
Bitte geht wählen
Deine Stimme zählt
Von Januar bis Juni 2012 werden in allen Verwaltungsstellen der IG Metall die Mitglieder der Delegiertenversammlungen, Ortsvorstände mit den Bevollmächtigten, Ausschüsse der einzelnen Mitgliedergruppen, die Delegierten für die Bezirkskonferenz sowie die Mitglieder der Tarifkommissionen gewählt.
Alle Mitglieder sind aufgerufen, an den Mitgliederversammlungen teilzunehmen, um die Mitglieder der Delegiertenversammlung zu wählen. Dieses Gremium sol ein breites Spektrum der Verwaltungsstelle widerspiegeln. Wir wünschen uns die Kandidatur gerade junger Kolleginnen und Kollegen sowie die Kandidatur von Senioren unter Berücksichtigung verschiedener Branchen und zahlreicher Betriebe. Eine hohe Wahlbeteiligung garantiert ein breites Meinungsspektrum. Aktive Beteiligung bringt uns weiter.
Es ist eine wichtige Aufgabe, in den Gremien der IG Metall ehrenamtliche und hauptamtliche Strukturen zu stärken. Beteilige Dich an den Organisationswahlen in Deiner Verwaltungsstelle.
Die Delegiertenversammlung ist das höchste Gremium der Verwaltungsstelle Neustadt. Sie ist das beschlussfassende Organ der Verwaltungsstelle und tagt mindestens viel Mal im Jahr. Die Delegiertenversammlung wählt die Bevollmächtigten und Kassierer sowie die Beisitzer in den Ortsvorstand. Auch die Mitglieder der Tarifkommissionen und die Delegierten für die Bezirkskonferenz werden hier gewählt.
In den folgenden Ausgaben der Metallzeitung veröffentlichen wir die Termine der jeweiligen Wahlbezirke. Dies gilt gleichzeitig auch als Einladung an alle im Wahlbezirk aufgeführten Mitglieder.
Wir freuen uns auf rege Beteiligung bei den Versammlungen und den Wahlen zur Delegiertenversammlung.
Eure IG Metall Neustadt
CeBIT und Hannover Messe 2012
Freikarten für IG Metall-Mitglieder
Auch 2012 können IG Metall-Mitglieder wieder kostenlos die CeBIT und die Hannover Messe besuchen. Im Vorverkauf kostet der Eintritt für Nichtmitglieder zur CeBIT 34 Euro, zur Hannover Messe 25 Euro. Das sparen IG Metall-Mitglieder.
Die Computermesse CeBIT findet vom 6. bis 10. März 2012 statt. Der Infostand der IG Metall befindet sich auf der Standfläche der Computerwoche in Halle 9. Die IG Metall bietet den interessierten Besucherinnen und Besuchern hier wieder neben vielen aktuellen Vorträgen ein umfangreiches Angebot zu Fragen rund um den Job an.
Die Hannover Messe findet vom 23. bis 27. April 2012 statt. Der Infostand der IG Metall wird hier im Bereich "Job and Career Market" in Halle 6 zu finden sein. Mit Vorträgen - insbesondere zu Einstiegsgehältern und Tipps zum Arbeitsvertrag - bietet die IG Metall vor allem Hochschulabsolventen und Berufsanfängern ein interessantes Angebot.
Wie jedes Jahr erhalten Metaller auf Nachfrage bei der Verwaltungsstelle Neustadt ab Januar 2012 eine Freikarte zu beiden Messen.
AKTUELLES
Schon wieder ...
... blicken wir sorgenvoll in die Zukunft. Was steht uns in 2012 bevor? Was bringt uns die Euro-Krise? Haben wir aus den Folgen der Krise Ende 2008 bis Anfang 2010 gelernt? In einigen Betrieben in unserer Region wurde wieder Kurzarbeit erforderlich. Werden wieder Arbeitsplätze in Gefahr kommen?
Wir Metallerinnen und Metaller werden in jedem Falle gestaltend für die Anliegen der Menschen eintreten. Ein "weiter so" von Krise zu Krise lehnen wir strikt ab. Auch in Zukunft haben wir somit genug zu tun.
Um dies zu bewältigen, brauchen wir wieder alle Kraft. Und auch dafür wünscht die IG Metall Neustadt allen Mitgliedern und Angehörigen Frohe Weihnacht, erholsame Tage und einen guten Start in das Jahr 2012.
Damals sind sie beigetreten: Jubilare der IG Metall
1986, 1971, 1961, 1951 ...

Am 21. Oktober 2011 war die diesjährige Jubilarehrung der IG Metall Neustadt. 25, 40, 50 und sogar 60 Jahre Mitgliedschaft in der IG Metall fanden in angemessenem Rahmen Würdigung.
Wir sagen Danke für jahrzehntelanges Engagement und die Bereitschaft, den riesigen Erfahrungsschatz weiter in der IG Metall einzubringen.
Gewerkschaftstag 2011
Bezirksabend in Wörth

Nach guter Tradition wird bei Gewerkschaftstagen stets an einem Abend zu dem sogenannten Bezirksabend eingeladen. Meist in dafür reservierten Gaststätten. Von Karlsruhe aus jedoch bot sich etwas Besseres an: Der Bezirksabend am 10. Oktober 2011 im "Restaurant am See" im Mercedes Benz Werk Wörth. Die regionale Kult-Band "Anonyme Giddarrischde" sorgte für Stimmung, gute Speisen und Getränke und eine tolle Umgebung zwischen historischen Lkws ergaben einen tollen Abend. Ein herzlicher Dank an alle, die dies ermöglichten.
22. Ordentlicher Gewerkschaftstag

Vom 9. bis 15. Oktober 2011 war in Karlsruhe der 22. Ordentliche Gewerkschaftstag der IG Metall. Zahlreiche Entscheidungen und starke Signale machen deutlich:
Die IG Metall wird stärker und entwickelt mit mehr Mitgliedern auch die notwendige Kraft, ihre Forderungen durchzusetzen. In der bevorstehenden Tarifrunde in der Metall- und Elektroindustrie ist der Einsatz von uns allen gefordert. Vor allem müssen jetzt auch die prekären Beschäftigungsverhältnisse zurückgedrängt werden, der Kampf für einen fairen Altersausstieg und für gute Perspektiven für die junge Generation geführt werden. Diese Schwerpunktaufgaben hob auch Berthold Huber mehrfach in Beiträgen, besonders in seinem Zukunftsreferat, hervor.
Daneben erlebten die Delegierten, Gäste, Standbetreuer aus der Verwaltungsstelle Neustadt interessante und schöne Momente. Demnächst liegen die Bilder vor, unter anderem von dem Bezirksabend im Mercedes LKW-Werk in Wörth. Darüber werden wir noch ausführlich berichten. Ein großes Kompliment an die Kolleginnen und Kollegen, die diesen Abend möglich gemacht haben, sei aber hier schon ausgesprochen.
Entschlossen, auch grosse Dinge anzupacken
22. Gewerkschaftstag

Vom 9. bis 15. Oktober 2011 ist in Karlsruhe der Gewerkschaftstag der IG Metall. Wir erwarten spannende Beratungen, gute Entscheidungen und starke Signale für die zukünftige Arbeit unserer IG Metall.
Eine kurze Anreise nach Karlsruhe wird es für Barbara Ziller, Werner Dietrich, Ulli Edelmann, Wolfgang Förster und Uwe Schütz geben. Doch dann erwartet die Kolleginnen und Kollegen eine straff getaktete Woche. Neben zahlreichen Themen aus Betrieben, Tarifpolitik, Gesellschaftspolitik oder der Frage der internationalen Zusammenarbeit von Arbeitnehmern beschäftigt sich die IG Metall auch mit der Frage, in welcher Form sie das in Zukunft anpacken will.
Uwe Schütz, Mitglied der Antragsberatungskommission zum Gewerkschaftstag, meint: "Bei der Arbeit mit den Anträgen und Entschließungen war schon erkennbar, dass wir an mancher Stelle auch intensive Diskussionen erwarten können. Allerdings zeigte sich in den Papieren vor allem eines: das Selbstbewusstsein und die Entschlossenheit der IG Metall, auch große Dinge anzupacken und im Sinne der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer zu verändern." Mit den Delegierten und Gästen reisen weitere Kolleginnen und Kollegen nach Karlsruhe: Die Aktiven der Gruppe "Gewerkschaften in der Schule" (GidS) werden beim Gewerkschaftstag ihre Arbeit an allgemeinbildenden Schulen präsentieren und sicher auf viele Interessierte und auf Zuspruch treffen.
Der Gewerkschaftstag geht ins Netz
Während die 481 Delegierten in Karlsruhe beraten, können alle, die zu Hause geblieben sind, im Internet auf einem eigenen Portal den Gewerkschaftstag verfolgen. Hier werden Fragen beantwortet und Bilder aus Karlsruhe gezeigt. Das Portal ist bereits online.
Wer mehr zum Gewerkschaftstag wissen will, einfach reinschauen unter: www.igmetall-gewerkschaftstag-2011.de
IG Metall
Größer und stärker
Gute Nachrichten zum Ende des dritten Quartals: Die IG Metall im Bezirk Frankfurt hat einen absoluten Mitgliederzuwachs. Und Neustadt liegt voll im Trend. Das ist gut, denn wer sich viel vornimmt, braucht viele Menschen, um dies durchzusetzen.
Wenn wir unsere gemeinsamen Anstrengungen fortsetzen, erwarten wir eine positive Bilanz zum Jahresende.
Größer. Stärker. IG Metall.
30 Tage Urlaub - das gab es schon immer - oder?
Vor genau 30 Jahren haben Metallerinnen und Metaller in der Metall- und Elektroindustrie der Bundesrepublik Deutschland 30 Tage tariflichen Urlaubsanspruch durchgesetzt.
Das war weder selbstverständlich, noch fiel es vom Himmel - uns wurde nichts geschenkt! In den langen Auseinandersetzungen um den Urlaubsanspruch wurde 1978/1979 fast sechs Wochen lang gestreikt. Dennoch dauerte es letztendlich bis 1981, bis in einem Stufenplan die 30 Tage Jahresurlaub im Manteltarif festgeschrieben wurden. Übrigens: 50 % zusätzliches Urlaubsgeld gibt es seit 1974.
In diesem Sinne wünschen wir allen Kolleginnen und Kollegen eine schöne, erholsame Urlaubszeit.
1. Mai
Metaller fordern Kurswechsel

Zum internationalen Tag der Arbeit im Bürgerpark in Wörth lachte die Sonne. Aber die Themen, die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer in 2011 vorrangig bewegen zeigten, dass vor allem im Bereich der Sozial- und Arbeitsmarktpolitik noch nicht alles eitel Sonnenschein ist.
Den Auftakt der Kundgebung in Wörth übernahm die Jugend: Der Ortsjugendausschuss führte ein kleines Theaterstück auf, in dem nicht nur die Probleme der jungen Generation thematisiert wurde. Prekäre Beschäftigung durch Befristung und Leiharbeit, Lohndrückerei, Rente mit 67 und Leistungsverdichtung stellten die jungen Metaller anschaulich dar.
Im Anschluss betonte Werner Dietrich, Erster Bevollmächtigter der IG Metall Neustadt, die Notwendigkeit anderer Weichenstellungen in der Sozialpolitik. Arbeit sicher und fair sei das Ziel, und davon wäre man noch in vielerlei Hinsicht entfernt. Weiter betonte Kollege Dietrich die Forderung einer nachhaltigen Energiewende. Die erschütternde Katastrophe in Japan habe gezeigt, dass Atomtechnologie keine Zukunft haben dürfe.
Positive Aussagen kamen von Ulli Edelmann, BR-Vorsitzender Daimler Wörth und Germersheim. Er stellte etliche betriebspolitische Erfolge heraus, auch bezüglich der Bedingungen der Leiharbeit bei Daimler.

Moderiert von Kollegen Wolfgang Förster formulierte Mairednerin Barbara Schleicher-Rothmund abschließend Positionen der SPD und Vorhaben der SPD in der Landesregierung.
Musik, Speisen und Getränke boten einen schönen Ausklang der Veranstaltung.
Interview mit Hans-Jürgen Urban
Drei Fragen zum Atom-Ausstieg
Interview mit dem Geschäftsführenden Vorstandsmitglied der IG Metall, Hans-Jürgen Urban zum Thema Atomkraft, Ausstieg und den möglichen Auwirkungen. Das Inerview enstand im Rahmen des bundesweiten Demonstrationstags gegen Atomkraft am 28. Mai 2011.
Frage: In Deutschland ist heute nahezu jeder gegen Atomkraft. Auch die IG Metall. Kostet das Abschalten nicht Arbeitsplätze?
Antwort Hans-Jürgen Urban.
Die IG Metall war bereits lange vor Fukushima ohne Wenn und Aber gegen die Nutzung der Atomenergie. Die IG Metall ist der Auffassung, dass wir einen sozial-ökologischen Politikwechsel brauchen, der weit über das Abschalten der Atomkraftwerke hinausweist. Dabei geht es insgesamt um den sorgsamen Umgang mit Ressourcen und den massiven Ausbau regenerativer Energien. Es geht aber auch um eine neue Verkehrsinfrastruktur, in der der öffentliche Personennah- und –fernverkehr eine ausgeprägtere Rolle spielen muss. Hierfür brauchen wir ein Investitionsprogramm, welches in der Folge viele neue Arbeitsplätze schaffen wird. Nicht nur im Dienstleistungsbereich, sondern auch im Industriesektor.
Frage: Siehst Du die Politik auf einem guten Weg?
Antwort: Es ist zwar gut, wenn in nahezu allen Parteien nun über den Atomausstieg diskutiert wird. Aber wir sollten uns keine Illusionen machen. Die Atomlobby und die mit ihr verbundenen Bereiche wollen nicht auf Extraprofite verzichten und haben ihre Hinhaltetaktik keineswegs aufgegeben. Deswegen reicht es auch nicht, isoliert über Energiepolitik zu reden.
Wir müssen die Energiewende mit einer umfassenden Demokratisierung von Wirtschaft und Gesellschaft verbinden, sonst droht sie zu scheitern. Dafür brauchen wir nicht nur den Ausbau der betrieblichen- und Unternehmensmitbestimmung. Wir brauchen auch unternehmensübergreifende Strukturen, die den demokratischen Einfluss der Gesellschaft erhöhen. Dies wäre eine Beitrag dazu, dass die Energiewende auch tatsächlich umgesetzt wird und nicht an kurzfristigen Extraprofitinteressen der Atomlobby scheitert.
Frage: Rückt die soziale Frage wegen der ökologischen Anforderung in den Hintergrund?
Antwort: Einige versuchen in der Tat, Ökologie gegen Soziales auszuspielen. Doch wer die ökologischen Probleme wirklich lösen will, wird mit so einem Vorgehen scheitern. Wer die Energiewende z.B. dafür missbraucht, die Energiepreise zu erhöhen, schippt nicht nur der Energielobby weitere Kohlen in den Keller, er setzt vor allem auch die breite Akzeptanz der Bevölkerung für eine ökologische Politik aufs Spiel. Ein zweiter Aspekt: Wenn wir für einen ökologischen Kurswechsel ein Investitionsprogramm benötigen, stellt sich die Frage, wer es finanzieren soll. Da durch die Hartz-Gesetze und die Ausweitung des Niedriglohnsektors große Teile der Bevölkerung keinen finanziellen Spielraum mehr haben, bleibt nichts anderes, als Wohlhabende, Reiche und florierende Unternehmen zur Kasse zu bitten. Eine entsprechende Steuerreform ist ökologisch notwendig, aber auch ein Gebot der sozialen Gerechtigkeit!
61. ordentliche Bezirkskonferenz in Oberhof
IG Metall fordert sozial-ökologisches Reformprojekt

Im thüringischen Oberhof haben am Donnerstag die 87 Delegierten der 61. ordentlichen Bezirkskonferenz eine Programmdiskussion im Bezirk Frankfurt (zuständig für Hessen, Rheinland-Pfalz, das Saarland und Thüringen) begonnen.
Die schwere Wirtschafts- und Finanzmarktkrise, die durch die Katastrophen in Japan ausgelöste Energiedebatte und weiter drohende Umweltkatastrophen verlangten ein entschiedenes Umsteuern. Ein „Weiter wie bisher“ dürfe es nicht geben, ein „Green New Deal“ reiche nicht. Die Konferenzteilnehmer forderten ein sozial-ökologisches Reformkonzept.
In einem Diskussionspapier „Gute Arbeit 2020 – sicher und fair“ forderten die Konferenzteilnehmer ein sozial-ökologisches Reformkonzept, das auf vier Säulen beruht:
Arbeiten: Für gute Arbeit – ein Arbeitsleben lang
Leben: Für ein gutes Leben in einer solidarischen Gesellschaft
Verteilen: Für gerechte Verteilung
Entscheiden: Für Demokratie, Mitbestimmung und Beteiligung
JAV-/BR-Kongreß in Oberhof
IG Metall startet Fachkräfteinitiative "Beruf.Bildung.Zukunft"
Mehr als 350 Teilnehmer konnte die IG Metall auf ihrer zweitägigen Konferenz mit Betriebsräte- und Jugend- und Ausbildungsvertreter in Oberhof begrüßen. Unter dem Themenschwerpunkt "Arbeit sicher und fair." wurde über die Zukunftsperspektiven für die junge Generation diskutiert. IG Metall-Bezirksleiter Armin Schild erklärte zu Beginn der Konferenz, der Bezirk starte eine Fachkräfteinitiative mit dem Titel „Beruf. Bildung. Zukunft – Jeden Tag stärker“, in der die IG Metall konkrete Forderungen auf betrieblicher und tarifpolitischer Ebene formuliert. In den nächsten Wochen werde in den Betrieben in einem Betriebscheck ermittelt, wie die Aus- und Weiterbildungschancen von jungen Menschen seien. Ein tarifpolitisches Ziel sei die unbefristete Übernahme für alle.
Die Initiative der IG Metall ziele auf menschenwürdige Arbeitsbedingungen und respektvollen Umgang während des gesamten Erwerbslebens. "Es geht darum, wie die Menschen in das Arbeitsleben hinein kommen, wie sie hindurch kommen und wie sie wieder heraus kommen", sagte Schild. Die Verwüstungen am Arbeitsmarkt müssten ein Ende haben. Die IG Metall setze sich dafür ein, dass Starke und Schwache eine Chance in der dualen Berufsausbildung der Metall- und Elektroindustrie haben. In einer Umfrage ermittelte die IG Metall im Bezirk Frankfurt, dass 70% der Beschäftigten die Arbeitswelt als ungerecht empfinden.
Soziale Mindeststandards bei Fördermitteln
IG Metall fordert Zeitenwende in der Leiharbeit
Frankfurt. Die IG Metall im Bezirk Frankfurt, zuständig für Hessen, Rheinland-Pfalz, das Saarland und Thüringen, fordert Arbeitgeber und Politik auf, Rahmenbedingungen für eine faire Leiharbeit zu setzen.
Der anhaltend rasante Zuwachs der Leiharbeit belege, dass Leiharbeit auch gerade nach der Wirtschaftskrise in vielen Fällen missbraucht werde, um reguläre Jobs zu verdrängen. Nutznießer seien Verleih- und Entleihunternehmen. Ihre Extragewinne würden nicht nur von Leiharbeitern, sondern auch von den Steuerzahlern aufgebracht, weil sie zum einen Fördermittel des Staates in Anspruch nehmen und zum anderen einen Niedriglohnsektor etablierten, im dem viele Menschen ergänzende Sozialhilfen antragen müssten.
IG Metall Bezirksleiter Armin Schild forderte die Arbeitgeber und Landesregierungen in Hessen, Rheinland-Pfalz und im Saarland auf, dem Beispiel Thüringens zu folgen und nicht länger Fördermittel an Firmen zu zahlen, in denen Niedriglöhne gezahlt würden. „Zuerst bekommen sie Fördermittel vom Staat für Investitionen und dann bekommen Leiharbeitnehmer Geld von Staat, weil ihr Lohn nicht ausreicht und sie aufstocken müssen. Wir brauchen soziale Mindeststandards für Fördermittel und gerechte Löhne", sagte Schild am Mittwoch in Frankfurt.
Kein Platz für Rassismus
Startschuß für Respekt!

Mit einer Auftaktveranstaltung hat die IG Metall die Kooperation mit der Initiative "Respekt! Kein Platz für Rassismus" gestartet. Die Initiative macht sich seit einem Jahr stark für einen respektvollen Umgang miteinander, in dem Intoleranz, Rassismus und Diskriminierung keinen Platz haben. Mit der IG Metall geht die Initiative in eine neue Runde und setzt sich für mehr Respekt in den Betrieben ein.
Bezirklicher Aktionstag am 24. Februar
21.000 protestierten gegen Leiharbeit und prekäre Beschäftigung

Über 21.000 Beschäftigte haben am Donnerstag im Bezirk Frankfurt am Aktionstag teilgenommen. Mit dem bundesweiten Aktionstag will die IG Metall gemeinsam mit ihren Mitgliedern gegen Lohndumping in der Leiharbeit, den Missbrauch von Befristung und Werkverträgen sowie die Nicht-Übernahme von Auszubildenden protestieren
GidS-Klausur in Wallhalben: Konzepte weiterentwickelt

Gewerkschafter in den Schulen - kurz GidS - sie sind in der Region und darüber hinaus wohlbekannt für interessante und praxisnahe Gestaltung des Unterrichts an allgemeinbildenden Schulen: das Team aus betrieblichen Funktionären. Wie jedes Jahr traf sich die Gruppe zur Klausur, überprüfte die eigene Praxis, entwickelte Konzepte weiter, legte Patenschaften für die Schulen mit bestehenden Kontakten fest.
Das war unser Jahr 2010 ...
Liebe Kolleginnen, liebe Kollegen,
2010 gab es eigentlich alles: Krise, Krisenende, Kurzarbeit, Mehrarbeit, Kampf um Arbeitsplätze und auch Neueinstellungen, Leiharbeit und dazu neuerdings tarifliche Einschränkungen in der Stahlbranche, eine Tarifrunde Metall-Elektro unter völlig anderen Bedingungen, Betriebsratswahlen, Wahlen zu den Jugend- und Auszubildenden-Vertretungen, eine Protestwelle gegen die unsoziale Politik in Deutschland, Rolle-Rückwärts in der Atomenergie, Stuttgart bekommt den Titel der Protesthauptstadt - sonst noch was? Aber ja: Zahllose kleine und große Aktionen in den Betrieben zur Sicherung von Einkommen und Beschäftigung. Die aktiven Kolleginnen und Kollegen sind die wahren "Helden" des Alltags.
Das Team der IG Metall Neustadt wünscht allen Mitgliedern und Angehörigen ein glückliches, gesundes und erfolgreiches Jahr 2011.
Für uns alle ein kleiner Rückblick in Bildern:




















