Es ist Zeit, sich zu wehren!

Info der Betriebsräte der Daimler Truck Standorte

  • 09.11.2020
  • Aktuelles, Video, Betriebe

Wir brauchen faire Zielbilder für unsere Truck Standorte in Gaggenau, Kassel, Mannheim und Wörth.Wir haben das Management aufgefordert mit uns darüber zu diskutieren, wie unsere Standorte in 10-15 Jahren aussehen werden. Im Start-Gespräch wurde allerdings auch eins deutlich: das Unternehmen rechnet/plant mit einem drastischen Personalabbau an unseren Standorten. Dagegen müssen wir uns wehren!

Beschäftigungspolitischer Kahlschlag droht!

Das hat aus Sicht der Unternehmensleitung verschiedene Gründe: zum einen unterstellen sie weitere deutliche Ratioeffekte, auch nach MOVE/STREAM 2, in allen Bereichen. Zum anderen sind sie nicht bereit weiter in bestehende Fertigungen zu investieren und sehen Fremdvergaben von Umfängen bei den sogenannten Non-Core- und Outer-Core-Umfängen vor.

Als ‚Ausgleich‘ sind sie bereit mit uns über neue Produkte, Aggregate und Fertigungsumfänge in den neuen Technologien zu diskutieren. Diese würden aber aus heutiger Sicht nur einen kleinen Teil des Beschäftigungsrückganges auffangen. Auch deshalb, weil sie nicht bereit sind, diese neuen Technologien mit entsprechender Fertigungstiefe an unseren Standorten zu installieren.

So nicht!

Kostenschrubben kann jeder! An ein gesellschaftlich verantwortungsbewusstes Unternehmertum haben wir andere Anforderungen!

Wir fordern deshalb das Unternehmen auf:
• Alle neuen Technologien, mit der entsprechenden Fertigungstiefe, sind an unseren bestehenden Standorten zu investieren
• Keine Fremdvergabe von bestehenden Umfängen so lange diese wirtschaftlich sind und zur Abfederung der Beschäftigung notwendig sind, um Übergänge zu gestalten
• Insourcing bereits bestehender Inhalte, um negative Beschäftigungseffekte auszugleichen.

Dies haben wir bei den bisherigen Gesprächen deutlich gemacht. Wir sind uns aber sehr sicher, dass alleine Reden und Argumentieren nicht fruchten werden. Wir werden sicherlich in die Situation kommen unseren Forderungen Nachdruck zu verleihen. Deshalb werden wir gemeinsam mit unserer IG Metall an allen Standorten die Kampagne ‚Solidarität gewinnt!‘ ins Leben rufen.

Kahlschlag droht – wenn wir uns nicht wehren!!!
Seid dabei! Unterstützt uns!