurde das Verhandlungsergebnis vom 13. Mai als "guter und akzeptabler Kompromiss" bewertet. Die Abstimmung ergab einstimmige Zustimmung zu der vereinbarten Entgelterhöhung um 2,8 Prozent ab 1. Juli diesen Jahres und 2,0 Prozent ab 1. April 2017. Darüber hinaus sieht die Vereinbarung eine Pauschalzahlung von 150,- Euro für Juni 2016 vor.

"Die einhellige Zustimmung der Tarifkommissionsmitglieder zeigt sehr deutlich, dass das Verhandlungsergebnis gut ankommt. Der neue Tarifvertrag kann nun in Kraft treten - das bringt deutlich höhere Einkommen, erhöht die Kaufkraft und stärkt die Binnennachfrage beträchtlich. Dass nun viele mehr verdienen ist das Verdienst von mehr als 100.000 Warnstreikteilnehmern und einer durchsetzungsfähigen Gewerkschaft“, so Jörg Köhlinger, Verhandlungsführer und Bezirksleiter der IG Metall im Bezirk Mitte.

In Hessen, Rheinland-Pfalz und dem Saarland gelten die Tarifverträge für die Metall- und Elektroindustrie für etwa 400.000 Beschäftigte. In einigen nicht-tarifgebundenen Unternehmen in den drei Bundesländern kämpft die IG Metall aktuell um den Abschluss von Tarifverträgen.

13.05.2016 | Tarifkonflikt Metall- und Elektroindustrie

Tarifabschluss für die Metall- und Elektroindustrie in Hessen, Rheinland-Pfalz und im Saarland

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Für die Beschäftigten in der Metall- und Elektroindustrie gibt es einen neuen Tarifvertrag. Die IG Metall und der Arbeitgeberverband der Mittelgruppe haben heute Mittag das in den frühen Morgenstunden in Nordrhein-Westfalen abgeschlossene Verhandlungsergebnis übernommen. Das Ergebnis wurde auf Hessen, Rheinland-Pfalz und das Saarland übertragen.

Die Entgelte und Ausbildungsvergütungen für die Beschäftigten in der Metall- und Elektroindustrie werden auch hier erhöht. Die Erhöhung erfolgt in zwei Stufen: 2,8 Prozent ab 1. Juli dieses Jahres, weitere 2,0 Prozent folgen ab 1. April 2017. Für die Monate April, Mai und Juni 2016 gibt es einen Pauschalbetrag von 150 Euro (Auszubildende 65 Euro). Insgesamt bedeutet dies eine tabellenwirksame Entgeltsteigerung von 4,8 Prozent bis zum Ende der Laufzeit. Der Tarifvertrag hat eine Laufzeit von 21 Monaten bis zum 31. Dezember 2017. 

„Mehr als 100.000 Beschäftigte haben sich in den letzten Tagen im Bezirk Mitte an Warnstreiks beteiligt. Sie haben diesen Tarifvertrag erzielt“, zieht Jörg Köhlinger, Bezirksleiter und Verhandlungsführer der IG Metall im Bezirk Mitte Bilanz. Zum Ergebnis sagt er: "Der Tarifvertrag ist ein akzeptabler und vernünftiger Kompromiss. Die Beschäftigten in der Metall- und Elektroindustrie haben diese Tariferhöhungen verdient. Zum einen durch die harte Arbeit, die sie tagtäglich leisten, zum anderen durch ihr Engagement in der Tarifbewegung. Sie haben nun einen deutlichen Zuwachs ihrer Kaufkraft und die Unternehmen Planungssicherheit.“

Für die Einmalzahlung von 150,- Euro und die zweite Stufe der Entgelterhöhung im Jahr 2017 wurde eine Differenzierungsklausel vereinbart, die es den Tarifvertragsparteien erlaubt, bei wirtschaftlichen Schwierigkeiten einzelner Unternehmen eine Verschiebung der Entgelterhöhung vorzunehmen. Der Tarifabschluss ist aus Sicht der IG Metall ein Beitrag zu mehr Gerechtigkeit. Damit setze sie ihren Kurs der verlässlichen Tarifpolitik fort, so Köhlinger abschließend.

Für Thüringen erwartet die IG Metall ebenfalls eine zügige und vollständige Übernahme des Pilotabschlusses, dies soll in den nächsten Tagen geschehen.

02.05.2016 | Tarifkonflikt Metall- und Elektroindustrie

Tausende Metallerinnen und Metaller setzen Warnstreiks fort

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Zuletzt haben am heutigen Montag bis 14 Uhr rund 5.400 Metallerinnen und Metaller ihrer Forderung nach 5 Prozent mehr Entgelt und Ausbildungsvergütung Nachdruck verliehen und kurzzeitig ihre Arbeit niedergelegt. In bezirksweit zahlreichen Warnstreikaktionen haben die Warnstreiks in den frühen Morgenstunden mit der Frühschicht begonnen. Weitere Warnstreiks werden im Verlauf des Tages folgen.

„Mit Warnstreiks wird es in den folgenden Tagen weitergehen, um Bewegung in den Konflikt zu bekommen“, so Jörg Köhlinger, Bezirksleiter und Verhandlungsführer der IG Metall Mitte.

Die Schwerpunkte der Warnstreiks im IG Metall Bezirk Mitte lagen zu Beginn der Woche insbesondere in Hessen und Rheinland- Pfalz.

29.04.2016 | Verhandlungen ergebnislos

Erste Warnstreiks im IG Metall Bezirk Mitte

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Die IG Metall hat nach ergebnislosen Verhandlungen in der Metall- und Elektroindustrie im Bezirk Mitte zu Warnstreiks aufgerufen. Bereits in der Nacht zum 29. April haben rund 7.000 Beschäftigte ihre Arbeit niedergelegt und ihrer Forderung nach 5 Prozent mehr Entgelt Nachdruck verliehen.

Bis Mittags haben sich etwa 16.000 Metallerinnen und Metaller an unterschiedlichen Warnstreikaktionen beteiligt. Weitere Warnstreiks werden im Tagesverlauf folgen.

Jörg Köhlinger, Bezirksleiter IG Metall Mitte und Verhandlungsführer der IG Metall sprach gegen Mitternacht bei einem Warnstreik der Beschäftigten von ThyssenKrupp Rasselstein in Andernach und am morgen bei Hörmann Automotive in Mainz-Gustavsburg: „Die Kolleginnen und Kollegen sind zu Recht empört. Das, was uns die Arbeitgeberverbände als ‚alternatives‘ Angebot hingelegt haben, ist eine Schande für die Branche. Hatten sie vorher 0,9 Prozent für 12 Monate geboten, verdoppeln sie jetzt einfach die Laufzeit auf zwei Jahre und geben noch einmal 1,2 Prozent dazu – das ist Augenwischerei. Zusätzlich fordern sie jetzt eine Differenzierung.“ Das sei alles definitiv kein Beitrag zu konstruktiven Verhandlungen.

28.04.2016 | Kein ernstzunehmendes Angebot vorgelegt

Dritte Verhandlung: IG Metall Mitte ruft zu Warnstreiks auf

Die IG Metall im Bezirk Mitte ruft zu ersten Warnstreiks auf. In den dritten Verhandlungen in der Metall- und Elektroindustrie haben die Arbeitgeberverbände für Hessen, Rheinland-Pfalz und das Saarland am heutigen Donnerstag bei den Verhandlungen in Frankfurt am Main ein neues Angebot vorgelegt. Sie bieten nun eine Steigerung der Entgelte um insgesamt 2,1 Prozent an, aber verteilt auf zwei Stufen bei einer Laufzeit von 24 Monaten. Zusätzlich soll es eine „Wettbewerbskomponente“ von einmalig 0,3 Prozent geben, berechnet auf zwölf Monate. Darüber hinaus brachten sie eine weitergehende Differenzierung ins Gespräch.

Jörg Köhlinger, Bezirksleiter und Verhandlungsführer der IG Metall Mitte, bewertet dieses Angebot als nach wie vor völlig unzureichend: „Wir mussten leider zur Kenntnis nehmen, dass die Arbeitgeber der Mittelgruppe auch mit ihrem neuen Angebot keine ernstzunehmende Grundlage für Verhandlungen legen wollten. In Zeiten guter Profite bieten sie uns Magerkost an. Das ist verantwortungslos, wenn man eine konstruktive Lösung in Tarifverhandlungen sucht.“

Da eine Einigung ausblieb, ruft die IG Metall im Bezirk Mitte zu Warnstreiks auf. Die Friedenspflicht endet am 28. April 2016 um 24 Uhr, sodass ab 0 Uhr zu ersten Warnstreiks aufgerufen werden kann, um der Forderung Nachdruck zu verleihen.

15.04.2016 | Tarifbewegung Metall- und Elektroindustrie 2016

0,9 Prozent - IG Metall Mitte wirft Arbeitgebern Provokation vor

Im IG Metall Bezirk Mitte liegt für die Metall- und Elektroindustrie in Hessen, Rheinland- Pfalz und im Saarland ein Angebot der Arbeitgeber vor: 0,9 Prozent mehr Entgelt, und eine Einmalzahlung von 0,3 Prozent in Betrieben, in denen die wirtschaftliche Lage dies zulässt.

„Das ist kein wirkliches Angebot, sondern eine offene Kampfansage“, so Jörg Köhlinger, Bezirksleiter der IG Metall und Verhandlungsführer. „Unsere Kolleginnen und Kollegen leisten tagtäglich harte Arbeit in den Betrieben, erarbeiten die Gewinne, die gerade in vielen Jahresabschlüssen veröffentlicht werden. Weniger als ein Prozent als Angebot – da bleibt nichts anderes übrig, als uns auf einen harten Konflikt einzustellen.“ Anlässlich der Verhandlung demonstrierten 1.500 Metaller bei einer Kundgebung der Metallgewerkschaft.

Die IG Metall fordert für die Beschäftigten in der Metall- und Elektroindustrie eine Entgelterhöhung und eine Erhöhung der Ausbildungsvergütungen von 5 Prozent über 12 Monate.

Die Entgelterhöhungen der vergangenen drei Tarifbewegungen in der Metall- und Elektroindustrie haben in hohem Maße zur Stärkung der Kaufkraft beigetragen.

Die Tarifsteigerungen der vergangenen Jahre gelten bei allen Wirtschaftsforschern als ein wichtiger Beitrag zur Konjunktur in Deutschland.

16.03.2016 | Tarifbewegung 2016

Wir für mehr: Erste Verhandlung in Koblenz

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Rund 1.500 Metaller und Metallerinnen aus Hessen, Rheinland-Pfalz und dem Saarland haben heute in Koblenz ihrer Forderung nach fünf Prozent mehr Geld mit einer Kundgebung und Aktionen Nachdruck verliehen.

Nach kurzer Zeit sind die Verhandlungen unterbrochen worden. „Fünf Prozent mehr Entgelt und Ausbildungsvergütung – das ist eine ebenso vernünftige wie gerechtfertigte Forderung“, sagte Jörg Köhlinger, Bezirksleiter der IG Metall Mitte. „Die wirtschaftliche Situation ist sehr stabil. Es geht den meisten Unternehmen gut, einige veröffentlichen ja gerade hervorragende Bilanzen.“

Die zweite Verhandlung für die Beschäftigten der Metall- und Elektroindustrie für Hessen, Rheinland-Pfalz und das Saarland ist am Freitag, 15. April 2016 in Darmstadt. Die Entgelt-Tarifverträge sind zum 31. März 2016 gekündigt. In der Nacht zum 29. April endet die Friedenspflicht, ab dann sind Warnstreiks möglich.

23.02.2016 | Tarifkommissionen im IG Metall Bezirk Mitte beschließen Forderung

5 Prozent mehr Geld

Fünf Prozent mehr Entgelt und die Erhöhung der Ausbildungsvergütungen um fünf Prozent mit einer Laufzeit von 12 Monaten - diese Forderungen haben die Tarifkommissionen der Metall- und Elektroindustrie für Hessen, Rheinland-Pfalz, das Saarland und Thüringen in einer gemeinsamen Sitzung am 23. Februar 2016 beschlossen.

Die Forderung ist mit der wirtschaftlichen Lage gut begründet, die wirtschaftliche Entwicklung ist stabil und die Prognosen für 2016 gut. „Die konjunkturelle Lage und die guten Prognosen sind die Grundlage für unsere Forderungen. Die wird auch kleinere Betriebe nicht überfordern. Die Arbeitnehmer wollen an der guten wirtschaftlichen Lage teilhaben, das kommt auch der Binnenkaufkraft und damit der Konjunktur zugute“, so Jörg Köhlinger, Bezirksleiter des IG Metall-Bezirks Mitte.

Die Metallerinnen und Metaller wollen sich darüber hinaus für die Ausweitung der Tarifbindung einsetzen. „Gerecht geht nur mit Tarif. Deswegen wollen wir die Tarifbindung aller Betriebe der Metall- und Elektroindustrie erhöhen und in dieser Tarifbewegung Betriebe ohne Tarifbindung stärker einbinden“, so Jörg Köhlinger dazu. Die Entgelte von Beschäftigten in nicht-tarifgebundenen Betrieben sind bei vergleichbarer Tätigkeit 24,6 Prozent niedriger als in tarifgebunden Unternehmen, die Arbeitszeiten spürbar länger. Wir werden in dieser Tarifrunde verstärkt Belegschaften aus Betrieben ohne Tarifbindung einbeziehen, um die Tarifbindung wieder zu steigern, so Köhlinger. Es gebe im Bezirk Mitte etliche Beispiele aus den letzten Jahren dafür, dass man erfolgreich Tarifbindung durchsetzen könne. Hier werde die Gewerkschaft nun verstärkt ansetzen.

28.01.2016 | Tarifbewegung 2016

Tarifkommissionen diskutieren über Forderungshöhe

Die Tarifkommission der IG Metall im Bezirk Mitte der Metall- und Elektroindustrie haben heute beschlossen, die Entgelttarifverträge  in den Bundesländern Rheinland- Pfalz, Hessen, dem Saarland und in Thüringen zu kündigen.

Darüber hinaus haben die Mitglieder der Tarifkommission über die Höhe der Entgeltforderung diskutiert. Ihre Vorstellung über die Erhöhung der Entgelte und Ausbildungsvergütungen liegen bei bis zu 5 Prozent.

Die Begründung dieser Forderung findet sich in der guten wirtschaftlichen Lage der Metall- und Elektroindustrie und der guten Prognosen für 2016. Insgesamt ist die Lage, trotz der vermeintlichen Eintrübung, prognostiziert durch das ifo- Institut, gut.

„Wir wollen mit einer angemessenen Entgelterhöhung die Binnennachfrage weiterhin stärken“, kündigt Köhlinger an und fährt fort: „Das ist auch der harten Arbeit angemessen, die die Kolleginnen und Kollegen in den Betrieben leisten. Die hohe Zahl von Überstunden und die zumeist mehr als vollen Arbeitszeitkonten zeigen sehr deutlich, welche Leistung sie in den Betrieben bringen. Wir werden für unsere Forderungen streiten.“

Der Vorstand der IG Metall wird Anfang Februar eine Empfehlung für die Tarifforderung der Bezirke abgeben. In einer Sitzung am 23. Februar werden die Tarifkommissionen in allen Bezirken über die Forderungshöhe entscheiden. Mitte März sollen die Verhandlungen beginnen. 

15.01.2016 | Kontraktlogistik

Kooperationsvereinbarung zwischen IG Metall und Ver.di

Die Industrieproduktion wird zunehmend komplexer: Viele Autohersteller fertigen ihre Autos längst nicht mehr allein. Oftmals sind verschiedene Firmen auf dem Werksgelände daran beteiligt - unter anderem auch Kontraktlogistiker. Unter anderen kann ihre Aufgabe darin bestehen, die Teile an die Linien zu bringen oder sogar Teile vorzumontieren. Häufig zu schlechteren Bedingungen als die Stammbeschäftigten im Werk.

Die gewerkschaftlichen Zuständigkeiten waren bislang oftmals nicht restlos eindeutig. Deswegen haben die IG Metall und Ver.di in einer gemeinsamen Kooperationsvereinbarung die Zuständigkeiten und den Geltungsbereich ihrer Tarifverträge in der industriellen Kontraktlogistik geklärt. Das gilt für die Branchen Automobil- und Fahrzeugbau, Stahl, Luft-, und Raumfahrt und Schiffbau.

Zuständig ist die IG Metall,

  • wenn ein Kontraktlogistiker seine Tätigkeit auf dem Werksgelände eines Betriebs erbringt, der in den Organisationsbereich der IG Metall fällt.
  • wenn ein Kontraktlogistiker seine Tätigkeit zu mehr als 75 Prozent für einen Endkunden erbringt, der in den Organisationsbereich der IG Metall fällt.
  • wenn bei einem Kontraktlogistiker produktive Tätigkeiten (Fertigung, Montage) mehr als 50 Prozent der Gesamttätigkeiten ausmachen.

Für besondere Tätigkeiten in der Automobilindustrie sind die Zuständigkeiten auch geklärt: Beispielsweise der Versand von Fahrzeugen fällt in den Zuständigkeitsbereich von Ver.di, während beispielsweise das Geschäft mit Ersatzteilen in IG Metall- Betrieben von der IG Metall organisiert wird. Für ungeklärte Bereiche wird ein Verfahren eingerichtet, nach dem die Zuständigkeit geklärt werden kann.  

19.10.2015 | Rheinland-Pfalz

Rheinland-Pfälzische Metall- und Elektroindustrie und die IG Metall erleichtern Flüchtlingen berufliche Qualifizierung

Die  IG Metall Mitte und die Arbeitgeberverbände der rheinland-pfälzischen Metall- und Elektroindustrie, PfalzMetall sowie vem.die Arbeitgeber haben vereinbart, dass der Tarifvertrag zur Integration Jugendlicher in Berufsausbildung (TV IJB) künftig auch für Flüchtlinge mit hoher Bleibeperspektive gelten soll. Diese Öffnung gilt unabhängig vom Alter der Flüchtlinge. Durch diesen Schritt können Flüchtlinge sogenannte Einstiegsqualifikationen in M+E-Unternehmen absolvieren. Im Mittelpunkt der Einstiegsqualifikationen sollen Sprachförderung, der Erwerb von Schlüsselkompetenzen sowie sozialpädagogische Betreuung stehen. Der Tarifvertrag stellt es den Betrieben frei, öffentliche Förderprogramme, Maßnahmen zur Einstiegsqualifizierung und Berufsvorbereitung oder ergänzende Programme von Bildungsträgern zu nutzen.

„Mit dieser Öffnung erleichtern die Tarifvertragsparteien Flüchtlingen den Zugang zu Arbeit und eröffnen ihnen eine berufliche Qualifizierung“, sagt PfalzMetall-Präsident Johannes Heger. „Jetzt muss die Politik schnellstens ihre Hausaufgaben machen und dafür sorgen, dass Flüchtlinge viel schneller als bisher sprachlich erstqualifiziert werden und einen für die Firmen belastbaren Aufenthaltstitel erhalten", fordert Thorsten Bröcker, Hauptgeschäftsführer des Arbeitgeberverbandes vem.die arbeitgeber e. V..

Jörg Köhlinger, Bezirksleiter der IG Metall Mitte, sieht in dem veränderten Tarifvertrag einen wichtigen Schritt, Flüchtlingen gesellschaftliche Teilhabe zu ermöglichen. „Wir fordern von den Arbeitgebern, Qualifizierungs- und Beschäftigungsmöglichkeiten für Flüchtlinge zu schaffen, ohne die aktuelle Situation für Lohndumping zu missbrauchen. Flüchtlinge dürften nicht dafür instrumentalisiert werden, bestehende soziale Schutz- und Gestaltungsregelungen in unserer Arbeits- und Sozialordnung abzubauen. Dafür sind jetzt in der rheinland- pfälzischen Metall- und Elektroindustrie die Voraussetzungen geschaffen.“

„Rassistischem Denken und Handeln werde sich die IG Metall auch künftig entgegenstellen“, fügt Köhlinger hinzu. Das Recht auf die Würde und körperliche Unversehrtheit von Menschen sei nicht zu diskutieren.

06.07.2015 | Tarifergebnis Textile Dienste

Nach zähen Verhandlungen mehr Entgelt in textilen Diensten

(Bild: Fotolia)

Nach langen und zähen Verhandlungen können die Beschäftigten und Auszubildenden in den textilen Diensten einen Erfolg verzeichnen:

Der bundesweit geltende Tarifabschluss sieht vor, dass ab September 2015 die Löhne und Gehälter um 3,6 Prozent erhöht werden. Im Juli und August wird noch nach bisherigem Tarif gezahlt. Auszubildende bekommen ab September (in Ost und West) in allen Ausbildungsjahren 32 Euro mehr.
Darüber hinaus wird es in Ost und West mehr Urlaubs- und mehr Weihnachtsgeld geben und eine Verbesserung der Altersteilzeit und der Arbeitszeiten.
Im IG Metall Bezirk Mitte hat die Tarifkommission dem Ergebnis, welches für rund 2.000 Beschäftige gelten wird, einstimmig zugestimmt. Derzeit gibt es Überlegungen, im kommenden Jahr einen Branchenarbeitskreis textile Dienste ins Leben zu rufen.
In der Branche textile Dienste arbeiten bundesweit derzeit 22.000 Beschäftigte. Dieser Dienstleistungsbereich umfasst unter anderem das Vermieten von Berufskleidung, Waschen und Instandhaltung von Wäsche und Kleidung und Waschraumhygiene.

19.06.2015 | Deutliche Entgeltsteigerung Kfz-Handwerk Pfalz

5,8 Prozent mehr im Kfz-Handwerk Pfalz

Logo der Tarifbewegung Kfz-Handwerk

Die 7.500 Beschäftigten im Kfz-Handwerk in der Pfalz bekommen ab dem 1. Juni 2015 mehr Geld.

Das Einkommensplus von 5,8 Prozent wird schrittweise eingeführt: Die Entgelte werden ab dem 1. Juni 2015 um 2,9 Prozent erhöht und ab dem 1. November 2016 um weitere 2,9 Prozent.

Auch für Auszubildende gibt es mehr Entgelt in zwei Stufen. Ab August 2015 und ab August 2016 werden die Ausbildungsvergütungen um jeweils um 2,9 Prozent erhöht.

„Für die Beschäftigten im Kfz-Handwerk in der Pfalz ist das ein kräftiges Einkommensplus“, so der Verhandlungsführer der IG Metall, Josef Windpassinger. „IG Metall Mitglieder profitieren von guten Tarifverträgen. Das ist ein starkes Argument, um IG Metall Mitglied zu werden.“

Die Tarifverträge haben eine Laufzeit bis zum 30. April 2017.

04.05.2015 | Tarifgebiet Hessen und Rheinland-Pfalz

Deutliches Plus für Elektrohandwerk

Die 45.000 Beschäftigten im hessischen und rheinland-pfälzischen Elektrohandwerk bekommen ab 1. Mai mehr Geld. Die Entgelte steigen ab Mai um 3,2 Prozent und ab 1. Juni 2016 und weitere 3,0 Prozent. Die Ausbildungsvergütungen werden ebenfalls in diesen Zeiträumen erhöht. Darauf haben sich die IG Metall und der Fachverband  Elektro- und Informationstechnik in Hessen und Rheinland-Pfalz verständigt. Ferner sollen zeitnah Gespräche über eine Angleichung der Entgelte von Rheinland-Pfalz an Hessen aufgenommen werden. Der Vertrag ist erstmals zum 31. Mai 2017 kündbar.

IG Metall-Verhandlungsführer Josef Windpassinger zeigte sich zufrieden mit dem Abschluss: „Das bringt mehr Geld ins Portemonnaie. Das ist gut für die Wirtschaft und stützt die Konjunktur.“ Die Angleichung der Tarifentgelte in Hessen und Rheinland-Pfalz sei für viele Beschäftigte eine Frage der Gerechtigkeit. „Mauern in den Köpfen und Entgeltmauern an Landesgrenzen kann heute keiner mehr verstehen und schon gar keiner mehr gebrauchen.“

25.02.2015 | Tarifergebnis in der Mittelgruppe

3,4 % mehr Geld, Alters- und Bildungsteilzeit

Frankfurt. 3,4 Prozent mehr Geld, Verbesserungen bei der Altersteilzeit und der Einstieg in eine neue Bildungsteilzeit für die Betriebe der Metall- und Elektroindustrie in Hessen, Rheinland-Pfalz und dem Saarland. Das ist das Tarifergebnis, das am Mittwoch zwischen IG Metall und den Arbeitgebern der Mittelgruppe erzielt wurde. Die Tarifkommission wird am Freitag über das Tarifergebnis abstimmen.

IG Metall Bezirksleiter und Verhandlungsführer Armin Schild, erklärte: „Mit dem Tarifergebnis hat die IG Metall zu allen drei Elementen ihres Forderungspaketes drei gute Ergebnisse erzielt. Der Druck von 120.000 Warnstreikenden im Bezirk hat die Arbeitgeber offenbar beeindruckt. Das Tarifergebnis sichert vor allem in den qualitativen Elementen einen Einstieg in ein neues Verständnis von Flexibilität der Arbeitszeit, die wir mittelfristig  weiter voranbringen wollen. Die 3,4% sind einfach gut. Alle reden davon, dass in Deutschland Tarifentgelte steigen sollen. Die IG Metall macht das und stellt damit die Beteiligung der Beschäftigten, am Erfolg, den sie selbst erwirtschaftet haben, sicher. Das ist ein deutliches reales Plus und ein Erfolg der IG Metall.“

Eine detailliertere Aufstellung der Ergebnisse gibt es in der Medieninformation.

24.02.2015 | Tarifverhandlung für die Mittelgruppe am 25. Februar

IG Metall will Verhandlungsergebnis 1:1 übertragen

Frankfurt. Die IG Metall im Bezirk Mitte will das Verhandlungsergebnis, das in der Nacht für Baden-Württemberg gefunden wurde, am morgigen Mittwoch in einer Tarifverhandlung auch für die Betriebe der Metall- und Elektroindustrie in Hessen, Rheinland-Pfalz und das Saarland übertragen.

IG Metall Bezirksleiter und Verhandlungsführer Armin Schild, erklärte: „Mit dem Tarifergebnis in Baden-Württemberg hat die IG Metall zu allen drei Elementen ihres Forderungspaketes drei gute Ergebnisse erzielt. Der Druck von 850.000 Warnstreikenden bundesweit und 120.000 im Bezirk Mitte hat die Arbeitgeber beeindruckt. Nur durch diesen Druck ist es gelungen, einen Pilotabschluss zu erreichen, der sich sehen lassen kann. Wir wollen diesen Abschluss bis zum Ende dieser Woche ohne Abstriche auf die Tarifgebiete der Mittelgruppe und nach Thüringen übertragen." Mehr dazu in der Medieninformation.

Medieninformation_Tarifabschluss_BW.pdf (PDF 188 KB)

23.02.2015 | Verhandlungsbegleitende Aktionen

Schild: "Wir sind für Urabstimmung und Arbeitskampf gerüstet"

Frankfurt. „Wenn in Baden-Württemberg am Montag kein Ergebnis erzielt wird, werden am Freitag unser Tarifkommissionen zusammenkommen, um über die Einleitung einer Urabstimmung im Bezirk Mitte zu beraten“, erklärte IG Metall Bezirksleiter Armin Schild einen Tag vor der entscheidenden Verhandlungsrunde in Böblingen.Nun läuft die Zeit ab und es muss eine Lösung her. Die Arbeitgeber der Mittelgruppe und der VMET in Thüringen haben bislang Zukunftsverweigerung betrieben. Ich fordere sie auf, einen Pilotabschluss in Baden-Württemberg konstruktiv zu begleiten und die Übertragung eines möglichen Ergebnisses nach Hessen, Rheinland-Pfalz, dem Saarland und Thüringen schnellstmöglich zu gewährleisten. Die IG Metall im Bezirk Mitte ist für eine Urabstimmung und einen Arbeitskampf gerüstet.“

Begleitend zum vierten Verhandlungstermin in Baden-Württemberg, wird auch die IG Metall im Bezirk Mitte mit Warnstreiks den Druck auf die Verhandlungen erhöhen.

20.02.2015 | Schild: "Es muss ein akzeptables Angebot vorgelegt werden, um den Tarifkonflikt zu lösen"

Warnstreiks im Vorfeld der Verhandlungen erhöhen Druck

Frankfurt. Vor dem vierten Verhandlungstermin in Baden-Württemberg in der Tarifauseinandersetzung in der Metall- und Elektroindustrie haben auch am heutigen Freitag rund 6.000 Beschäftigte an Warnstreiks in Hessen und Rheinland-Pfalz teilgenommen. In Kaiserslautern haben an einer gemeinsamen Kundgebung auf dem Schillerplatz etwa 2.200 Beschäftigte teilgenommen und in Herborner Marktplatz haben etwa 1.770 Beschäftigte mit einer gemeinsamen Kundgebung auf eine Lösung des Tarifkonfliktes gedrängt. Auch in Speyer haben rund 1.500 Beschäftigte aus 12 Betrieben in einer gemeinsamen Kundgebung nachdrücklich gezeigt, dass nun eine Lösung des Tarifkonfliktes her muss. Seit Beginn der Tarifauseinandersetzung haben sich bisher über 100.000 Beschäftigte im IG Metall Bezirk Mitte an den Warnstreiks beteiligt. Am Nachmittag werden weitere Warnstreikaktionen folgen. Unter anderem werden bei Daimler in Wörth über tausend Beschäftigte erwartet.

11.02.2015 | 3. Tarifverhandlung ohne Ergebnis

Jetzt streikt's

Die dritte Tarifverhandlung für die rund 400.000 Beschäftigten der Metall- und Elektroindustrie in Hessen, Rheinland-Pfalz und dem Saarland ist am Mittwoch nach zwei Stunden ergebnislos und ohne weitere Annäherung unterbrochen worden. Ein neuer Verhandlungstermin wurde bis auf weiteres nicht vereinbart.
Die Arbeitgeber der Mittelgruppe bleiben, obwohl es in anderen Tarifgebieten Bewegung gegeben hat, bei ihrer Verweigerungshaltung, sagte IG Metall-Bezirksleiter und Verhandlungsführer Armin Schild. Unsere Kolleginnen und Kollegen in den Betrieben sind enttäuscht und erbost über diese unverantwortliche Blockadehaltung. Offensichtlich müssen wir den Druck erhöhen. Deshalb werden wir die Warnstreiks fortsetzen: jetzt streikt's.
Auch in der Verhandlungskommission sei die Haltung der Arbeitgeber in der Mittelgruppe außergewöhnlich kritisch diskutiert worden. "Wir werden bis zum 23. Februar entscheiden, ob es sinnvoll ist, auf dieser Basis weiter zu verhandeln", sagte Schild. Jedenfalls werde die IG Metall im Bezirk Mitte sich nun verstärkt auf eine Lösung des Tarifkonflikts im Konflikt vorbereiten.

1.500 Metallerinnen und Metaller heute Nacht vorm Tor

Willensstarker Warnstreikauftakt

Über 1.500 Metallerinnen und Metaller aus elf Betrieben in Hessen und Rheinland-Pfalz sind unmittelbar nach Ende der Friedenspflicht in der Nacht zu Donnerstag dem Aufruf der IG Metall gefolgt und haben ihre Arbeit ruhen lassen. Sie forderten eine Entgelterhöhung von 5,5 Prozent, eine Bildungsteilzeit und verbesserte Regelungen zur Altersteilzeit. Mehr dazu in der Medieninformation.

Dieses Angebot nehmen wir nicht an - "return to sender"

Kurzinformation zu den Tarifverhandlungen

Dieses Angebot nehmen wir nicht an – „return to sender“, sagten fast 2.500 Metallerinnen und Metaller am Mittwoch am Verhandlungsort auf dem Betzenberg in Kaiserslautern. Alle Infos zu den Angeboten der Arbeitgeber und was die IG Metall fordert in der Kurzinformation.

2. Tarifverhandlung Metall- und Elektroindustrie in Kaiserslautern

Return to sender zum Arbeitgeberangebot

Unmittelbar nach Ende der 2. Tarifverhandlung für die rund 400.000 Beschäftigten der Metall – und Elektroindustrie in Hessen, Rheinland-Pfalz und dem Saarland haben sich 2.500 Metallerinnen und Metaller auf dem Betzenberg in Kaiserslautern eingefunden und das Angebot der Arbeitgeber kommentiert: Return to sender hieß es von den Teilnehmern der Kundgebung.

„Das ist kein verhandlungsfähiges Angebot, das ist ein Treppenwitz der Tarifgeschichte, der die Warnstreiks beflügeln wird“, so kommentiert IG Metall Bezirksleiter und Verhandlungsführer Armin Schild, das heute im Rahmen der 2. Tarifverhandlung für die Betriebe der Mittelgruppe (Hessen, Rheinland-Pfalz und das Saarland) vorgelegte Angebot der Arbeitgeber. 

„12 Stunden vor Ablauf der Friedenspflicht ist das ein unzureichendes Angebot beim  Entgelt und eine systematische Zukunftsverweigerung bei flexiblen Übergängen in die Rente und in die Bildung. Wenn das der geistreiche Gedanke der Arbeitgeber sein sollte, dann kommen sie damit zu spät. Den Metallerinnen und Metaller reicht das auf keinen Fall aus, sie wollen mehr, sowohl beim Geld als auch bei den Zukunftsthemen wie Bildung und flexible Altersgrenzen.

mehr

Rede von Armin Schild

Erstes Treffen in Darmstadt endet ohne Angebot der Arbeitgeber

Informationsblatt zu den Tarifverhandlungen

1.100 Metallerinnen und Metaller kamen zum Verhandlungsauftakt der Mittelgruppe in Darmstadt. Die erste Tarifverhandlung für die rund 400.000 Beschäftigten der Metall- und Elektroindustrie in Hessen, Rheinland-Pfalz und dem Saarland endete jedoch ohne Angebot der Arbeitgeber. Am 28.1. wird in Kaiserslautern weiter verhandelt. Mehr zu den Tarifverhandlungen und einen Kommentar des Verhandlungsführers Armin Schild findet ihr im Infoblatt.

Fotos der verhandlungsbegleitenden Aktionen

Wir für mehr!

Hier einige schöne Impressionen der verhandlungsbegleitenden Kundgebung, die mit 1100 Teilnehmern eine starke Botschaft an die Arbeitgeber gesendet hat.

Kundgebung vor dem Tagungshotel

Tarifverhandlung in Darmstadt - erste Eindrücke

Rund 1100 Kollegen und Kolleginnen haben sich heute auf der verhandlungsbegleitenden Kundgebung vor dem Maritim Hotel in Darmstadt versammelt. Laut und entschlossen verliehen sie den Forderungen der IG Metall nach 5,5% mehr Lohn und einer gerechten und fairen Alters- und Bildungsteilzeit Nachdruck. Gute Arbeitsbedingungen müssen erkämpft werden und dass die IG Metall dazu bereit ist, daran ließen die Teilnehmer der Veranstaltung keinen Zweifel. "Wir sind nicht bloß Arbeitskräfte, wir sind Menschen und haben das Recht auf eine eigene Zukunft" rief Verhandlungsführer Armin Schild der Kundgebung zu. Für gute Stimmung sorgten die auch die musikalischen Beiträge: Hier sei vor allem auf den Auftritt des Tarifators (der neue Comicheld der IG Metall Jugend Bezirk Mitte) hingewiesen, der die Forderungen der IG  Metall noch einmal in Rapform vorbrachte. Hiervon werden wir im Laufe des Tages auch noch einen Videomitschnitt ins Internet stellen. Auch sonst werden wir weiter berichten und euch auf dem laufenden halten.

16.12.2014 | Funktionärskonferenz in der Kooperation

Tarifrunde Metall-Elektro 2015

Am 16. Dezember 2014 fand in Neustadt eine Funktionärskonferenz zur Tarifrunde der Metall- und Elektroindustrie 2015 statt.
Nach dem Referat des Kollegen Stefan Schaumburg, Leiter Funktionsbereich Tarifpolitik beim Vorstand, übergaben die Konferenzteilnehmer symbolisch unsere Forderungen an den Arbeitgeberverband Pfalzmetall.

Entgeltforderung - 5,5 Prozent.
Die positive Wirtschaftslage und das hohe Niveau der Unternehmensgewinne sind gute Argumente für unsere Forderung.
Altersteilzeit.
Wir fordern Altersteilzeit als langfristige tarifliche Grundlage für flexible Übergänge in die Rente.
Bildungsteilzeit.
Wir fordern Anspruch auf befristete Bildungsteilzeit, geblockt oder ungeblockt.

Wie geht es weiter?
Am 16. Januar 2015 erste Verhandlung der Mittelgruppe in Darmstadt. Am 28. Januar zweite Verhandlung der Mittelgruppe. Am 28. Januar, 24 Uhr, Ende der Friedenspflicht. Am 29. Januar ab 0 Uhr beginnen die Warnstreiks - wir sind gerüstet und bereit.

25.11.2014 | Tarifkommissionen Mittelgruppe und Thüringen beschließen Forderungen

Die Tarifrunde 2015 beginnt

Frankfurt. Mit einer Entgeltforderung von 5,5 Prozent bei einer Laufzeit von 12 Monaten geht der Bezirk Mitte für die Bundesländer Hessen, Rheinland-Pfalz, das Saarland und Thüringen in die Tarifrunde 2015 in der Metall- und Elektroindustrie. Weiter fordern die Tarifkommissionen den Neuabschluss von Tarifverträgen zur Gestaltung flexibler Übergänge in die Rente und einer geförderten Bildungsteilzeit. Dies beschlossen die Tarifkommissionen der vier Bundesländer am Dienstag in Frankfurt einstimmig.

13.11.2014 | Verhandlungen erfolgreich

Tarifergebnis für die westdeutsche Textil- und Bekleidungsindustrie

Nach langen Warnstreiks haben sich die Tarifparteien in der Textil- und Bekleidungsindustrie in der Nacht zum Donnerstag auf einen Tarifabschluss geeinigt.
Der Abschluss sieht vor, dass die knapp 100.000 Beschäftigten in der Textilbranche für Januar bis Mai 2015 Einmalzahlungen in Höhe von 60€ bekommen. Diese Einmalzahlungen können der betrieblichen Situation angepasst verschoben, gestrichen, gekürzt oder verdoppelt werden. Die Vergütungen der Auszubildenden erhöhen sich um 30 €. 
Ab Juni 2015 bekommen die Beschäftigten monatlich einen tabellenwirksamen Festbetrag von 60 €, für Auszubildende sind es 30€.
Ab 1. Juni 2016 erhöhen sich die Entgelte und Auszubildendenvergütungen um 2,4 Prozent. Die Zahlung der Festbeträge und die Entgelterhöhung kann durch die Tarifvertragspartner einzelbetrieblich verhandelt werden. Die Laufzeit des Tarifvertrages endet am 31. Januar 2017.
Darüber hinaus wurde eine verpflichtende Altersteilzeitregelung bis ende 2016 vereinbart. Bis zu zwei Prozent der Beschäftigten eines Betriebes sollen damit Altersteilzeit in Anspruch nehmen können. Das Entgelt in diese Phase der Altersteilzeit soll um 475€ aufgestockt werden.
Am kommenden Montag tagt die Tarifkommission.

12.11.2014 | Warnstreiks in der Textil- und Bekleidungsindustrie

Dritte Verhandlung in der Textil- und Bekleidungsindustrie

Nach zwei ergebnislosen Verhandlungen trafen sich die Tarifparteien zu den dritten Verhandlungen für die westdeutsche Textil- und Bekleidungsindustrie heute in Münster. Begleitet wurden die Verhandlungen von einer Demonstration durch die Stadt.
Bundesweit haben sich bislang etwa 12.000 Beschäftigte an den Warnstreikaktionen beteiligt. Unter anderem sind heute die Beschäftigten bei Lear in Gustavsburg dem Aufruf der IG Metall zum Warnstreik gefolgt, wie auch die Beschäftigten der IAC GmbH in Lambrecht.
In Gustavsburg hat die Frühschicht des Sitzherstellers die Arbeit niedergelegt und verliehen ihrer Forderung nach 5% mehr Entgelt, Altersteilzeitregelungen und Übernahme der Auszubildenden Nachdruck.
Die Beschäftigten der IAC GmbH haben die Forderung der IG Metall mit einem einstündigen Warnstreik unterstützt.

07.11.2014 | Tarifkommissionen diskutieren Forderung

5,5 Prozent für Bildung, Altersteilzeit und mehr Geld

Der IG Metall Bezirk Mitte will eine Tarifforderung mit einer Erhöhung der Entgelte von 5,5 Prozent, einen zeitlichen und finanziellen Anspruch auf Weiterbildung und eine verbesserte Altersteilzeit erheben. Darauf haben sich am Freitag die Tarifkommissionen für die 421.000 Beschäftigten in  Hessen, Rheinland-Pfalz, Saarland und Thüringen verständigt. Die endgültige Forderung wird am 25. November beschlossen und soll bis dahin in den Betrieben beraten werden.

Bezirksleiter und Verhandlungsführer Armin Schild erklärte: „Eine Erhöhung von 5,5 Prozent in der Metall- und Elektroindustrie beflügelt die Binnenkonjunktur mehr als eine Senkung des Rentenbeitrag von 0,2%, die Frau Merkel so sehr befürwortet. In den letzten Jahren hat die IG Metall mit ihrer Tarifpolitik erfolgreich den verteilungsneutralen Spielraum ausgeschöpft und damit auch zur Stabilisierung der Binnennachfrage beigetragen. Unser Forderungsvolumen geht von der mittelfristigen Zielinflationsrate der EZB von zwei Prozent und einer erwarteten gesamtwirtschaftlichen Produktivitätssteigerung von 1 Prozent bis 1,5 Prozent aus und definiert damit den verteilungsneutralen Spielraum. Darüber hinaus sehen wir eine Beteiligung der Beschäftigten am wirtschaftlichen Erfolg der Metall- und Elektroindustrie durch eine Umverteilungskomponente. Bildungsteilzeit, Altersteilzeit und Einkommen sind wichtige Bestandteile der Tarifforderung für die kommende Tarifrunde. Die Tarifforderungen sind gleichzeitig der Start einer mittel- und langfristig angelegten betriebs- und tarifpolitischen Ausrichtung der IG Metall. Mit entsprechender Entschlossenheit werden wir in die Tarifbewegung gehen.“

Der IG Metall-Vorstand beschließt die Forderung am 27. November 2014.

03.11.2014 | Warnstreikauftakt der westdeutschen Textil- und Bekleidungsindustrie

Beschäftigte bei Ideal Automotive legen Arbeit nieder

In der Nacht vom 31. Oktober auf den 01. November haben die Beschäftigten der Nachtschicht mit dem Ende der Friedenspflicht bei Ideal Automotive für eine halbe Stunde die Arbeit niedergelegt. Damit zeigen sie, dass sie hinter den Forderungen der bundesweiten Verhandlungen der Textil- und Bekleidungsindustrie stehen.
Die IG Metall fordert 5 Prozent mehr Entgelt für die rund 100.000 Beschäftigten, darüber hinaus muss eine Übernahmeregelung getroffen und die Altersteilzeit geregelt werden.
Bereits die zweiten Verhandlungen endeten am 16. Oktober ergebnislos. Das Angebot der Arbeitgeber mit 2 Prozent wurde zurückgewiesen. Die Arbeitgeberseite ist nun aufgefordert ein akzeptables und ernstzunehmendes Angebot zu stellen. Weitere Warnstreiks sind geplant, die die Automobilindustrie indirekt treffen könnten, sollte kein Angebot, über das verhandelt werden kann, eintreffen
Die wirtschaftliche Lage ließe eine Erhöhung um 5 Prozent durchaus zu. Abgesehen davon muss nun dringend eine Anpassung der Entgelte in der Textil- und Bekleidungsindustrie an andere Branchen erfolgen.

01.10.2014 | "Wir für mehr!"

Vorbereitungen der Tarifrunde

Bei der Tarifrunde in der Metall- und Elektroindustrie geht es um weitaus mehr als "nur" das Geld: Genauso wichtig werden qualitative Forderungen sein - für eine neue Bildungsteilzeit und eine bessere Altersteilzeit. 
Einhellig wird in allen Betrieben gefordert: Eine bessere Altersteilzeitregelung muss in der Tarifrunde 2015 der Metall- und Elektroindustrie durchgesetzt werden. Die Kolleginnen und Kollegen wollen materielle Verbesserungen, aber auch die Möglichkeiten zur persönlichen Durchsetzung der Altersteilzeit wollen sie vorteilhafter gestaltet haben.
Daneben gilt es, weitere drängende arbeitszeitpolitische Themen auf den Weg zu bringen. Während die Unternehmen immer mehr an Flexibilität von den Beschäftigten fordern, bleiben die persönlichen Ansprüche an Flexibilität oft auf der Strecke. Ein erster Punkt kann sein: Die Bildungsteilzeit. Mit dem Konzept der Bildungsteilzeit geht es der IG Metall darum, Realitäten zu ändern. Flexibilität darf nicht mehr nur ein Anspruch der Arbeitgeber sein. Beschäftigte brauchen wieder mehr Selbstbestimmung über ihre Zeit. 
.. und es geht um mehr Geld!
Hier aber wollen wir die Entscheidung zur Forderung nach mehr Entgelt nach hinten schieben. Die Rahmenbedingungen sind, auch durch die internationalen Krisen und Konflikte in Bewegung, die Entscheidung wird daher erst im November fallen. 
Aber: Die Debatte ist eröffnet! Die Mitglieder sind aufgefordert, ihre Positionen aus den Betrieben in die Gremien der IG Metall zu tragen, um ein breites Meinungsbild in der Forderung zum Ausdruck zu bringen. 
Wir für mehr! 
Eine starke Tarifrunde 2015 in der Pfalz. 

01.10.2014 | Textil und Bekleidung West: Erste Verhandlung endet ohne Ergebnis

Arbeitgeber sagen zweimal Nein

Die erste Verhandlung für die rund 100 000 Beschäftigten der westdeutschen Textil- und Bekleidungsindustrie am 30. September endete ergebnislos. Die IG Metall fordert fünf Prozent mehr Geld. Außer einem Nein hatten die Arbeitgeber nichts anzubieten.

IG Metall und Arbeitgeber haben sich gestern zur ersten Runde in Maintal-Dörnigheim getroffen und für die westdeutsche Textil- und Bekleidungsindustrie verhandelt. Die IG Metall fordert für die Beschäftigten und Auszubildenden ein Plus von fünf Prozent.

Neben höheren Einkommen geht es außerdem um ein weiteres Tarifpaket: Die IG Metall will einen Tarifvertrag zur Altersteilzeit und zur Übernahme der Auszubildenden durchsetzen.

IG Metall-Forderung ist fair und bezahlbar
Die Arbeitgeber wiesen die Forderung mit einem doppelten Nein zurück - waren aber selbst nicht bereit, ein eigenes Angebot vorzulegen. Das kritisierte Manfred Menningen, der die Verhandlungen für die IG Metall führt. Die Forderung sei fair und von den Betrieben bezahlbar.

Die Textil- und Bekleidungsindustrie entwickelt sich besser als in den vergangenen Jahren. Und Wirtschaftsforscher sagen voraus, dass die deutsche Wirtschaft insgesamt in 2014 weiter wachsen wird und es im nächsten Jahr noch besser werden soll.

Beschäftigte wollen Druck machen
Die Beschäftigten im Bezirk Mitte sind gut auf die Tarifauseinandersetzung vorbereitet. Bruno Krause, stellvertretender Betriebsratsvorsitzender bei Motus Headliner in Überherrn, in den Verhandlungen: "Wir haben einen Organisationsgrad von 97 Prozent und sind zu allem bereit."

Der nächste Verhandlungstermin ist für den 16. Oktober in Heidenheim vereinbart.

19.09.2014 | Tarifrunde Metall- und Elektroindustrie

Tarifkommissionen für Bildungs- und Altersteilzeit

Die IG Metall-Tarifkommissionen im Bezirk Mitte haben in ihrer heutigen Sitzung die Kündigung der Qualifizierungs-Tarifverträge für die rund 420.000 Beschäftigten in der Metall- und Elektroindustrie in Hessen, Rheinland-Pfalz, dem Saarland und Thüringen beschlossen.

Bildungs- und Altersteilzeit
Anfang 2015 soll mit den Metallarbeitgeberverbänden über die verbindliche Einführung einer Bildungsteilzeit verhandelt werden. Außerdem will die IG Metall den Tarifvertrag zum flexiblen Rentenübergang für Ältere neu verhandeln, um ihn den neuen gesetzlichen Rahmenbedingungen anzupassen und weitere Verbesserungen durchzusetzen.

Mehr Geld
Daran, dass die IG Metall eine deutliche Entgelterhöhung fordern wird, ließ IG Metall Bezirksleiter und Verhandlungsführer Armin Schild in der Sitzung der Tarifkommissionen keinen Zweifel. Es ist aber noch bis Ende Oktober Zeit, die derzeit unklare wirtschaftliche Entwicklung zu beobachten, und die Höhe der Entgeltforderung zu diskutieren.

11.09.2014 | Textil-Tarifrunde 2014

Textiler fordern fünf Prozent mehr

Fünf Prozent mehr Geld - für alle Beschäftigte und Auszubildende. Diese Forderung hat der IG Metall-Vorstand für die Textil-Tarifrunde 2014 beschlossen und folgte damit dem einheitlichen Votum der regionalen Tarifkommissionen. 

Der IG Metall-Vorstand hat am 8. September die Forderung für die Textil-Tarifrunde 2014 beschlossen: Danach sollen Löhne, Gehälter und Ausbildungsvergütungen um fünf Prozent steigen - bei einer Laufzeit von zwölf Monaten. 

Zuvor hatten die Mitglieder seit Mitte Juli in den Betrieben und gewerkschaftlichen Gremien über die Forderungshöhe diskutiert. Die Ergebnisse flossen in die regionalen Tarifkommissionen ein, wurden dort gebündelt und beraten und als Forderungsempfehlung an den Vorstand weitergereicht. 

Gute Qualitätsarbeit verdient gutes Geld
In den Debatten hatte sich bereits schon abgezeichnet, dass die Textiler ein ordentliches Plus erwarten. Denn sie leisten in den Betrieben sehr gute Qualitätsarbeit und dafür haben sie auch gutes Geld verdient. 

Aber auch die Firmen können es sich leisten. Die Wirtschaft läuft rund - nicht nur gesamtwirtschaftlich, sondern auch in der Textil- und Bekleidungsbranche. Der Export wächst, der Inlandskonsum nimmt zu. Und die Aussichten für 2014 und 2015 sind ebenfalls gut. 

In allen Branchen gibt es Einkommenserhöhungen und das ist gut so. Das bringt mehr Geld auf die Kontos der Menschen und stärkt die Binnenkonjunktur. Deshalb ist es jetzt an der Zeit für ein deutliches Plus für die Beschäftigten in der Textil- und Bekleidungsindustrie. Gute Löhne und Gehälter sind zudem ein Index für attraktive Zukunftsbranchen mit attraktiven Arbeitsplätzen. 

Die Tarifverhandlungen starten am 30. September in Frankfurt. 

Sonderseite zur Textil-Tarifrunde

05.09.2014 | Armin Schild besucht Betriebe

Diskussion um Tarifforderung

Die Debatte um die Tarifforderungen für die Metall- und Elektroindustrie hat in diesem Jahr schon sehr früh begonnen. IG Metall-Bezirksleiter und Verhandlungsführer Armin Schild nutzte die Wochen vor der nächsten Sitzung der Tarifkommission am 19. September, um sich vor Ort ein Bild von der Situation in den Betrieben zu machen.

Am 21. August besuchte Armin Schild zusammen mit dem Ersten Bevollmächtigten der IG Metall Neustadt, Uwe Schütz, das Werk von Mercedes-Benz in Germersheim sowie die Schaidt Innovations GmbH in Schaidt. Beim Betriebsrat und bei den Beschäftigten informierte er sich insbesondere über Belastungen am Arbeitsplatz durch einseitige körperliche Haltung und Stress. Beides sind häufige Ursache für gesundheitliche Einschränkungen im Alter.

Auch bei der IG Metall Darmstadt informierte sich Armin Schild über die Situation älterer Beschäftigter. Am 28. August besuchte er zusammen mit dem Ersten Bevollmächtigten, Jochen Homburg, mehrere Betriebsräte und Betriebe – unter anderem auf dem Gelände des Schenck Technologie- und Industrieparks.

Wem gehört Deine Zeit?
Zeitsouveränität, die Zivilisierung der Flexibilität und der Berufsausstieg älterer Beschäftigter sind Schwerpunkte der Arbeit der IG Metall im Bezirk Mitte. „In der Vergangenheit ging Flexibilität stets zu Lasten der Beschäftigten. Das muss sich ändern. Wir wollen und wir müssen eine neue Kultur der Flexibilität begründen, die den Beschäftigten nützt“, sagt Armin Schild.

Diskussion über Tarifforderungen
Derzeit diskutiert die IG Metall mit Blick auf die Tarifrunde 2015, in den Betrieben und in ihren Gremien, wie ein erster Baustein für eine neue Kultur der Flexibilität aussehen könnte.  Armin Schild: „Es ist klar, dass wir neue Arbeitszeitmodelle brauchen, die Beschäftigten einen flexiblen Ausstieg aus dem Berufsleben ermöglichen und die jungen Beschäftigten Möglichkeit zum beruflichen Aufstieg eröffnen. Die finanzielle Beteiligung der Arbeitgeber an Weiterbildungsmaßnahmen, die Freistellung für Weiterbildungszeiten und das Rückkehrkehrrecht – das alles sind konkrete Forderungen, die wir in der nächsten Tarifrunde angehen wollen.“

01.08.2014 | Holz- und kunststoffverarbeitende Industrie Rheinland-Pfalz

Drei Prozent plus Einmalzahlung

Für die Beschäftigten in der Holz- und kunststoffverarbeitenden Industrie in Rheinland-Pfalz gibt es einen Tarifabschluss: Sie erhalten drei Prozent mehr und eine Einmalzahlung von insgesamt 160 Euro.

Neben der prozentualen Erhöhung und der Einmalzahlung bringt der Tarifabschluss auch eine überproportionale Erhöhung der Ausbildungsvergütungen (Details im Flugblatt). Die Einmalzahlung wird fällig mit der Entgeltabrechnung für den Monat Februar 2015. Im Rahmen einer freiwilligen Betriebsvereinbarung können die Betriebspartner die Einmalzahlung auch anders verteilen. Sie muss jedoch spätestens mit der Entgeltzahlung für Februar 2015 erfolgen.

Der Tarifvertrag hat eine Laufzeit bis zum 31. Dezember 2015. Die Tarifvertragsparteien haben eine Erklärungsfrist bis zum 25. August 2014 vereinbart.

24.07.2014 | Zuspruch zur IG Metall

Auch für Ferienjobber gilt der Tarifvertrag

Tausende Schüler und Studierende sind in den Ferien wieder in den Betrieben der Metall- und Elektroindustrie als Ferienjobber eingesetzt. Ihre Motive: Überbrückung des Übergangs von der Schule in die Ausbildung oder ins Studium. Oder: um betriebliche Erfahrungen zu sammeln, bevor sie ein technisches Studium aufnehmen. Oder: um Geld zu verdienen, denn 2/3 der Studierenden arbeiten neben ihrem Studium. Die IG Metall weist darauf hin, dass auch für Ferienjobber der Tarifvertrag gilt, wenn sie in einem tarifgebundenen Betrieb arbeiten. Die Metalltarife gelten zum Beispiel in Metallbetrieben, wie Autowerken, in Stahlwerken, Textil- und Bekleidungsfirmen. Wenn der Ferienjob mindestens einen (Kalender-)Monat dauert, stehen den Gewerkschaftsmitgliedern außerdem nicht nur die zwei Urlaubstage zu, die das Gesetz vorschreibt, sondern drei. Wer zwei Monate jobbt, hat fünf Urlaubstage statt der gesetzlichen drei. Ebenso sind die wöchentliche Arbeitszeit Urlaubsgeld, Weihnachtsgeld und Schichtzuschläge per Tarifvertrag geregelt. Neben der Beratung über Einstiegsgehalt oder Arbeitsvertrag, bietet die IG Metall den Studierenden und Schülern u.a. Seminare zum Berufseinstieg an und informiert über Rechtsschutz.

Auch in der Mitgliederentwicklung zeigt sich der Zuspruch der Ferienjobber zur IG Metall. Immer mehr Ferienjobber werden Mitglied der IG Metall und bleiben es auch. Mehr als 2500 Studierende sind im Bezirk Mitte der IG Metall beigetreten. Mehr als die Hälfte bleiben Mitglieder auch nach ihrem Ferieneinsatz.

23.07.2014 | Mehr Geld, Altersteilzeit, Bildungsteilzeit

IG Metall diskutiert Tarifforderungen

Alle Einkommen erhöhen. Die Übergänge in die Rente verbessern. Bessere berufliche Entwicklungschancen durchsetzen. Das sind die großen Themen, über die die Tarifkommissionen der IG Metall aus dem Bezirk Mitte am 19. September in Frankfurt beraten haben. Die Mitglieder der Tarifkommissionen aus den Betrieben der Metall- und Elektroindustrie berichteten über die Stimmung in ihrem Betrieb und nahmen ihrerseits die Anregungen ihrer Kolleginnen und Kollegen mit. 

09.07.2014 | Gemeinsame Sitzung der Tarifkommissionen im Bezirk Mitte

Altersteilzeit und berufliche Entwicklungschancen

In der gemeinsamen Tarifkommissionssitzung der Metall- und Elektroindustrie wurden im Bezirk Mitte am 3. Juli erste Weichen für die Tarifrunde 2015 gestellt. Zur Diskussion stand, welche Forderungen neben einer Entgelterhöhung, über die erst im Herbst beraten wird gegenüber den Arbeitgebern erhoben werden sollen.

04.07.2014 | Debatte zu den qualitativen Forderungen der Tarifrunde 2015

Wem gehört deine Zeit?

Mehr als ein halbes Jahr vor Ende der Friedenspflicht haben die Tarifkommissionen der IG Metall im Bezirk Mitte mit ihrer Forderungs-Diskussion über die Themen der Tarifrunde 2015 begonnen. Nach Einschätzungen der Betriebe und der IG Metall wurde klar: Neben einer Entgelterhöhung, über die im Herbst konkreter beraten werden soll, spielt das Thema Arbeitszeit eine Rolle. 

Wie in der Beschäftigtenbefragung der IG Metall, an der sich bundesweit mehr als 500.000 Menschen beteiligt haben, ermittelt wurde, hat in vielen Betrieben eine neue Arbeitszeit-Debatte begonnen. Wem gehört deine Zeit? Diese Frage wird von der IG Metall aufgegriffen und sowohl auf betrieblicher Ebene, tarifpolitischer Ebene und auch gesellschaftspolitischer Ebene diskutiert werden.

"Flexibilität" ist zum Kampfbegriff in vielen Unternehmen geworden. Flexibilität darf aber keine Einbahnstraße sein, auf der allein nach betrieblichen Belangen entschieden wird, wann und wo zu arbeiten ist. Wir wollen und wir müssen eine neue Kultur der Flexibilität begründen. 

Neue Arbeitszeitmodelle, die älteren Beschäftigten einen flexiblen Ausstieg aus dem Berufsleben ermöglichen und die jungen Beschäftigten Möglichkeit zum beruflichen Aufstieg eröffnen. Die finanzielle Beteiligung der Arbeitgeber an Weiterbildungsmaßnahmen, die Freistellung für Weiterbildungszeiten und das Rückkehrkehr – das alles sind konkrete Forderungen, die in den Betrieben erwachsen. 

Die IG Metall wird in der Tarifrunde 2015 damit beginnen, eine tarifpolitische Diskussion um die Reduzierung der Arbeitszeit mit Lohnausgleich für bestimmte Beschäftigtengruppen zu führen. Sie wird nun begonnen, aber sie ist mittelfristig angelegt, um weitere Ziele auf betriebspolitischer, tarifpolitischer und gesellschaftspolitischer Ebene zu erreichen. 

Die strategischen Schlussfolgerungen zu einer neuen Kultur der Flexibilität werden sich sicherlich auch in den Entschließungen und Anträgen des Gewerkschaftstages 2015 wiederfinden.

20.05.2014 | Metall- und Elektroindustrie: 2,2 Prozent mehr und Forderungsdiskussion für 2015

Besser mit Tarifvertrag!

2,2 Prozent mehr
Ab 1. Mai 2014 sind die Tariflöhne in der Metall- und Elektroindustrie um 2,2 Prozent gestiegen. In 2013 waren die Tarifeinkommen in der Branche bereits um 3,4 Prozent gestiegen. Bei einer Preissteigerung von 1,5 Prozent blieb den Beschäftigten 2013 damit ein realer Entgeltzuwachs von 1,9 Prozent.

Die Diskussion um eine Tarifforderung für 2015 ist schon im Gange.

Reallohnentwicklung 2013 (Quelle: IG Metall, Statistisches Bundesamt).

Besser mit Metall-Tarifvertrag
1,9 Prozent Reallohnzuwachs im Jahr 2013, das ist deutlich besser als in anderen Branchen. Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes sanken die Reallöhne 2013 in Deutschland im Durchschnitt um 0,1 Prozent - in Betrieben ohne Tarifverträge sogar um 0,6 Prozent. 

Zeitplan der Tarifrunde 2015

Diskussion über Tarifforderung 2015
Schon jetzt läuft die Debatte über mögliche Forderungen für die Tarifrunde der Metall- und Elektroindustrie 2015. Die IG Metall greift dabei die Ergebnisse der großen Beschäftigtenbefragung von 2013 auf. "Wir nehmen die Anforderungen der Beschäftigten ernst und laden alle Mitglieder ein, mit uns die Schwerpunkte der künftigen Tarifpolitik der IG Metall zu diskutieren", sagte IG Metall Bezirksleiter Armin Schild vor den Teilnehmer/innen des Betriebs- und Tarifpolitischen Forums im April in Mörfelden-Walldorf. Was die IG Metall in der Tarifrunde 2015 konkret fordert, ist noch zu entscheiden.

Tarifrunde Metall- und Elektroindustrie 2015

Der Zeitplan für die Tarifrunde

10.04.2014 | Mörfelden-Walldorf

Betriebs- und tarifpolitisches Forum

Am 9. und 10. April 2014 fand in Mörfelden-Walldorf ein betriebs- und tarifpolitisches Forum mit Teilnehmerinnen aus allen vier Bundesländern des Bezirk Mitte statt. Im Mittelpunkt stand die Auslegung und betriebliche Umsetzung der Tarifverträge der Metall- und Elektroindustrie, die Anwendung des Betriebsverfassungsgesetzes sowie weiterer, die Gestaltung der Arbeitswelt betreffender Gesetze. 
Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus Hessen, Rheinland-Pfalz, dem Saarland und Thüringen bearbeiteten in fünf Foren die Themen:

  • Flexibilisierung und Arbeitszeit,
  • Vereinbarkeit von Arbeit und Leben,
  • Weiterbildung und berufliche Bildung,
  • Alters- und alternsgerechte Arbeit,
  • Altersvorsorge und flexible Rentenübergänge.

Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer tauschten Praxistipps zu den verschiedenen Problembereichen der Arbeitswelt aus und formulierten Anforderungen für die Weiterentwicklung von Tarifverträgen.

12.11.2013 | Tarifrunde Textil- und Bekleidung

Warnstreiks im Bezirk Mitte

Bild zum Thema 2013_Warnstreik_IAC

Am 11.11.2013, zeitgleich mit der dritten Verhandlungsrunde in Mainz, hat die IG Metall Völklingen die Beschäftigten von Johnson Controls Headliner in Überherrn zum Warnstreik aufgerufen. Hintergrund ist der aktuelle Konflikt mit den Arbeitgebern der Textilindustrie über einen Tarifvertrag "Demografie", der unter anderem Alterteilzeit und die unbefristete Übernahme der Auszubildenden regeln soll.

Bereits im Jahr 2011 hatte die IG Metall mit den Arbeitergebern vereinbart, über die demografische Entwicklung in der Textilindustrie Beratungen aufzunehmen und einen Tarifvertrag zu verhandeln, in dem unter anderem Altersteilzeit und die unbefristete Übernahme der Auszubildenden geregelt ist.
"Die Beschäftigten von Johnson Controls Headliner haben die richtige Antwort auf diese Provokation gefunden: Warnstreik!", so Gewerkschaftssekretär Ralf Haas in seiner Rede. "Es kann nicht sein, dass die Arbeitgeber den älteren Beschäftigten keinen fairen Ausstieg aus dem Arbeitsleben ermöglichen wollen und für die jüngeren sogar noch neue Hürden zum Einstieg aufbauen: 4 Jahre Befristung ist 4 Jahre Probezeit. Das wird die IG Metall nicht mitmachen!".

Neben dem Warnstreik bei Johnson Controls Headliner fanden auch bei International Automotive Components in Lambrecht und Ideal Automotive in Otterberg Warnstreiks statt.
Darüber hinaus fand bei MEP-OLBO in Fulda, da das Unternehmen nicht tarifgebunden ist, eine Protestaktion statt. Dort kämpfen die Kolleginnen und Kollegen gerade um den Erhalt ihrer Arbeitsplätze und unterstützten auf diese Weise auch die Tarifforderungen der IG Metall.

Bei Lear in Gustavsburg legte beinahe die gesamte Frühschicht die Arbeit nieder und fuhr nach Mainz zum Verhandlungsort. Dort wurde den Arbeitgebern eine Unterschriftenliste übergeben, die die Forderungen der IG Metall untermauerte. Die Verhandlung wurde jedoch ohne Ergebnis abgebrochen.
Am 25.November berät die bezirkliche Tarifkommission über das weitere Vorgehen.

28.10.2013 | Tarifrunde Textil- und Bekleidung

Aktionen zur Tarifverhandlung

Bild zum Thema 2013_Warnstreik_IAC
Aktion bei Lear in Ginsheim-Gustavsburg

Vor der Tarifverhandlung am Montag den 28. Oktober in Ingolstadt hat die IG Metall im Bezirk Mitte in mehreren Betrieben über den Stand der Verhandlungen informiert. So etwa in Völklingen bei Johnson Controls Headliner oder bei Lear in Ginsheim-Gustavsburg. Statt endlich einen Tarifvertrag "Demografie" abzuschließen, in dem u.a. Altersteilzeit und unbefristete Übernahme der Azubis geregelt sind, stellen die Arbeitgeber der Textilindustrie Gegenforderungen: Sie wollen den Schutz von älteren Arbeitnehmern aufweichen!
Bereits vor zwei Jahren haben die Arbeitgeber der Textil- und Bekleidungsindustrie mit der IG Metall vereinbart, einen Tarifvertrag "Demografie" zu verhandeln. 
Es sollte darum gehen, die Branche zukunftsfähig zu machen. 

Doch bei den für uns wichtigen Eckpunkten Altersteilzeit und unbefristete Übernahme der Azubis gibt es noch keine Bewegung - im Gegenteil: Die Arbeitgeber fordern jetzt sogar noch Eingriffe in unsere Tarifverträge! 

So lautete auch das Motto in Ginsheim-Gustavsburg: "Opa schafft bei Lear – die Jugend kriegt Hartz 4 – Altersteilzeit jetzt!"

Die IG Metall wehrt sich

•gegen den Abbau des Kündigungsschutzes für ältere Arbeitnehmer! 
•gegen den Wegfall der Verdienstsicherung für ältere Arbeitnehmer! 
•gegen die Ausweitung befristeter Arbeitsverträge! 
•gegen die Abschaffung des Opti-Ausgleichs

Die IG Metall tritt ein

•für die unbefristete Übernahme der Auszubildenden 
•für die Einführung einer demografischen Altersteilzeit 
•für die Regelungen zum Belastungsabbau und zur alternsgerechten Arbeitsgestaltung im Rahmen eines Tarifvertrages Demografie

Die gestrigen Tarifverhandlungen wurden am Abnd ergebnislos unterbrochen und werden am 11. November fortgesetzt. Im November soll soll der Druck auf die Arbeitgeber durch Warnstreiks erhöht werden.

29.05.2013 | Metall- und Tarifrunde 2013

Entgelttabellen

Die Entgelttabellen für den aktuellen Tarifabschluss in der Metall- und Elektroindustrie wurden berechnet. Das Flugblatt für das Tarifgebiet Pfalz kann hier heruntergeladen werden. 

Tarifrunde Metall- und Elektroindustrie 2013

Informationen zur Tarifbewegung in der Metall- und Elektroindustrie

Alles zur Tarifbewegung 2013 in der Metall- und Elektroindustrie im Bezirk Mitte erfahren Sie 

16.05.2013 | Tarifbewegung Metall- und Elektroindustrie 2013

Abschluss für Hessen, Rheinland-Pfalz und das Saarland

Bild zum Thema 2013_Tarifbewegung
Verhandlung in Kaiserslautern

Am Donnerstag, den 16. Mai 2013, wurde der Tarifabschluss aus Bayern auch für Hessen, Rheinland-Pfalz und das Saarland übernommen: Ab Juli 2013 erhöhen sich die Entgelte und Ausbildungsvergütungen in einer ersten Stufe um 3,4 Prozent, bevor im Mai 2014 die zweite Erhöhung um 2,2 Prozent folgt.  

22.04.2013 | Tarifbewegung Metall- und Elektroindustrie 2013

Arbeitgeber provozieren: Kurs auf Warnstreik!

Bild zum Thema 2013_Tarifbewegung
3.000 Metallerinnen und Metaller in Saarbrücken

Die IG Metall lehnt das Angebot, das die Arbeitgeber der Mittelgruppe am 22. April 2013 in Saarbrücken für die rund 400.000 Beschäftigten in Hessen, Rheinland-Pfalz und dem Saarland unterbreitet haben, ab. Begleitet waren die Gespräche vom Protest von über 3.000 Gewerkschaftern vor dem Verhandlungslokal in Saarbrücken.

19.03.2013 | Tarifbewegung Metall- und Elektroindustrie 2013

Erste Tarifverhandlung ohne Annäherung

Bild zum Thema Tarif
Gute Stimmung bei den 1.100 Metallern beim Verhandlungs-auftakt in Darmstadt.

Beim bundesweiten Verhandlungsauftakt für die Metall- und Elektroindustrie, heute in Darmstadt, zeigten rund 1.100 IG Metaller den Arbeitgebern, was sie von ihnen erwarten: "Fünf-Komma-Fünf, Fünf-Komma-Fünf, Fünf-Komma-Fünf" schallten die Rufe über den Platz vor dem Verhandlungshotel. Die Forderung der IG Metall lehnten die Arbeitgeber als überzogen ab. Ein eigenes Angebot legten sie nicht vor. 

29.01.2013 | Tarifrunde Metall- und Elektroindustrie 2013

IG Metall diskutiert Tarifforderung

Heute, am 29. Januar 2013, haben die Tarifkommissionen im Bezirk Mitte beschlossen den Entgelttarifvertrag für 400.000 Beschäftigte der Metall- und Elektroindustrie in Hessen, Rheinland-Pfalz, dem Saarland und Thüringen am 29. Januar zu kündigen. Ab jetzt wird in den Betrieben über die Höhe der Entgeltforderung diskutiert. 

In der Debatte in der Tarifkommissio spielte die wirtschaftliche Lage in Deutschland und in Europa eine wichtige Rolle. In Deutschland entwickelt sich die Wirtschaft derzeit insgesamt stabil, in der Metall- und Elektroindustrie sogar überwiegend positiv. Wirtschaftsforschungsinstitute sagen für 2013 ein leichtes Wachstum von 0,3 bis 0,9 Prozent voraus. 

Gleichzeitig sind in einigen Teilen der Metall- und Elektroindustrie die Auswirkungen der verfehlten Krisenpolitik in Südeuropa bemerkbar. Die Kürzungen in der sozialen Infrastruktur und bei den Einkommen der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern in Spanien, Portugal und Griechenland wirken sich auf den für den Euroraum produzierenden und exportierenden Teil der deutschen Industrie aus. Insbesondere in Teilen der der Automobil- und Zulieferindustrie ist die Lage angespannt. Dort bauen Betriebe Arbeitszeitkonten ab, einzelne sind in Kurzarbeit.

Für Armin Schild, IG Metall-Bezirksleiter und Verhandlungsführer, steht fest, dass sich die Tarifforderung nicht an den Verlierern der Euro-Krise orientieren darf: "Das wäre ein groteskes und grundverkehrtes Signal. Wenn eine verfehlte Europapolitik die Menschen in Südeuropa zur Kasse bittet und damit massive Kaufkraftverluste verursacht, darf die Reaktion in der exportstärksten Branche Europas nicht Lohnverzicht sein. Ein ordentliches Plus in der Metall- und Elektroindustrie stärkt die Binnennachfrage und hilft über dies, die Ungleichgewichte in der Eurozone zu verringern. Wir brauchen Wachstum durch Nachfrage."

Bis Mitte März wird sich die IG Metall im Bezirk Mitte auf eine Forderung festlegen. Bis dahin werden die Mitglieder der Tarifkommission die Diskussion mit ihren Kolleginnen und Kollegen in den Betrieben suchen.

Am 15. März wird der Vorstand der IG Metall die Forderung für alle Tarifgebiete beschließen, bereits am 19. März findet die erste Tarifverhandlung mit den Arbeitgeberverbänden der Mittelgruppe statt. 

08.11.2012 | Tarifabschluss Textil- und Bekleidungsindustrie

Deutliches Einkommensplus für Textiler

Foto: Thomas Range

Die rund 120 000 westdeutschen Textilbeschäftigten bekommen mehr Geld. Nach 13 Stunden einigten sich die IG Metall und die Arbeitgeber in der dritten Runde auf ein Tarifergebnis. Löhne und Gehälter steigen ab Mai 2013 um drei Prozent und ab Juni 2014 um weitere zwei Prozent. Für die Monate Januar bis April 2013 gibt es jeweils 60 Euro mehr.

Die Auszubildenden erhalten für diese Zeit jeweils 25 Euro. Damit hat der Tarifvertrag eine Laufzeit von 24 Monaten.

"Das Ergebnis ist ein tragfähiger Kompromiss, der für die Beschäftigten ein deutliches Einkommensplus sichert, ohne einzelne Betriebe in der derzeit wirtschaftlich schwierigen Lage zu überfordern", bewertete IG Metall-Vorstandsmitglied Helga Schwitzer den Tarifabschluss.
Altersteilzeit und Übernahme
Bei den Themen Altersteilzeit und Übernahme der Ausgebildeten ist es der IG Metall nicht gelungen, die Arbeitgeber in Bocholt zu einem zukunftssichernden Abschluss zu bewegen. Die Tarifparteien verpflichteten sich aber darauf, ab Januar 2013 über einen Tarifvertrag zur Demografie zu verhandeln.

09.10.2012 | Textil-Tarifrunde 2012: Verhandlungsauftakt am 17. Oktober

IG Metall fordert 5 Prozent mehr für Textiler

Am 17. Oktober 2012 verhandeln die IG Metall und die Arbeitgeber in Berlin in der ersten Runde für die knapp 120.000 Beschäftigten in der westdeutschen Textil- und Bekleidungsbranche. Der aktuelle Lohn- und Gehaltstarifvertrag läuft noch bis 31. Oktober. Dann endet die Friedenspflicht. Die IG Metall fordert eine Erhöhung der Löhne, Gehälter und Ausbildungsvergütungen ab 1. November um fünf Prozent bei einer Laufzeit von zwölf Monaten. Neben der Entgeltforderung will die IG Metall gleichzeitig auch die Branchenzuschläge für Leiharbeitnehmer in den textilen Branchen regeln. Darüber will die IG Metall parallel mit den Arbeitgebern der Zeitarbeitsfirmen verhandeln. Außerdem erwartet die IG Metall in dieser Tarifrunde, dass sie endlich mit den Textil-Arbeitgebern die Altersteilzeit und die Übernahme der Auszubildenden tariflich regeln kann.

23.05.2012 | 120.000 machten Druck in den Betrieben

Tarifabschluss in der Metall- und Elektroindustrie: Das ist euer Ergebnis!

4,3 Prozent mehr Geld, unbefristete Übernahme als Grundsatz und bessere Bedingungen sowie eine kräftige Lohnerhöhung bei Leiharbeit. 

Ohne den Druck von rund 120.000 Kolleginnen und Kollegen aus den Betrieben in Hessen, Rheinland-Pfalz, dem Saarland und Thüringen wäre es nicht möglich gewesen, die Komplettblockade der Arbeitgeber bei Leiharbeit und Übernahme aufzubrechen. 

Zur heißen Phase der Metall- und Elektro-Tarifrunde 2012

Warnstreikwelle in der Pfalz

30.04.2012 | Der 1. Mai einmal ganz anders

Tanz aus der Friedenspflicht

Der 1. Mai steht in diesem Jahr ganz im Zeichen der Metall-Elektro-Tarifrunde 2012. 

20.04.2012 | 3. Runde der Tarifverhandlungen am 19. April in Mainz

Arbeitgeber-"Angebot": dreimal voll daneben

Wir sind heiß auf mehr+fair
Foto: Rumpenhorst

Das Angebot der Arbeitgeber war groß angekündigt, fiel aber ziemlich mickrig aus. Lediglich drei Prozent mehr Geld für 14 Monate bieten sie den rund 400.000 Beschäftigten der Metall- und Elektroindustrie in Hessen, Rheinland-Pfalz, dem Saarland und Thüringen an. Das sind auf zwölf Monate aber deutlich weniger als drei Prozent. Das Angebot gleicht damit nur die voraussichtliche Preissteigerungsrate aus, berücksichtigt aber in keiner Weise den wirtschaftlichen Aufschwung in der Metallindustrie. Auch sonst kam von den Arbeitgebern nur Blockade. Die unbefristete Übernahme der Ausgebildeten lehnen sie genauso ab wie eine Ausweitung der Mitbestimmung bei der Leiharbeit. "Das Angebot ist eine reine Mogelpackung", sagte IG Metall-Verhandlungsführer Armin Schild nach der Verhandlung am 19. April 2012 in Mainz.

29.03.2012 | Zweite Tarifverhandlung brachte keine Annäherung

IG Metall fordert endlich ein Angebot

Bild zum Thema 2012_Tarifbewegung
Foto: Rumpenhorst

Die zweite Tarifverhandlung für die rund 400.000 Beschäftigten in den Betrieben dder Metall- und Elektroindustrie in Hessen, Rheinland-Pfalz, dem Saarland und Thüringen brachte am Donnerstag in Darmstadt keinerlei Annäherung. Die Tarifvertragsparteien haben sich auf den 19. April in Mainz vertagt. Auch in der zweiten Runde wurde über alle drei Themen des Forderungspakets verhandelt: Einkommensverbesserungen von 6,5 %, unbefristete Übernahme der Ausgebildeten und mehr Mitbestimmungsrechte der Betriebsräte bei Leiharbeit.
Armin Schild, IG Metall Bezirksleiter und Verhandlungsführer, forderte die Arbeitgeber auf, ein tragfähiges Angebot vorzulegen. Die IG Metall warnte die Arbeitgeber vor einer Verzögerungstaktik. Bis jetzt sei man keinen Schritt weitergekommen. Obwohl die IG Metall bereits Monate vor der Tarifrunde Gespräche über Übernahme und Leiharbeit angeboten habe, sei von den Verbänden bis heute nichts gekommen als "ideologisch aufgeladene heiße Luft". Der Druck in den Betrieben nehme zu, die Empörung der Belegschaften wachse von Tag zu Tag. "Wir wollen zu allen drei Themen eine Lösung vor dem Ende der Friedenspflicht. Das geht, aber nur, wenn die Arbeitgeber ideologischen Dampf ablassen. "Sie haben noch eine Chance am 19. April 2012, danach müssen wir andere Töne anschlagen", sagte Schild.
Vor dem Verhandlungsbeginn hatten wiederum über 1.000 Beschäftigte für die Forderungen der IG Metall vor dem Verhandlungslokal demonstriert.  

06.03.2012 | 1. Tarifverhandlung in der Mittelgruppe und Thüringen

IG Metall: Arbeitgeber sind notorische Neinsager

Bild zum Thema 2012_Tarifbewegung
Foto: Frank Rumpenhorst

Frankfurt. Die 1. Tarifverhandlung für die rund 400.000 Beschäftigten in den Betrieben der Metall- und Elektroindustrie in Hessen, Rheinland-Pfalz, dem Saarland und Thüringen sind am Dienstag in Frankfurt auf den 29. März 2012 vertragt worden. Zu Beginn der Gespräche hatten die IG Metall-Jugend und mehr als 900 Beschäftigte vor dem Verhandlungsort für die unbefristete Übernahme der Ausgebildeten protestiert. 
IG Metall-Bezirksleiter Armin Schild: "Zu Beginn der Tarifbewegung in der Metall- und Elektroindustrie haben wir es auf Seiten der Arbeitgeber mit Neinsagern zu tun. Sie sagten gleich dreimal Nein: Nein zu mehr Geld, Nein zur unbefristeten Übernahme und Nein zu mehr Mitbestimmung beim Einsatz von Leiharbeit. Unsere Forderungen sind wirtschaftlich sinnvoll und für die Unternehmen bezahlbar."

27.02.2012 | Tarifkommissionen beschließen Forderungen

Tarifrunde 2012 beginnt für die Mittelgruppe und Thüringen

Die Forderungen wurden mit großer Mehrheit beschlossen. Foto: Volker Beck

Mit einer Entgeltforderung von 6,5 Prozent für die Beschäftigten der Metall- und Elektroindustrie geht der Bezirk Frankfurt für die Bundesländer Hessen, Rheinland-Pfalz, das Saarland und Thüringen in die Tarifrunde 2012. Weitere Forderungselemente sind die unbefristete Übernahme der Ausgebildeten und Mitbestimmungsrechte für Betriebsräte, um Leiharbeit zu begrenzen und fair zu regulieren. Dies beschlossen die Tarifkommissionen der vier Bundesländer am Donnerstag in Frankfurt einstimmig. Erstmalig verhandeln Mittelgruppe und Thüringen gemeinsam. Die erste Tarifverhandlung für die rund 420.000 Beschäftigten in den Betrieben der Metall- und Elektroindustrie ist am 6. März 2012 in Frankfurt. 

28.09.2011 | Gemeinsame Sitzung der Tarifkommissionen Mittelgruppe (Hessen, Rheinland-Pfalz und das Saarland) und Thüringen

IG Metall will deutliche Entgeltzuwächse, Übernahme der Auszubildenden und Mitbestimmung bei Leiharbeit

Foto: Volker Beck

Die IG Metall Bezirk Frankfurt will ab sofort mit den Arbeitgebern der Metall- und Elektroindustrie die tarifliche Regelung der unbefristeten Übernahme der Auszubildenden und die betriebliche Gestaltung der Leiharbeit erörtern. Das haben die Tarifkommissionen des Bezirks Frankfurt für Hessen, Rheinland-Pfalz, das Saarland (Mittelgruppe) und Thüringen heute auf ihrer gemeinsamen Sitzung beschlossen. Die IG Metall will zu diesen Themen substanzielle Ergebnisse erreichen, noch bevor im Frühjahr 2012 die Entgelttarifrunde startet. 

Im einzelnen strebt die IG Metall im Bezirk Frankfurt an:

- Deutliche Entgeltzuwächse, 
- unbefristete Übernahme von Ausgebildeten im Anschluss an die Berufsausbildung, 
- tarifliche Regelungen zur Verbesserung des Ausbildungszugangs für benachteiligte Jugendliche, intensive Ausbildungsbegleitung und Möglichkeiten der beruflichen Entwicklung, 
- Begrenzung und faire Regelung von Leiharbeit, inbesondere zu Anlass, Volumen, Dauer, Einsatzbereichen, Übernahme sowie Auswahlkriterien in einer freiwilligen Betriebsvereinbarung,
- wirksames Zustimmungsverweigerungsrecht für Betriebsräte beim Einsatz von Leiharbeit im Betrieb mit tariflicher Schlichtungsstelle als Konfliktregulierung, 
- Ausweitung der Informations- und Mitwirkungsrechte des Betriebsrats beim Einsatz von Werkvertragsbeschäftigten im Betrieb.

Darüber hinaus erwarten die Mitglieder der Tarifkommissionen eine Regelung zur Vergütung von Leiharbeit auf der Basis des equal-pay Prinzips mit den Verbänden der Leiharbeitsbranche noch vor Beginn der Tarifrunde 2012 in der Metallindustrie.
IG Metall Bezirksleiter Armin Schild: "Mehr Verteilungsgerechtigkeit ist dringend notwendig. Das heißt deutliche Entgeltsteigerungen für die Stammbelegschaften, daran gekoppelte equal-pay Entgelte für die Leiharbeitnehmer und Schutz der jungen Generation vor dem Abrutschen in prekäre Beschäftigung. Die IG Metall wird ihre Mitglieder dafür mobilisieren, um Teilhabe zu sichern und einen Beitrag zur Stabilisierung der Konjunktur in Europa zu leisten."
Am 1. Oktober ruft die IG Metall bundesweit zum Jugend-Aktionstag in Köln auf. Aus dem Bezirk Frankfurt werden über 2.000 Teilnehmerinnen und Teilnehmer erwartet. Sie fordern zusammen mit anderen unter dem Motto "Laut und stark" bessere Zukunftsperspektiven für junge Menschen und die unbefristete Übernahme nach der Berufsausbildung.

28.08.2011 | Bildergalerie

Tarifkommissionen Mittelgruppe und Thüringen

Alle Bilder: Volker Beck

30 Tage Urlaub - das gab es schon immer - oder?

Vor genau 30 Jahren haben Metallerinnen und Metaller in der Metall- und Elektroindustrie der Bundesrepublik Deutschland 30 Tage tariflichen Urlaubsanspruch durchgesetzt.
Das war weder selbstverständlich, noch fiel es vom Himmel - uns wurde nichts geschenkt! In den langen Auseinandersetzungen um den Urlaubsanspruch wurde 1978/1979 fast sechs Wochen lang gestreikt. Dennoch dauerte es letztendlich bis 1981, bis in einem Stufenplan die 30 Tage Jahresurlaub im Manteltarif festgeschrieben wurden. Übrigens: 50 % zusätzliches Urlaubsgeld gibt es seit 1974.
In diesem Sinne wünschen wir allen Kolleginnen und Kollegen eine schöne, erholsame Urlaubszeit.

Präsentation zum Download

Tarifkommission 2011

Hier findet man die Präsentation von IG Metall-Bezirksleiter Armin Schild, vorgetragen auf der gemeinsamen Sitzung der Tarifkommissonen Metall und Elektro am 3. Mai 2011.

Zum Herunterladen als PDF oder als Power-Point-Datei.

Zweite Verhandlungsrunde bringt Tarifabschluß

Deutliches Plus in der Textil- und Bekleidungsindustrie

Nach dreizehnstündigen Verhandlungen haben sich IG Metall und die Arbeitgeber der westdeutschen Textil- und Bekleidungsbranche auf einen Tarifabschluss geeinigt. Danach steigen ab 1. Oktober 2011 die Löhne, Gehälter und Ausbildungsvergütungen um 3,6 Prozent bei einer Laufzeit von 13 Monaten. Für die Monate Mai bis September erhalten die rund 130 000 Beschäftigten monatliche Einmalzahlungen von je 50 Euro. Die Auszubildenden bekommen je 25 Euro. Die Laufzeit des Tarifvertrages beträgt insgesamt 20 Monate bis zum 31. OKtober 2012.

IG Metall und Volkswagen erzielen Tarifkompromiss

Tarifergebnis bei Volkswagen

Die rund 14.000 Beschäftigten bei VW in Baunatal bekommen zum 1. Mai diesen Jahres 3,2 Prozent mehr Geld. Zusätzlich erhalten die Beschäftigten für die Monate Februar bis einschließlich April 1 Prozent ihres Jahresentgeltes - mindestens jedoch 500 Euro - ausgezahlt. Der Mindestbetrag für Auszubildende beträgt 200 Euro. Der Tarifvertrag hat eine Laufzeit von 16 Monaten und endet zum 31. Mai 2012.

 

Der Tarifvertrag über den Einsatz von Leiharbeit in der saarländischen Stahlindustrie

Vermeiden - begrenzen - gestalten

Die Tarifvertragsparteien der saarländischen Stahlindustrie haben am 9.12.2010 einen „Tarifvertrag über den Einsatz von Leiharbeit“ abgeschlossen. Dieser Tarifvertrag kombiniert die drei wichtigsten Forderungen von Gewerkschaften und Betriebsräten für die betriebliche und tarifvertragliche Regelung von Leiharbeit in den Entleihbetrieben:

1.) Primäre Zielsetzung des Tarifvertrages ist die Vermeidung und Begrenzung von Leiharbeit. Er verhindert, dass Leiharbeit zum Alltagsinstrument wird. Er stellt mit konkreten Maßgaben sicher, dass Leiharbeit die Ausnahme bleibt. Ihr Einsatz setzt abschließend definierte Voraussetzungen und ihm geht in jedem Fall die Prüfung der Alternativen voraus.

2.) Die Mitbestimmung des Betriebsrates sowohl über das „Ob“, als auch über das „Wie“ von Leiharbeit wird umfassend ausgebaut. Dieser Tarifvertrag sicher nicht nur die Mitbestimmung über Zweck, Dauer und Anzahl der LeiharbeitnehmerInnen für jedes einzelne Leiharbeitsprojekt. Er stellt sicher, dass der Betriebsrat vom Arbeitgeber nicht dazu gezwungen werden kann, Leiharbeit zuzulassen. Die zeitliche Begrenzung der Einsatzdauer und die anschließende Prüfung der Weiterbeschäftigung im Entleihbetrieb geben dem Betriebsrat zum ersten Mal in einem Flächentarifvertrag die Chance eine dauerhafte Übernahme von LeiharbeiterInnen in die Stammbelegschaft durchzusetzen.

3.) Ebenso umfassend ist die Gleichbehandlung bei Entgelt und Arbeitszeit gesichert. Durch das Äquivalenzprinzip wird nicht nur „gleicher Lohn für gleiche Arbeit“ im Sinne der LeiharbeitnehmerInnen abschließend definiert, sondern auch „gleiche Arbeitszeit für gleiche Arbeit“. Die volle Entlohnungszuständigkeit des Betriebsrates im Entleihbetrieb für die Entlohnung der LeiharbeiterInnen während der Einsatzzeit wird hergestellt. Und: Es können nur Leiharbeitgeber zum Einsatz kommen, die ebenfalls einen Tarifvertrag mit der IG Metall abgeschlossen haben. Es gilt das Prinzip: „ein Betrieb, eine Belegschaft, ein Betriebsrat, eine Gewerkschaft“.

Die aktuellen stahlnachrichten zum Tarifabschluss.

Vortrag Dieter Sauer, ISF München

Leistungspolitik: Im Zentrum aber nicht im Mittelpunkt

Wir legen noch eine Schippe drauf, das hören viele Beschäftigte immer häufiger von ihren Chefs. Die Leistungsverdichtung nimmt zu. Keiner will sagen, das schaffe ich nicht. In seinem Vortrag belegt Dieter Sauer vom ISF München: fast jeder zweite Arbeitnehmer leidet stark unter Hektik, Zeit- und Termindruck am Arbeitsplatz. Ebenso viele klagen über massive Erschöpfungszustände. Psychische Erkrankungen wie Depressionen oder Angststörungen haben seit dem Jahre 1998 um 80% zugenommen. 8 Mill. Menschen leiden unter depressiven Störungen.

Sitzung der Tarifkommissionen der Metall- und Elektroindustrie

Verteilungsfolgen einer gedämpften Lohnentwicklung

Der Leiter des Tarifarchivs des WSI, Reinhard Bispinck, erläutert in seinem Vortrag vor den Tarifkommissionen der Metall- und Elektroindustrie im Bezirk Frankfurt die Verteilungsfolgen der gedämpften Lohnpolitik der letzten Jahre: die realen Löhne und Gehälter stiegen nicht in dem Maß wie tariflich vereinbart.

Mehr Jobs und Geld

Tarifabschluß M+E-Industrie für Hessen, Rheinland-Pfalz und das Saarland

Der IG Metall Bezirk Frankfurt und die Arbeitgeber haben ein Tarifergebnis für die Metall- und Elektrobranche in Hessen, Rheinland-Pfalz und im Saarland vereinbart. Danach können die rund 400 000 Beschäftigten in den drei Bundesländern mit mehr Geld rechnen. Außerdem verständigten sich die Tarifparteien auf Regelungen, um Kündigungen in der Krise zu verhindern.
Armin Schild, Bezirksleiter des IG Metall-Bezirks Frankfurt, bewertete das Tarifergebnis als guten Abschluss. "Wir konnten angemessene Tariferhöhungen durchsetzen. Das sichert die Einkommen und stabilisiert die Nachfrage. Mit den Regelungen zur Beschäftigungssicherung sind gute Voraussetzungen geschaffen, um ohne Entlassungen durch die Krise zu kommen. Jetzt sind die Arbeitgeber in der Verantwortung, diesen Spielraum zu nutzen. Wer dennoch Entlassungen ankündigt, muss mit betrieblichem und öffentlichem Widerstand der Metallerinnen und Metaller rechnen", so Schild

Entgelterhöhungen
Die Beschäftigten in der hessischen, rheinland-pfälzischen und saarländischen Metall- und Elektroindustrie erhalten für Mai 2010 bis März 2011 einen einmaligen Betrag von insgesamt 320 Euro. Dieser Einmalbetrag wird im Mai und im Dezember 2010 mit jeweils 160 Euro ausgezahlt. Auszubildende erhalten insgesamt 120 Euro. Ab April 2011 steigen die Entgelte um 2,7 Prozent. Die Laufzeit des Entgelttarifvertrages endet am 31. März 2012.

Beschäftigungssicherung
Neben den Entgelterhöhungen einigten sich die Tarifpateien zusätzlich auf einen neuen Tarifvertrag "Zukunft in Arbeit" (TV ZiA). Wie in den anderen Tarifgebieten vereinbart, soll es auch hier Betrieben möglich sein, tarifliche Kurzarbeit einzuführen, wenn die gesetzliche Kurzarbeit nicht mehr möglich ist. Die Arbeitszeit kann mit einem Teillohnausgliech ab der 31. Stunde abgesenkt werden. Weiterhin regelten die Tarifparteien im TV ZiA Themen des beruflichen Einstiegs. Darüber hinaus wollen sie bis zum 30. September 2010 entscheiden, ob sie zusätzlich die Weiterbildung tariflich regeln müssen, um Fachkräftemangel zu vermeiden. Der Tarifvertrag endet am 30. Juni 2012.

Tariferfolge

Hinter jedem Erfolg, den die IG Metall in der Vergangenheit erreicht hat, steht ein zäher Kampf - manchmal ging es nicht ohne Streik. Die folgenden Downloads geben jeweils einen kurzen Überblick. 

Online Mitglied werden

Tarif

IG Metall für Ferienbeschäftigte

IG Metall Kampagnen