Tarif Metall+Elektro: Erste Verhandlung am 17.12.2020

Beschäftigung sichern, Zukunft gestalten, Einkommen stärken

  • 16.12.2020
  • Aktuelles, Video, Tarif

Am 17. Dezember findet die erste Verhandlungsrunde der Tarifparteien für Hessen, Rheinland-Pfalz und das Saarland in Mainz statt. Im Vorfeld hatten sich aktive Mitglieder an einer digitalen Menschenkette beteiligt. Beschäftigung sichern, Zukunft gestalten, Einkommen stärken - das sind die Ziele unserer Tarifbewegung 2021. Was wir im Detail fordern, erklären wir in diesem Video.

Aktive Metaller*innen der IG Metall Neustadt

Die IG Metall fordert für die Beschäftigten in der Metall- und Elektroindustrie ein Zukunftspaket zur Bewältigung der aktuellen Corona-Krise. Dieses umfasst ein Volumen von 4 Prozent bei 12 Monaten Laufzeit, welches je nach betrieblicher Situation unterschiedlich eingesetzt werden kann: zur Stärkung der Einkommen und/oder für Beschäftigungssicherung durch Modelle der Arbeitszeitabsenkung mit Teilentgeltausgleich.

In betrieblichen Zukunfts-Tarifverträgen sollen darüber hinaus etwa Investitions- und Produktperspektiven sowie Fortbildungsmaßnahmen festgeschrieben und betriebsbedingte Kündigungen ausgeschlossen werden. Tarifliche Regelungen zur Verbesserung der Ausbildung und des dualen Studiums stehen ebenfalls auf der Agenda der IG Metall, außerdem die Ausweitung der M+E-Tarifverträge auf dual Studierende und die unbefristete Übernahme aller Ausgebildeten.

Zuletzt sind im April 2018 die Löhne, Gehälter und Ausbildungsvergütungen tabellenwirksam um 4,3 Prozent gestiegen. Die seit 2019 geltende Sonderzahlung T-ZUG wurde zu einem großen Teil nicht ausgezahlt, sondern zur Sicherung von Beschäftigung herangezogen. Der aktuelle Entgelt-Tarifvertrag läuft zum Jahresende aus, der Tarifvertrag zur Beschäftigungssicherung einen Monat später. Die Friedenspflicht endet am 1. März 2021 um Mitternacht, danach sind Warnstreiks möglich.