IG Metall Neustadt
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11.07.2020, 00:07 Uhr

Corona-Krisenpakt für die Metall- und Elektroindustrie

Verhandlungsergebnis in NRW erzielt

  • 20.03.2020
  • Video, Tarif

Die IG Metall vereinbart ein tarifliches Krisenpaket zur Abfederung der Corona Folgen und beweist damit auch in schwierigen Zeiten ihre solidarische Handlungsfähigkeit. Die Regelungen für die Metall- und Elektroindustrie in Nordrhein-Westfalen sichern Beschäftigung und regeln Unterstützung für Eltern. Die laufende Tarifrunde wird aufgrund der Corona-Pandemie unterbrochen.

NRW-Verhandlungsergebnis Solidartarifvertrag 2020

Das erzielte Tarifergebnis in Nordrhein-Westfalen beinhaltet folgende Punkte:

  • Regelungen zur Kurzarbeit, die die Nettoentgelte der Beschäftigten auf dem Niveau von etwa 80 Prozent absichern können. Dies geschieht durch eine Abschmelzung der Sonderzahlungen und einen Arbeitgeberzuschuss von 350 Euro je Vollzeitbeschäftigtem.
  • Bei Schließungen von Kitas und Schulen können Eltern mit Kindern bis zu zwölf Jahren acht freie Tage für die Kinderbetreuung nehmen anstatt des tariflichen Zusatzgeldes.
  • Zusätzlich erhalten Beschäftigte im Jahr 2020 für die Betreuung von Kindern - soweit zwingend erforderlich - mindestens fünf freie Tagen ohne Anrechnung auf den Urlaub, das Entgelt wird weitergezahlt.

Die Tarifverträge treten unverzüglich in Kraft und können zum 31. Dezember 2020 gekündigt werden. Der Vorstand der IG Metall hat zwischenzeitlich das Verhandlungsergebnis gebilligt und unter Berücksichtigung der regionalen Bedingungen die bundesweite Übernahme empfohlen.

Für das Tarifgebiet Mitte, wozu auch die Pfalz gehört, sollen die Übernahmeverhandlungen in der kommenden Woche stattfinden. Am Mittwoch, 25. März werden die Mitglieder der Tarifkommission deswegen telefonisch bzw. per Videokonferenz dazu beraten.

Aufgeschoben ist nicht aufgehoben: Die Themen, die die Tarifrunde 2020 der Metall- und Elektroindustrie so besonders gemacht haben, sind auf 2021 vertagt worden. Aktuell standen Jobsicherheit sowie die Bedingungen der Kinderbetreuung und Kurzarbeit im Fokus. Die ursprünglich diskutierten Tarifthemen werden auf nächstes Jahr verschoben.


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